Prof. Dr. Christof Hartmann

Professur für Politikwissenschaft, insbesondere Internationale Beziehungen und Politik Afrikas

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Aktuelles

Wir gratulieren Dr. Jannis Saalfeld zur Promotion.

Am 20. Dezember 2023 hat Jannis Saalfeld seine kumulative Dissertation zum Thema Between resistance and integration: Islamism in sub-Saharan Africa mit Bravour verteidigt, und seine Promotion mit summa cum laude abgeschlossen. Wir gratulieren herzlich!

Wir gratulieren Dr. Henrik Maihack zur Promotion.

Am 13. Oktober 2022 hat Henrik Maihack seine Dissertation zum Thema Contested Urban Citizenship in Kenya: Citizenship Formation in Urban Informality verteidigt, und seine Promotion mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen. Wir gratulieren herzlich! Die Dissertation ist beim Nomos-Verlag erschienen

Forschungsprojekt zu Jihadismus in Afrika

Die Deutsche Stiftung Friedensforschung fördert ein neues Forschungsprojekt, das unter Leitung von Prof. Hartmann am Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) durchgeführt wird, und sich mit lokalen Dynamiken jihadistischer Radikalisierung in Afrika befasst. Im Projekt sollen die in der Forschung bisher vernachlässigten potentiellen „Nichtradikalisierungspfade“, und dabei insbesondere das präventive Potential von Parteienwettbewerb untersucht werden.

Wir gratulieren Nora Schrader-Rashidkhan zur erfolgreichen Promotion.

Am 13. August 2020 hat unser langjähriges Teammitglied Nora Schrader-Rashidkhan ihre Dissertation zum Thema Rebel Parties in African Post-Conflict Elections. Explaining party Formation and Success mit Bravour verteidigt, und ihre Promotion mit summa cum laude abgeschlossen. Wir gratulieren herzlich!

DAAD verlängert Förderung des MA DevGov im Helmut Schmidt-Programm

Der Antrag von Prof. Hartmann auf Weiterförderung des internationalen MA Development and Governance durch den DAAD wurde bewilligt. Für zunächst weitere sechs Jahre stellt der DAAD bis zu 10 Vollstipendien für das MA-Studium von besonders förderungswürdigen internationalen Studierenden aus dem Globalen Süden bereit. Wir freuen uns über diese Anerkennung und die weitere Unterstützung des Programms.

Neue Publikation zu Term Limits

In der Zeitschrift Democratization ist ein Forschungsbeitrag von Prof. Hartmann erschienen:
Authoritarian origins of term limit trajectories in Africa
In: Democratization Jg. 29 (2022) Nr. 1: 57 - 73 ISSN: 1743-890X; 1351-0347

BMBF-Kompetenznetzwerk ANCIP

Seit 2022 fördert das BMBF ein Kompetenznetzwerk, in dem Prof. Hartmann zusammen mit Kolleg:innen in Frankfurt und Leipzig sowie Partnern in Europa und Afrika nicht-militärische Interventionspraktiken afrikanischer Regionalorganisationen untersucht.

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Zwei Teilprojekte sind am INEF angesiedelt. Die systematische Erfassung der Netzwerke und Koordination von lokalen Akteuren mit nationalen und regionalen Institutionen im Bereich der Krisenfrühwarnung und Konflikttransformation wird ein genaueres Verständnis der Friedensinfrastruktur in Westafrika vermitteln. Das zweite Teilprojekt widmet sich der Frage, wie Beziehungen zwischen afrikanischen Akteuren und internationalen Partner:innen einerseits sowie lokalen Mittler:innen andererseits die Dynamik und Ergebnisse von Konfliktinterventionen beeinflussen. Weitere Infos zum Projekt und Outputs auf https://ancip-project.de/.

Reuters

DFG-Projekt zu Chinas Einfluss auf Politische Ordnung in Afrika

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Forschungsprojekt ChiTA, das Prof. Hartmann zusammen mit Prof. Noesselt (IfP/InEast) seit 2022 durchführt. Im Mittelpunkt des Projekts, das zusammen mit afrikanischen und chinesischen Partnern durchgeführt wird, und in dem auch Dr. Georg Lammich und Dr. Cao Ruixing mitarbeiten, steht die Frage, welchen Einfluss unterschiedliche political settlements in afrikanischen Staaten auf die Ausgestaltung der Interaktionen zwischen chinesischen und afrikanischen Akteuren  nehmen. Weitere Infos zum Projekt und Outputs auf https://www.chita-duisburg.org/

Buch zu Chinas Rolle in Afrika erschinen

Der von Nele Noesselt und Christof Hartmann herausgegebene Band China’s New Role in African Politics. From Non-Intervention towards Stabilization? ist bei Routledge erschienen. Er führt afrikanische, chinesische und europäische Perspektiven auf die sich verändernde Rolle sicherheitspolitische Chinas auf dem afrikanischen Kontinent zusammen.

Zur Person

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► seit April 2021
Direktor, Institut für Entwicklung und Frieden

► seit März 2016
Universitätsprofessor für Politikwissenschaft, insbesondere Internationale Beziehungen und Politik Afrikas an der Universität Duisburg-Essen

► 2010-2011, 2013-14
Geschäftsführender Direktor des Instituts für Politikwissenschaft, UDE

► 2006-2016
Universitätsprofessor für Politikwissenschaft, insbesondere Internationale Politik und Entwicklungspolitik, an der Universität Duisburg-Essen

► 2004-2006    
Juniorprofessor für sozialwissenschaftliche Transformationsforschung mit Schwerpunkt Afrika/Asien, Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik an der Ruhr-Universität Bochum, und Direktor am Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik

► 2002-2006
Visiting Lecturer im MADM Programme der School of Government, University of the Western Cape, Südafrika

► 2003-2004
Wissenschaftlicher Assistent, Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik; Ruhr-Universität Bochum

► 1999-2003
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik; und Lehrbeauftragter an der Fakultät für Sozialwissenschaft; Ruhr-Universität Bochum

► 1998-1999
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Heidelberg; DFG-Projekt Elections in Asia and the Pacific

► 1997-1998
Lehrauftrag im Corso di Perfezionamento in Cooperation and Conflict Management, Università di Bologna

► 1994-1998
Promotionsstudium, Institut für Politikwissenschaft, Universität Heidelberg; Dissertation: Externe Faktoren im Demokratisierungsprozess. Ein Vergleich afrikanischer Staaten (Betreuer: Dieter Nohlen, Klaus v. Beyme)

► 1989-1994
M.A. Studium der Politikwissenschaft; Neuere und Mittelalterliche Geschichte sowie des Öffentlichen Rechtes, Universität Heidelberg

► 1990-1991
Institut d’Etudes Politiques, Aix-en-Provence (Frankreich); Certificat d’Etudes Politiques; Option: Relations Internationales

► 1987-1989
M.A. Studium der Politikwissenschaft; Neuere und Neueste Geschichte sowie des Öffentlichen Rechtes, Universität Freiburg

Ausführlicher CV

Team

Wencke Rottländer

Sekretariat

Raum: LF 314
Telefon: (0203) 379 - 2049
Mail: wencke.rottlaender@uni-due.de

Dr. Georg Lammich

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Raum: LF 326
Telefon: (0203) 379 - 3182
Mail: Georg.Lammich@uni-due.de
Mitarbeiterprofil

Olanrewaju Ogunnubi

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Raum: LF 326
Mail: olanrewaju.ogunnubi@uni-due.de
Mitarbeiterprofil

Kabutey Doku

Doktorand

Raum: -
Telefon: -

Malin Walter

Wissenschaftliche Hilfskraft

Raum: -
Telefon: -

Julian Kügelgen

Wissenschaftliche Hilfskraft

Raum: -
Telefon: -

Cassandra Fiebig

Studentische Hilfskraft

Raum: -
Telefon: -

Lehre

Die Professur ist im Rahmen des BA-Studiengangs Politikwissenschaft verantwortlich für das Aufbaumodul 'Entwicklungsprobleme und Entwicklungspolitik' und im Rahmen des MA-Studiengangs 'Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik' für die Module 'Entwicklung' und 'Afrika'.

Inhaltliche Schwerpunkte der Lehre bestehen in den Bereichen der Entwicklungspolitik, der Internationalen Beziehungen, und der auf Entwicklungsregionen bezogenen Vergleichenden Politikwissenschaft, mit einem besonderen regionalen Schwerpunkt auf Sub-Sahara Afrika.

Aktuelle Lehrveranstaltungen

LSF

Hinweise zu Abschlussarbeiten

Sollten Sie erwägen, Ihre Abschlussarbeit bei mir zu verfassen, melden Sie bitte frühzeitig Ihr Interesse an. Ich erwarte einen inhaltlichen Vorschlag für ein Thema (oder mehrere Alternativen). Es werden keine Themen ausgegeben.

Das Thema Ihrer Abschlussarbeit sollte sich auf die Lehr- und Forschungsschwerpunkte der Professur (Entwicklungspolitik, Regionalismus, Afrikas Außenbeziehungen, Vergleichende Politik und politische Reformen in Afrika) beziehen. Nur in diesen Bereichen kann ich Ihre Arbeit kompetent betreuen und benoten.

Die Arbeiten können in englischer oder deutscher Sprache verfasst werden. Beachten Sie bitte, dass für in Englisch verfasste Arbeiten die gleichen Standards im Hinblick auf Ausdruckssicherheit und Rechtschreibung gelten. Wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zur Abschlussarbeit ist die Erstellung eines Exposés, das sowohl bei BA- wie auch bei MA-Arbeiten angefertigt werden muss.

Detaillierte Informationen zu formalen Anforderungen entnehmen Sie bitte der folgenden Handreichung.

► Prämierte Abschlussarbeiten

In den letzten Jahren wurden mehrere von Prof. Hartmann betreute Abschlussarbeiten mit dem Preis der besten Abschlussarbeit des Instituts ausgezeichnet:

• 2019 Jannis Saalfeld: On the causes of militant Islamism in sub-Saharan Africa: A comparative case study of Zanzibar and coastal Kenya

• 2018 Stephan Trappe: Electoral violence and electoral reform in Lesotho. An assessment of the causal relationship between electoral systems and electoral violence and the prospects of addressing electoral violence through electoral system reform

• 2010 Nora Schrader: Täter mit Mandat? - Rebellengruppen und Parteienwettbewerb in Liberia 

• 2009 Martin Goeke: Parteien, Parteiensysteme und Gewaltkonflikt -Eine vergleichende Analyse 30 afrikanischer Staaten

Promotion

Professor Hartmann ist an zwei strukturierten Promotionsprogrammen beteiligt:

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Promotionsprogramm Internationale Beziehungen/Friedens- und Entwicklungsforschung an der Universität Duisburg-Essen

Laufende Dissertationsprojekte an der Univ. Duisburg-Essen

  • Elvis MELIA: The Political Economy of Digital Transformation in Africa: A Comparison of Kenya, Rwanda, and Ethiopia

  • Jasmin SCHMITZ: Non-state actors’ involvement in Infrastructures for Peace

  • Olanrewaju OGUNNUBI: When Reforms Fail, What Will Actors Do? Decentralisation, Contested Institutions and Intergovernmental Relations in Nigeria

  • Kabutey DOKU: Policy Continuation in a Competitive Political Settlement: The Case of Ghana

  • Ines REINSTÄDTLER: Aid effectiveness: performance of bilateral and multilateral development cooperation from a comparative, co-operation and partner perspective (Co-Supervision mit Prof. Dr. Jörg Faust)

 

Englischsprachiges Promotionsprogramm PhD in  International Development Studies am Institut für Entwicklungsforschung der Ruhr-Universität Bochum

Laufende Dissertationsprojekte im PhD Programm in Bochum

  • Zena Mouawad: Explaining drivers of symmetric exchange of resources in inter-organizational relations: A case study of the relationship of United Nations development entities in the context of the SDG Joint Fund

  • Simon Rahn: Agency of regional organizations in the global politics of poverty reduction

 

Bisher betreute Dissertationen/ Ph.D.

  • Henrik MAIHACK: Urbanization and Changing Political Interest Organization in Kenya
  • Jannis SAALFELD: Muslim politics and collective Jihadist radicalisation in sub-Saharan Africa: A comparative case study of Ghana and Mozambique
  • Nora Schrader-RashidkhanRebel Parties in African Post-Conflict Elections. Explaining party Formation and Success
  • Georg Lammich: Kapazitätsbildende Funktionen von asymmetrischem Interregionalismus – die regionale Dimension der sino-afrikanischen Kooperation
  • Johannes Schmitt: Budget Support and Domestic Accountability in sub-Saharan Africa
  • Charlotte Heyl: Constitutional Courts’ Contribution to the Democratic Quality of Elections in Sub-Saharan Africa
  • Anika Becher: Disaggregating violence. The impact of ethnic politics, land access and inequalities on ethnic and electoral violence in Kenya and Malawi (Duisburg 2015)
  • Catherine Promise Biira: Collective Identity and Prospects for Political Integration: The Case of the East African Community (Bochum 2015)
  • Martin Goeke: Parteiwechsel und Institutional Engineering: Erklärungen und Auswirkungen von Regulierungen des Parteiwechsels auf die Konsolidierung der jungen Demokratien Afrikas (Duisburg 2014)
  • Samson Lembani: Institutions and Actors in Legislative Decisions in Africa: Analysing Institutional Contexts and Veto Players in Legislative Decisions in Malawi (Bochum 2013).
  • Ahmed Rasul Minja: Security Architecture in sub-Saharan Africa. The Case of East African Community and the Southern African Development Community (durch ein DAAD-Stipendium an der Universität Duisburg-Essen finanziert) (Duisburg 2013) (LINK: https://scholar.google.com/citations?user=yRyPz9wAAAAJ&hl=en)
  • Viviane Brunne: Public-Private Partnerships als Instrument der AIDS-Bekämpfung in Südafrika (Bochum 2007; Zweitgutachter)
  • Augustine Magolowondo: Democratisation Aid as a Challenge for Development Co-operation. A Comparative Study of Overall Policies of Two Bilateral and Two Multilateral Development Agencies and How They are Implemented in Malawi (Bochum 2005; Zweitgutachter)

Forschung

In den letzten Jahren befasse ich mich mit drei unterschiedlichen Forschungsthemen:

Dynamik des Wandels politischer Institutionen in afrikanischen Ländern

Zum einen interessiert mich die Dynamik des Wandels politischer Institutionen in afrikanischen Ländern. Mein Hauptinteresse besteht dabei in der vergleichenden Betrachtung unterschiedlicher formaler Institutionen wie insbesondere Wahl- und Regierungssystemen, der Regulierung von Parteien sowie Fragen der Dezentralisierung und vertikalen Gewaltenteilung. Aus dieser Beschäftigung resultierten Forschungsprojekte zur Parteienregulierung in Afrika (Ethnic Party Bans in Africa), zu Dezentralisierung und Föderalismus (DFG-Projekt; Buch mit Gordon Crawford). Wahlen, insbesondere in Afrika, haben mich seit jeher als Forschungsgegenstand interessiert, wobei traditionell die Analyse von Wahlsystemen im Mittelpunkt stand (DFG-Projekt Wahlen; Hartmann 2007, 2017). Mich interessieren aber auch Wahlrechtsfragen, insbesondere von Emigranten in ihren Heimatländern (Hartmann 2015). Die Bedeutung politischer Institutionen für die Bearbeitung inter-ethnischer Konflikte in Afrika habe ich sowohl mit besonderer Berücksichtigung föderaler Strukturen (Hartmann 2013) als auch aus allgemein vergleichender Perspektive beforscht (Hartmann 2018). In meiner aktuellen Forschung geht es zum einen um Reformen präsidentieller Amtszeitbeschränkungen in Afrika (Hartmann 2022) als auch weiterhin um Parteien im Kontext von Gewaltkonflikten.

Aktuelles Projekt: Die Deutsche Stiftung Friedensforschung finanziert hierzu mein Projekt Party Competition and Collective Jihadist Radicalisation in Sub-Saharan Africa, das sich mit der Varianz im subnationalen (Nicht-)Auftreten dschihadistischer Radikalisierung in Kenia, Ghana, Mosambik und Tansania befasst (Laufzeit 2020-2023). Mehr Informationen zum Projekt finden sich hier.

Regionale Kooperation in Afrika

Mein zweites Hauptinteresse gilt regionaler Kooperation in Afrika unter besonderer Berücksichtigung Westafrikas. Im Mittelpunkt steht hier die politische und sicherheitspolitische Dimension regionaler Kooperation und die Frage nach Auswirkungen auf die Mitgliedsstaaten, etwa bei der Bekämpfung unterschiedlicher Sicherheitsprobleme und humanitären Interventionen, aber auch bei der Dynamik innenpolitischer Reformen und der Regimeentwicklung. Empirisch hat sich diese Forschung primär auf die ECOWAS konzentriert und sich sowohl mit Governance Transfer (Hartmann 2013) und der Genese der ungewöhnlichen ECOWAS Interventionsnormen beschäftigt (Hartmann/Striebinger 2015), wie auch mit der Anwendung des Linkage-Leverage-Modells von Levitsky/Way auf das Verhältnis zwischen afrikanischen Regionalorganisationen und Mitgliedsstaaten (Hartmann 2016) sowie spezifischen pro-demokratischen Interventionen (Hartmann 2017). Dabei haben mich insbesondere auch die unterschiedlichen Dimensionen und Effekte des overlapping regionalism im afrikanischen Regionalismus (Hartmann 2019, 2020) interessiert.

Aktuelles Projekt: Das BMBF fördert seit 2022 ein Kompetenznetzwerk, in dem ich zusammen mit Kolleg:innen in Frankfurt und Leipzig sowie Partnern in Europa und Afrika nicht-militärische Interventionspraktiken afrikanischer Regionalorganisationen (ANCIP; African Non-Military Conflict Intervention Practices) untersucht. Zwei Teilprojekte sind am INEF angesiedelt: Die systematische Erfassung der Netzwerke und Koordination von lokalen Akteuren mit nationalen und regionalen Institutionen im Bereich der Krisenfrühwarnung und Konflikttransformation wird ein genaueres Verständnis der Friedensinfrastruktur in Westafrika vermitteln. Das zweite Teilprojekt widmet sich der Frage, wie Beziehungen zwischen afrikanischen Akteuren und internationalen Partner:innen einerseits sowie lokalen Mittler:innen andererseits die Dynamik und Ergebnisse von Konfliktinterventionen beeinflussen. Mehr Informationen zum Projekt finden sich hier.

Beziehungen Afrikas zu externen Akteuren

Drittens befasse ich mich mit den Beziehungen Afrikas zu externen Akteuren. Während hier ursprünglich unterschiedliche westliche Staaten und deren Beeinflussung von Demokratisierungsprozessen im Mittelpunkt stand (Hartmann 1998), interessiere ich mich nun stärker für die Rolle Chinas. Chinas Bedeutung für Afrika beschränkt sich schon länger nicht auf Fragen von Handel und wirtschaftlicher Entwicklung, sondern berührt in grundsätzlicher Weise die regionale Sicherheitsarchitektur und politische Ordnung in einzelnen Staaten. 2020 ist ein von mir zusammen mit Nele Noesselt herausgegebener Band zu Chinas Einfluss auf politische Stabilität und Instabilität erschienen, der afrikanische, chinesische und europäische Perspektiven vereint.

Aktuelles Projekt: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert hierzu ein Forschungsprojekt, das ich zusammen mit Nele Noesselt (IfP/InEast) seit 2022 durchführe. Im Mittelpunkt des Projekts, das zusammen mit afrikanischen und chinesischen Partnern durchgeführt wird, steht die Frage, welchen Einfluss unterschiedliche political settlements in afrikanischen Staaten auf die Ausgestaltung der Interaktionen zwischen chinesischen und afrikanischen Akteuren nehmen. Mehr Informationen zum Projekt finden sich hier.

 

Schließlich habe ich langjährige Erfahrung in der Politikberatung, hauptsächlich in den Bereichen Wahlsystemreform und Wahlhilfe, Krisenprävention und Konfliktbearbeitung, Demokratieförderung und politische Entwicklungszusammenarbeit.