Portraitfotos der Forschenden
© Endberg/van Ackeren-Mindl

Digitales Klassenzimmer

Bildung vernetzen

  • von Juliana Fischer
  • 18.04.2023

Tablets, W-Lan und Lern-Apps ziehen in die Klassenzimmer ein. Wie Lehrkräfte die neuen Medien didaktisch am besten einsetzen können, untersucht der bundesweite Kompetenzverbund lernen:digital. Damit die Erkenntnisse der rund 180 Forschungsprojekte direkt in die Schulpraxis einfließen, koordiniert eine Vernetzungs- und Transferstelle zwischen Wissenschaft und Praxis. Daran ist die UDE mit zwei Teilprojekten maßgeblich beteiligt. Der Verbund startet im Frühjahr 2023.

„Die Schulen sind zunehmend besser mit Technik ausgestattet. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um Digitalisierung zu realisieren“, sagt UDE-Bildungsforscherin Dr. Manuela Endberg. „Jedoch müssen die Lehrkräfte die digitalen Werkzeuge auch pädagogisch sinnvoll einsetzen. Und da herrscht ein großer Bedarf an Qualifizierungsangeboten. Für die Lehrkräfte selbst, aber auch für die Fortbilder:innen“.

Ein Beispiel aus den Projekten der Bundesinitiative: im Projekt ComeMINT, geleitet von der UDE, entwickeln über 60 Forschende Unterrichtskonzepte und Apps für die naturwissenschaftlichen und technischen Fächer. Eingebettet ist das Projekt in das MINT-Kompetenzzentrum, eines von vier bundesweiten Kompetenzzentren, die bis August 2023 ihre Arbeit aufnehmen werden.

Damit die wissenschaftlichen Erkenntnisse für guten, digital gestützten Unterricht Teil des Lehralltags werden, vernetzt eine Transferstelle die bundesweiten Projekte und bündelt diese zu Kompetenzzentren. „Hier wird die UDE maßgeblich dazu beitragen, die bundesweiten Verbundprojekte zur digitalen Schulentwicklung zu begleiten und miteinander zu vernetzen“, erklärt van Ackeren-Mindl, die das Projekt mit leitet. Ein besonderes Augenmerk legen die UDE-Bildungsforschenden auf Fortbilder:innen in der Lehrkräfteausbildung. Sie sollen als Multiplikator:innen für digitale Kompetenzen im Fortbildungssystem aktiviert werden. Dabei ist die Nähe zum Zentrum für Lehrkräftebildung (ZLB) der UDE ein großer Vorteil. „Das ZLB ist breit vernetzt mit Akteuren der Lehrkräfteausbildung bis in die Schulpraxis hinein“.

Das Vernetzungsprojekt wird an der UDE von Prof. Dr. Isabell van Ackeren-Mindl und Dr. Manuela Endberg (beide AG Bildungsforschung) geleitet und ist zugleich am ZLB angesiedelt. Über drei Jahre hinweg erhält es 800.000 €. Der Kompetenzverbund wird finanziert durch die Europäische Union – NextGenerationEU und gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Weitere Informationen:

www.lernen.digital
Dr. Manuela Endberg, Fakultät für Bildungswissenschaften, Tel. 201 183 6228, manuela.endberg@uni-due.de

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