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Gender-Report 2025

Gleichstellung an Hochschulen bleibt herausfordernd

  • 16.12.2025

Bei der Gleichstellung an den Hochschulen in NRW gibt es Fortschritte, dennoch bleiben strukturelle Ungleichheiten bestehen. Das zeigt der 400 Seiten starke Gender-Report 2025 der Koordinations- und Forschungsstelle des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW, das an der UDE angesiedelt ist. Der vom Wissenschaftsministerium geförderte Bericht erscheint alle drei Jahre und befasst sich diesmal verstärkt mit der Gleichstellungspraxis in den Fachbereichen.

Frauen stellen inzwischen rund die Hälfte der Studierenden in NRW. Auch auf den akademischen Qualifizierungsstufen und in den verschiedenen Personalgruppen nimmt ihr Anteil zu. Besonders positiv wirkt sich die Einführung von Juniorprofessuren mit Tenure Track aus, auf denen sie etwa zur Hälfte vertreten sind. Anders stellt sich die Situation auf den höchsten Karrierestufen dar: Nur rund 30 Prozent der Professuren sind weiblich besetzt. Zudem besteht ein Gender Pay Gap im wissenschaftlichen und künstlerischen Mittelbau sowie in Technik und Verwaltung. Fortschritte zeigen sich bei den Leitungsgremien: Hochschulräte sind paritätisch besetzt, und der Anteil von Rektorinnen bzw. Präsidentinnen liegt bei 42 Prozent. In den Fachbereichsleitungen hingegen bleibt der Frauenanteil mit knapp 20 Prozent gering.

Laut Gender-Report ist die Gleichstellungsarbeit auf zentraler Ebene überwiegend gut verankert. In den Fachbereichen fehlt es jedoch häufig an Zeit, Anerkennung und finanziellen Ressourcen für Gleichstellungsbeauftragte, wodurch Gleichstellung hier vielfach ein Randthema bleibt.

Gender-Report Kurzfassung:  https://www.netzwerk-fgf.nrw.de/fileadmin/media/media-fgf/download/publikationen/genderreport_2025_kurzfassung_f_web_251208.pdf
Gender-Report Langfassung: https://www.genderreport-hochschulen.nrw.de/fileadmin/media/media-genderreport/download/Gender-Report_2025/genderreport_final_f_web_251204.pdf

 

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