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10. Jahrestagung zur Bildungsforschung

Lehre zwischen Chatbot und Krisen

  • von Jennifer Meina
  • 22.02.2023

Wie wird ChatGPT unsere Schulbildung verändern? Wie lehrt man zwischen Wissenschaft und Fake News zu unterscheiden? Wie können globale Krisen im Klassenzimmer behandelt werden? All das sind Fragen, die auf der 10. Jahrestagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF) an der UDE im Fokus stehen. Unter dem Motto „Bildung zwischen Unsicherheit und Evidenz“ findet sie vom 28. Februar bis 2. März in Essen statt.

ChatGPT scheint bereits jetzt die Schulbildung zu verändern. Hausaufgaben oder Klausuren können von der Künstlichen Intelligenz mehr oder weniger gut geschrieben werden. Was das für das künftige Lernen und Lehren bedeutet, wird unter anderem Thema eines Highlights der Tagung: Esther Wojcicki, eine der bekanntesten Lehrerinnen in den USA, Journalistin und Beraterin der US-Regierung in Bildungsfragen, wird live aus Palo Alto nach Essen zugeschaltet und zum Thema sprechen „How are we going to work with ChatGPT in the education world?“. Ihr Vortrag am 1. März ab 15.30 Uhr wird auch für die interessierte Öffentlichkeit live und als Aufzeichnung über YouTube zu sehen sein. Der Link ist über die Tagungsseite abrufbar.

Für die rund 1.100 Teilnehmenden aus dem In- und Ausland werden zudem weitere Herausforderungen im Mittelpunkt stehen. „Die soziale Ungleichheit im Bildungsbereich ist weiterhin hoch. Pandemie, Krieg und Fluchtbewegungen sowie Armut verschärfen die Situation vor allem für Kinder und Jugendliche“, fasst Prof. Leutner als einer der wissenschaftlichen Leiter der Tagung zusammen. Inklusion und Digitalisierung werden immer mehr zu Aufgaben der Schulen – gleichzeitig fehlen ihnen Fachkräfte. Dabei sind es vor allem die Lehrerer:innen, die ihre Schüler:innen fit machen sollen für die Zukunft trotz unsicherer Zeiten. „Die Bildungsforschung will darauf möglichst datengestützt Lösungen finden, Risiken abschätzen und künftige Forschungsbedarfe identifizieren“, so Leutner weiter.

So stehen auf dem Tagungsprogramm unter anderem die Analyse von Krisen als Unterrichtsthema, mehrere Formate zu Fragen der Professionalisierung von Lehrkräften angesichts vielfältiger Herausforderungen – etwa im Umgang mit zunehmend heterogenen Lerngruppen – bis hin zur Frage: Wie erforscht man die Qualität von digitalem Unterricht, wenn Lernen nicht mehr an Zeit und Ort gebunden ist?

Das vollständige Programm findet sich hier: https://www.conftool.com/gebf2023/sessions.php

Weitere Informationen:
https://gebf2023.org/
Prof. Dr. Isabell van Ackeren-Mindl, Fakultät für Bildungswissenschaften, isabell.van-ackeren@uni-due.de

Redaktion: Jennifer Meina, 0203/37 9-1205, jennifer.meina@uni-due.de

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