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Versuchszentrum für innovative Hafen- und Umschlagtechnologien

Feierliche Eröffnung

  • von Larissa Balduin-Philipps
  • 06.09.2023

Unter der Schirmherrschaft von NRWs Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer fand am 4. September 2023 die Eröffnung des Versuchszentrums für innovative Hafen- und Umschlagtechnologien (HaFoLa) statt. Die Veranstaltung wurde von der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft (JRF) und dem JRF-Institut DST – Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme, einem An-Institut der UDE, durchgeführt.

Die feierliche Eröffnung wurde durch einen fulminanten Eröffnungsakt durch Minister Krischer und einer traditionellen Water-Mixing-Cerermony begleitet. Dabei wurden Wasserproben von Schiffsforschungseinrichtungen aus aller Welt durch die Vertreterin des NRW-Umwelt- und Verkehrsministeriums, Valentina Himaj, und den DST-Fachbereichsleiters, Cyril Alias, dem Wasserbecken des Versuchszentrums beigefügt. Dieser symbolische Akt soll zu einer glücklichen und erfolgreichen Forschung beitragen.

Der Vorstandsvorsitzende der JRF, Professor Dieter Bathen, und der wissenschaftliche Leiter des JRF-Instituts DST, Professor Bettar el Moctar hoben die Bedeutung von HaFoLa für die Forschung an der Logistikinfrastruktur der Zukunft mit Fokus auf der Hafenlogistik und den landseitigen Aktivitäten in der Binnenschifffahrt hervor. Prof. el Moctar betonte zudem die gute Zusammenarbeit mit der UDE, der IHK in Duisburg sowie den zahlreichen Stakeholdern, die bereits vergangene Kooperationsprojekte wie das Versuchszentrum VeLABi und das Modellschiff ELLA auszeichneten.

Den hohen Stellenwert für die Branche und die Region unterstrich Minister Krischer: „Duisburg ist nicht nur die Stadt mit dem größten Binnenhafen Europas, sondern, dank hervorragender Forschungsarbeit am DST in der Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen und vielen weiteren Partnern, ein international anerkannter Forschungsstandort für die Entwicklung moderner Hafentechnologie und für Innovation in der Binnenschifffahrt.“

Die Rektorin der UDE, Professorin Barbara Albert, sieht die Impulse, die aus Duisburg in die Welt gehen: „Die Universität Duisburg-Essen und ihr An-Institut DST entwickeln im Duisburger Versuchszentrum für Hafen- und Umschlagtechnologien die vollautomatisierte Binnenschifffahrt von morgen. Mit dem Versuchszentrum HaFoLa eröffnen wir einen Weg, Ergebnisse aus der Automatisierungsforschung in die Umsetzung zu bringen, und leisten damit einen wichtigen Beitrag, um deutsche Häfen wettbewerbsfähig zu halten.“

Die Stimme der Unternehmen vertrat der Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK, Dr. Stefan Dietzfelbinger. Er würdigte den Einfluss der innovativen und herausragenden Hafenforschung am DST auf die Wirtschaft am Niederrhein und darüber hinaus. Abgeschlossen wurde die feierliche Eröffnung mit einem Impulsvortrag von DST-Fachbereichsleiters und Projektleiter von HaFoLa, Cyril Alias, der betonte, künftige Herausforderungen in der Binnenschifffahrt ließen sich nicht nur aus einer einzigen Fachrichtung heraus lösen, sondern bedürften einer Kombination verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen sowie Transfer in und aus der Wirtschaft.

Dem feierlichen Teil des Events war eine wissenschaftliche Vortragsveranstaltung vorausgegangen. Hierzu fanden sich zahlreiche Vertreter aus Hafenwirtschaft, Schifffahrtsgewerbe, Logistikforschung und Verwaltung am DST ein, um über die künftige Rolle der Binnenhäfen und den bevorstehenden Herausforderungen und Bewältigungsstrategien zu referieren.

Nach der Begrüßung durch Dr.-Ing. Rupert Henn (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DST) wurden Impulsvorträge zum Thema „Binnenhafen der Zukunft – Zukunft des Binnenhafens“ gegeben. Joachim Holstein, Konzernbeauftragter Binnenschifffahrt der Duisburger Hafen AG, sprach in seinem Beitrag insbesondere über die Energiewende und das große Thema Wasserstoff, das die Zukunftsstrategie des größten Binnenhafens Europas in den nächsten Jahren kennzeichnen wird. „Ein tolles Beispiel für einen nachhaltigen Umgang mit Hafenflächen durch Um- und Neunutzung ist die ehemalige Kohleinsel, die sich nun zum größten Containerbinnenterminal der Welt wandelt“, so Holstein. „In Krisenzeiten hat sich die enorme Bedeutung der Binnenhäfen als Pufferlager besonders gezeigt“, hob Marcel Lohbeck, Geschäftsführer des Bundesverbands Öffentlicher Binnenhäfen (BÖB), die immense volkswirtschaftliche Bedeutung der Binnenhäfen sowie ihre Rolle als Innovationstreiber hervor.

Die wissenschaftliche Vortragsveranstaltung wurde mit einer Führung durch das DST beendet.

Im Bild (v.l.): Projektleiter Cyril Alias, UDE-Prorektor Stefan Rumann, NRW-Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer, JRF-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Dieter Bathen und der Hauptgeschäftsführer der IHK Niederrhein, Stefan Dietzfelbinger.

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