Projekt DEAL

Eingeschränkter Zugriff auf Elsevier-Zeitschriften /
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Die Universität Duisburg-Essen unterstützt auf Empfehlung der Hochschulrektorenkonferenz die Verhandlungsziele des bundesweiten Projektes DEAL und hat ihre Lizenz mit dem Elsevier-Verlag (wie fast 200 andere Einrichtungen) nicht verlängert.

Zur Kompensation des entfallenen Zugriffs auf neue Inhalte seit dem 01.01.2019 sowie auf alle Elsevier-Zeitschriften, für die keine Archivrechte bestehen, bietet die Universitätsbibliothek den Hochschulangehörigen der Universität Duisburg-Essen eine kostenlose Bestellmöglichkeit an.

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Das Projekt DEAL

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) verhandelt im Rahmen des Projektes DEAL im Auftrag der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen mit den drei großen Wissenschaftsverlagen Elsevier, Springer Nature und Wiley über bundesweite Lizenzen für deren elektronischen Zeitschriften.

Die Verhandlungsziele:
  • Die DEAL-Einrichtungen haben dauerhaften Volltextzugriff auf das gesamte Titel-Portfolio (E-Journals) der ausgewählten Verlage.
  • Alle Publikationen von Autorinnen und Autoren aus deutschen Einrichtungen werden automatisch Open Access geschaltet (CC-BY, inkl. Peer Review).
  • Angemessene Bepreisung nach einem einfachen, zukunftsorientierten Berechnungsmodell, das sich am Publikationsaufkommen orientiert.

Insbesondere sollen die einzelnen Einrichtungen finanziell entlastet und der Zugang zu wissenschaftlicher Literatur für die Wissenschaft verbessert werden. Die Preissteigerungen der letzten Jahre in diesem Segment drohen sonst zu Angebotseinschränkungen in den einzelnen Einrichtungen zu führen.

Elsevier

Die DEAL-Projektgruppe hat die seit 2016 laufenden Verhandlungen mit Elsevier im Juli 2018 erneut unterbrochen. Als Begründung nennt Prof. Dr. Hippler, Verhandlungsführer und Sprecher des DEAL-Lenkungssausschusses, überhöhte Forderungen des Verlags. Weitere Informationen finden Sie hier.

Damit rückt ein DEAL-Vertrag zurzeit in weite Ferne. Um den Verhandlungsdruck zu erhöhen, ist die UDE dem Beispiel von rund 200 Wissenschaftseinrichtungen gefolgt und hat ihren Elsevier-Vertrag nicht verlängert. Dies bedeutet für die Angehörigen der UDE, dass sie seit dem 01.01.2019 nur noch eingeschränkten Zugriff auf die Zeitschrifteninhalte von Elsevier haben.

Für ca. 150 Zeitschriftentitel, die bisher abonniert wurden, besteht weiterhin der Zugriff auf die Inhalte bis einschließlich 2018. Die neuen Inhalte ab 2019 stehen nicht zur Verfügung. Eine Liste der Titel finden Sie hier.

Entfallen ist der Zugriff auf ca. 2000 weitere Zeitschriftentitel, die im Rahmen des bisherigen Vertrages zusätzlich zur Verfügung standen („Freedom Collection“), für die die UB keine Archivrechte besitzt.

Springer Nature

Am 22. August 2019 vermeldeten die Verhandlungspartner die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding (MoU), das die Eckpunkte eines zukünftigen Vertrages skizziert. Dieser soll im Herbst 2019 unterzeichnet werden (s. Pressemitteilung der HRK).

Bisher bekannten Eckpunkte sind u.a.:
- Laufzeit: 2020-2022
- Publish and Read-Fee für den dauerhaften Zugriff auf 1.900 Zeitschriften der Portfolios von Springer, Palgrave, Adis und Macmillan sowie das OA-Publizieren in diesen Hybrid-Zeitschriften
- 20% Rabatt auf den Listenpreis für das OA-Publizieren in den BioMed Central und SpringerOpen Zeitschriften
- Nicht enthalten in der Publish and Read-Komponente sind Nature und Nature branded journals sowie reine Fachzeitschriften und Magazine, wie zum Beispiel ATZ und MTZ sowie Scientific American oder Spektrum der Wissenschaft, für die es weitere eigene Verträge geben wird.

Für 2019 hatte man sich erneut auf die Fortführung der bestehenden Springer- und Nature-Verträge als Übergangslösung verständigt, sodass der Zugriff unverändert erhalten blieb.

Wiley

Am 15.01.2019 konnte ein erster Vertragsabschluss im Rahmen der DEAL-Verhandlungen mit dem Verlag Wiley bekanntgegeben werden, dem die UDE nach Vorliegen der Unterlagen im April beigetreten ist.

Der Vertrag mit der Laufzeit 2019 bis 2021 bietet den Zugriff auf das komplette Zeitschriftenportfolio des Verlags Wiley mit Archivrechten zurück bis 1997 sowie eine umfassende Open‐Access‐Komponente. Alle Artikel von Submitting Corresponding Authors aus den teilnahmeberechtigten Einrichtungen werden bei Zustimmung der Autorinnen und Autoren im Open Access publiziert – sowohl (ab dem 22.01.2019) in den originären Open‐Access‐Zeitschriften als auch (ab dem 01.07.2019) in den Subskriptionstiteln von Wiley (siehe dazu: Informationen für Autorinnen und Autoren).

Die Kosten setzen sich aus zwei Komponenten zusammen: einer Publish&Read‐Fee, die die OA‐Veröffentlichungen in Subskriptionstiteln und den lesenden Zugriff auf das Zeitschriftenportfolio abdeckt, und den Article Processing Charges für Veröffentlichungen in Gold‐Open‐Access‐Zeitschriften.

Über den aktuellen Stand der DEAL-Verhandlungen werden wir Sie laufend weiter informieren.

Kontakt

Insa Züchner
Campus Essen, R09 T00 L88
0201 / 183-3695
Campus Duisburg, LK119
0203 / 379-2083