Projekt DEAL

Das Projekt DEAL

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) verhandelt im Rahmen des Projektes DEAL im Auftrag der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen mit den drei großen Wissenschaftsverlagen Elsevier, Springer Nature und Wiley über bundesweite Lizenzen für deren elektronischen Zeitschriften.

Die Verhandlungsziele:

  • Die DEAL-Einrichtungen haben dauerhaften Volltextzugriff auf das gesamte Titel-Portfolio (E-Journals) der ausgewählten Verlage.
  • Alle Publikationen von Autor:innen aus deutschen Einrichtungen werden automatisch Open Access geschaltet (CC-BY, inkl. Peer Review).
  • Angemessene Bepreisung nach einem einfachen, zukunftsorientierten Berechnungsmodell, das sich am Publikationsaufkommen orientiert.

Insbesondere sollen die einzelnen Einrichtungen finanziell entlastet und der Zugang zu wissenschaftlicher Literatur für die Wissenschaft verbessert werden. Die Preissteigerungen der letzten Jahre in diesem Segment drohen sonst zu Angebotseinschränkungen in den einzelnen Einrichtungen zu führen.

Kontakt

Insa Züchner

Campus Essen, R09 T00 L88
0201 / 183-3695
Campus Duisburg, LK119
0203 / 379-2083

Elsevier

Die DEAL-Projektgruppe hat die seit 2016 laufenden Verhandlungen mit Elsevier im Juli 2018 unterbrochen und seitdem nicht wieder aufgenommen. Als Begründung nannte Prof. Dr. Hippler, der damalige Verhandlungsführer und Sprecher des DEAL-Lenkungssausschusses, überhöhte Forderungen des Verlags. Weitere Informationen finden Sie hier.

Damit rückte ein DEAL-Vertrag in weite Ferne. Um den Verhandlungsdruck zu erhöhen, folgte die UDE dem Beispiel von rund 200 Wissenschaftseinrichtungen und verlängerte ihren Elsevier-Vertrag nicht. Dies bedeutet für die Angehörigen der UDE, dass sie seit dem 01.01.2019 nur noch eingeschränkten Zugriff auf die Zeitschrifteninhalte von Elsevier haben.

Für ca. 150 Zeitschriftentitel, die bisher abonniert wurden, besteht weiterhin der Zugriff auf die Inhalte bis einschließlich 2018. Die neuen Inhalte ab 2019 stehen nicht zur Verfügung. Eine Liste der Titel finden Sie hier.

Entfallen ist der Zugriff auf ca. 2000 weitere Zeitschriftentitel, die im Rahmen des bisherigen Vertrages zusätzlich zur Verfügung standen („Freedom Collection“), für die die UB keine Archivrechte besitzt.

Zur Kompensation des entfallenen Zugriffs bietet die Universitätsbibliothek den Hochschulangehörigen der UDE eine kostenlose Bestellmöglichkeit an.

Zum Bestellformular für Artikel aus Elsevier-Zeitschriften

Springer Nature

Am 9. Januar 2020 gaben die Verhandlungspartner die Unterzeichnung des DEAL-Vertrags bekannt. Der vollständige Vertragstext wurde auf der Webseite des Projekts veröffentlicht.

Eckpunkte sind u.a.:

  • Laufzeit: 2020 - 2022
  • Publish-and-Read-Fee für den dauerhaften Zugriff auf rund 2000 Zeitschriften der Portfolios von Springer, Palgrave, Adis und Macmillan sowie das OA-Publizieren in diesen Hybrid-Zeitschriften (ab dem 01.01.2020)
  • zentral administrierte Publizieren in Gold-Open-Access-Zeitschriften ab dem 01.08.2020, dabei 20 % Rabatt auf den Listenpreis für BioMed Central und SpringerOpen Zeitschriften
  • Nicht enthalten in der Publish-and-Read-Komponente sind Nature und Nature branded journals sowie reine Fachzeitschriften und Magazine, wie zum Beispiel ATZ und MTZ sowie Scientific American oder Spektrum der Wissenschaft, für die es weiter eigene Verträge geben wird.

Die UDE ist dem Vertrag mit Rektoratsbeschluss vom 15.04.2020 beigetreten. Die Publish&Read-Fee und damit die Kosten für das OA-Publizieren in Hybrid-Zeitschriften werden für 2022 weiter zentral finanziert ebenso wie die Article Processing Charges (APCs) für Veröffentlichungen in Gold-Open-Access-Zeitschriften.

Eine aktuelle Übersicht aller durch den Vertrag abgedeckten Zeitschriften finden Sie hier. Bitte beachten Sie, dass die zentrale Finanzierung des OA-Publizierens durch die Universität für die Publikationsmodelle "Fully Open Access" und "Hybrid (Open Choice)" gilt, aber nicht für eine begrenzte Anzahl von Titeln im Publikationsmodell "Hybrid (Third Party)" sowie "Subscription-only".

Wiley

Am 15.01.2019 konnte ein erster Vertragsabschluss im Rahmen der DEAL-Verhandlungen mit dem Verlag Wiley bekanntgegeben werden, dem die UDE beigetreten ist.

Der Vertrag mit der Laufzeit 2019 bis 2021, der inzwischen für das Jahr 2022 verlängert wurde, bietet den Zugriff auf das komplette Zeitschriftenportfolio des Verlags Wiley mit Archivrechten zurück bis 1997 sowie eine umfassende Open‐Access‐Komponente. Alle Artikel von Submitting Corresponding Authors aus den teilnahmeberechtigten Einrichtungen werden bei Zustimmung der Autor:innen im Open Access publiziert – sowohl in den originären Open‐Access‐Zeitschriften als auch in den Subskriptionstiteln von Wiley (siehe dazu: Informationen für Autorinnen und Autoren).

Die Kosten setzen sich aus zwei Komponenten zusammen: einer Publish&Read‐Fee, die die OA‐Veröffentlichungen in Subskriptionstiteln und den lesenden Zugriff auf das Zeitschriftenportfolio abdeckt, und den Article Processing Charges für Veröffentlichungen in Gold‐Open‐Access‐Zeitschriften. Für 2022 werden die Kosten weiter zentral finanziert.

Eine aktuelle Übersicht aller durch den Vertrag abgedeckten Zeitschriften finden Sie hier. Bitte beachten Sie, dass für eine begrenzte Anzahl von Subskriptions-Titeln die Möglichkeit des OA-Publizierens nicht besteht (Revenue Model = SUBS).

Über den aktuellen Stand der DEAL-Verhandlungen werden wir Sie laufend weiter informieren.