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Projekt FogProtect gestartet

Lückenloser Datenschutz

  • von Birgit Kremer
  • 05.03.2020

Wenn immer mehr Geräte smart werden, ist vor allem eines gefragt: Rechenpower. Dafür kombinieren neue Netzwerkstrukturen sogenannte Fog- und Cloud-Ressourcen. Wie sich hier die Daten schützen lassen, damit beschäftigt sich das Softwaretechnik-Institut paluno der UDE mit seinen europäischen Partnern inm FogProtect*. Das von der EU geförderte Projekt ist auf drei Jahre ausgelegt.

In Privathaushalten, Fabriken, Fahrzeugen und in unseren Westentaschen – smarte Geräte sind nahezu überall. Und überall produzieren ihre Sensoren und Kameras Daten, die irgendwo verarbeitet werden müssen. Oft ist das eine zentrale Cloud, da die Ressourcen der Endgeräte nicht ausreichen. Doch gerade wenn Anwendungen sehr schnelle Antworten benötigen, ist die Verarbeitung in so genannten Fog-Knoten besser.

Fog-Computing bringt die Rechenpower in kleine Einheiten, die Fog-Knoten, möglichst nah an die Anwendung. Die Fog-Knoten können dann u.a. Daten selektieren. Einige Daten werden weiter in die Cloud geschickt; andere gehen direkt an die nächste zuständige Instanz oder werden gelöscht. Das spart Zeit und entlastet die Internetleitung.

Doch wie sicher sind in solch komplexen Netzwerkstrukturen sensible Daten? Das Projekt FogProtect hat den Schutz im gesamten Computing Continuum zum Ziel. Das Computing Contiunuum umfasst die Endgeräte, geht über die verteilten Fog-Knoten und reicht bis in die zentrale Cloud. Überall dort sollen die Daten vor unberechtigten Zugriffen sicher sein. Zusätzlich müssen die besonderen Rechte und Pflichten, die Regelungen wie die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) vorgeben, während des gesamten Lebenszyklus der Daten gewährleistet und eingehalten werden.

Die paluno-Wissenschaftler können an Erkenntnisse aus Vorgängerprojekten zum sicheren Cloud-Computing anknüpfen. Allerdings birgt Fog-Computing spezielle Herausforderungen. So verfügen Fog-Knoten im Gegensatz zu großen Cloud-Servern über begrenzte Berechnungs-, Speicher- und Batteriekapazitäten. Es hat daher ein Problem mit ressourcenintensiven Datenschutz-Techniken, wie z.B. kryptografischen Algorithmen. Hinzu kommt, dass es im Computing Continuum sehr schnell zu Veränderungen im Netzwerk kommen kann, weil sich z.B. die Endgeräte mit wechselnden Fog-Knoten verbinden. Die Projektpartner wollen daher adaptive Techniken entwickeln, die situativ verschiedene Datenschutzmechanismen kombinieren. Diese FogProtect-Lösungen sollen in den Bereichen Smart Cities, Smart Manufacturing und Smart Media getestet und demonstriert werden.

* FogProtect wird von der EU über das Horizont 2020-Programm mit 4,99 Millionen Euro gefördert; 699.500 Euro fließen an die UDE. Die Koordination liegt bei der portugiesischen Firma Ubiwhere.

 

Weitere Informationen:
https://sse.uni-due.de/forschung/projekte/fogprotect

Redaktion: Birgit Kremer, paluno, Tel. 0201/18 3-4655, birgit.kremer@paluno.uni-due.de

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