Meldungen aus der UDE

Photovoltaik Campus Essen
© UDE/Arne Rensing

Neue Photovoltaikanlagen geplant

Sonnenenergie vom Uni-Dach

  • von Jennifer Meina
  • 14.04.2022

Klimaschutz vor dem Büro und Seminarraum – oder eher darüber: Die UDE plant zukünftig mehr grünen Strom auf ihren Dächern zu produzieren. Die ersten neuen Photovoltaikanlagen sollen bereits 2023 Energie liefern. Einige Gebäude sind bereits mit der Technik ausgestattet.

Die Gebäude R09S und V15R am Campus Essen werden zunächst ins Auge gefasst, da hier ohnehin Baumaßnahmen anstehen. Auch auf den beiden neuen Parkhäusern in Essen und Duisburg sollen Photovoltaikanlagen errichtet werden – und auch für den Future Water Campus gibt es Überlegungen. Im zweiten Schritt könnten dann weitere Gebäudedächer folgen, wie das Mensagebäude, die Gebäude LD und MD am Campus Duisburg und das Gebäude R11T in Essen. Sie seien besonders gut geeignet, wie eine Potenzialanalyse der Duisburger Stadtwerke gezeigt hat. Auch BA, BE, LC, LX, ST könnten in Duisburg folgen.

Allerdings: Nicht auf allen Dächern sind Solarmodule möglich – etwa, wenn Abluftanlagen existieren, wie auf den Laborgebäuden. Da, wo es technisch möglich ist, sollen die Dächer außerdem begrünt werden. Das erhöht nicht nur die Effektivität der Photovoltaikanlagen, es ist auch gut für das Mikroklima und kann Feinstaub binden.

Fünf Prozent des Strombedarfs der UDE könnten laut Gebäudemanagement so über die Sonnenenergie gedeckt werden – rund 2,5 Millionen Kilowattstunden. Zum Vergleich: Im Normalbetrieb verbrauchen beide Standorte zusammen rund 50 Gigawattstunden (50 Mio. kwh) im Jahr. Ein vierköpfiger Haushalt in einem Eigenheim hat einen durchschnittlichen Jahresverbrauch von 5000 Kilowattstunden. Die Hochschule verbraucht im Jahr also etwa so viel Strom wie 10.000 Vierpersonen-Haushalte. „Fünf Prozent aus Solarenergie klingen nicht nach viel, entsprechen aber dem Stromverbrauch von ungefähr 500 Vier-Personen-Haushalten. Damit befinden wir uns auf einem guten Weg, unseren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, sagt Sabine Hampel vom Gebäudemanagement der UDE.

Der Photovoltaikausbau soll entweder im Rahmen von Neubauten oder, bei Bestandsgebäuden, im Zuge anderer Baumaßnahmen erfolgen. Auf neu errichteten Gebäuden gibt es bereits PV-Anlagen, wie auf dem Dach des T01 in Essen (siehe Bild).

Weitere Informationen:
Sabine Hampel, Dezernentin Gebäudemanagement, Tel. 0203/37 9-3167 oder 0201/18 3-4400, sabine.hampel@uni-due.de

Redaktion: Jennifer Meina, Tel. 0203/37 9-1205, jennifer.meina@uni-due.de

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