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Nachwuchsförderung der Research Academy Ruhr

Einzigartig in Deutschland

  • von Ulrike Eichweber
  • 11.02.2021

Beeindruckend – so beurteilte jetzt eine externe Expertenkommission die Erfolge der Research Academy Ruhr (RAR). Seit 2017 fördert sie die rund 10.000 Nachwuchswissenschaftler*innen der Universitätsallianz (UA) Ruhr.

Das breite Angebot für Promovierende, Postdocs und Personen auf dem Weg zur Professur (Junior Faculty) sei „ein Beispiel für die Strukturentwicklung von vernetzten und bedarfsgerechten Angeboten für den wissenschaftlichen Nachwuchs, das derzeit einzigartig in Deutschland und vermutlich sogar darüber hinaus ist“, lobt die Kommission. Auch hebt sie die Entwicklung gemeinsamer Qualitätsstandards und Maßnahmen zur Qualitätssicherung hervor.

Gemeinsame Förderprogramme

In den vergangenen Jahren sind die lokalen Qualifizierungsangebote an der Ruhr-Uni Bochum, der TU Dortmund und der UDE deutlich ausgebaut worden: 2018 eröffnete das Graduate Center Plus an der UDE, ein Jahr später das Graduiertenzentrum TU Dortmund. Bereits seit 2006 besteht an der Ruhr-Universität Bochum die RUB Research School. Sie bündeln bereits existierende sowie neu Formate, so z.B. das gemeinsame Förderprogramm mentoring3: (Post-)Doktorandinnen können sich über ihre Erfahrungen austauschen, ihnen werden individuell Mentor*innen die die Seite gestellt und es gibt Seminare sowie Netzwerkveranstaltungen.

Wie der Übergang vom Studium zur Promotion gelingt, darüber informiert jährlich die Frühjahrsakademie. Die Herbstakademie gibt Tipps, wie man die Endphase der Promotion meistert. Zweimal pro Jahr erfahren promovierte Nachwuchswissenschaftler*innen alles über Karrierewege innerhalb und außerhalb der Universität. Als fortlaufendes Programm bietet CoachingPLUS der Junior Faculty Weiterbildungen und Trainings u.a. zu Führung und Berufungsverhandlungen an.

Internationaler Austausch

Mit ihren Angeboten sorgt die RAR so auch dafür, dass sich die Nachwuchswissenschaftler*innen der UA Ruhr untereinander sowie mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen vernetzen können. Im internationalen Forschungsmarketing arbeitet die RAR zudem eng mit den UA Ruhr-Verbindungsbüros in New York und Moskau zusammen. Sie bietet internationalen Postdocs mit dem Programm Research Explorer Ruhr jährlich die Gelegenheit, die Forschungslandschaft des Ruhrgebiets für einen Zeitraum von zwei Wochen kennenzulernen. Das durch den UA Ruhr Profilschwerpunkt Materials Chain und die RAR entwickelte Mobilitätsprogramm „EXPLORE Materials Chain (EXMAC)“ wurde 2018 im DFG-Wettbewerb „Internationales Forschungsmarketing“ ausgezeichnet.

Mehr Programm für die jungen Forschenden

UA Ruhr-weit ist die Zahl der angebotenen Programme durch die RAR und der Einrichtung der neuen Anlaufstellen für Graduierte an der UDE und der TU Dortmund gestiegen. „Die RAR sollte mindestens auf dem bisherigen Niveau weitergeführt werden“, meinen die Fachleute angesichts der bisherigen Erfolge – insbesondere die Angebote für Postdocs und der Junior Faculty. Erste Konzepte, um die RAR auch nach dem Ende der Projektlaufzeit im Dezember 2021 weiterzuführen, werden derzeit erarbeitet.

Die universitätsübergreifende Plattform wurde seit Juli 2017 vom Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft gefördert, wobei die drei Universitäten durch Eigenanteile wesentlich zur Finanzierung beitragen.

Weitere Informationen:
https://www.research-academy-ruhr.de/

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