Lehr-Lern-Strategie

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Lehr-Lern-Strategie

Mit der Lehr-Lern-Strategie definieren wir als Hochschullehrende, Mitarbeiter*innen und Studierende an der Universität Duisburg-Essen (UDE) übergreifende Ziele zur Weiterentwicklung von Studium, Lehre und Bildung. Ausgehend von unserem Selbstverständnis als Organisation, unserem Bildungsauftrag und dem Qualifikationsprofil unserer Absolvent*innen orientieren wir die Ausarbeitung und Umsetzung unserer Maßnahmen an strategischen Zielebenen. Die Zielerreichung überprüfen wir regelmäßig anhand geeigneter Indikatoren.

Entstehungsprozess

Die Lehr-Lern-Strategie ist das Ergebnis eines breit angelegten Diskussionsprozesses innerhalb unserer Universität. Lehrende, Studierende, Hochschulleitung und Fakultäten haben sich darauf verständigt, welches Leitbild und welche Ziele die UDE in den nächsten Jahren verfolgt. Die Strategie ist prägend für die Gestaltung von Studium, Lehre und Bildung. Sie definiert Erwartungen an Lehrende und Lernende, zeigt einen Orientierungsrahmen für die Rekrutierung engagierter Lehrpersonen auf und ist ein Referenzpunkt für strategische Vorhaben in benachbarten Feldern, wie etwa der Forschung, der Digitalisierung, der Internationalisierung, der gesellschaftlichen Verantwortung und dem Transfer. Die Entwicklung der Strategie erfolgte partizipativ. Eine fakultäts- und statusgruppenübergreifende Strategiegruppe hat den Prozess über ein Jahr maßgeblich unterstützt. Die darauffolgende Diskussion in Universitätskommission, Senat, Studiendekan*innenrunde und Hochschulrat hat den Strategieprozess durch viele Beiträge bereichert. Mithilfe von Befragungen unter Lehrenden und Studierenden konnten wichtige Perspektiven gewonnen und eine Grundlage dafür geschaffen werden, strategische Maßnahmen indikatorbasiert zu steuern.

Verabschiedet durch das Rektorat am Datum auf Grundlage der Beratungen der Studiendekan*innenrunde (Datum), der Universitätskommission für Studium, Lehre und Weiterbildung (Datum), des Hochschulrats (Datum) und des Senats (Datum).

Unser Selbstverständnis


Wir übernehmen Verantwortung in einer Region im Herzen Europas, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Wandlungsprozesse erfolgreich zu gestalten und die vorhandenen Potenziale noch besser zu entfalten. Als Mitglieder:innen einer großen Voll- und Forschungsuniversität setzen wir uns dafür ein, Menschen vielfältiger sozialer und kultureller Herkunft einen Zugang zu akademischer Bildung auf hohem Niveau zu ermöglichen.

Mit der Förderung ihres Studienerfolgs tragen wir in der deutschen Universitätslandschaft in besonderem Maße dazu bei, Hürden im Bildungssystem weiter abzubauen und das Fachkräftepotenzial unserer Region, nicht zuletzt für die Wissenschaft selbst, weiter zu erschließen.

In unseren Studiengängen stehen wir für ein qualitativ hochwertiges Studium ein, das sich durch eine wissenschafts- und forschungsbasierte Lehre, innovative Lehr-Lern-Konzepte und die Schaffung von Räumen zur Diskussion und Reflexion auszeichnet. Als systemakkreditierte Universität sind wir nationalen wie auch internationalen Standards verpflichtet. Wir widmen uns kontinuierlich und auf allen Ebenen der evidenzgestützten Sicherung und Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre. Wir verstehen uns als eine Gemeinschaft, die von allen Mitgliedern der Universität getragen wird. Wir sind Teil der Gesellschaft, die wir durch unser Wirken in Bildung und Forschung aktiv mitgestalten. Hierzu fördern wir Perspektivwechsel, die interdisziplinäre Vernetzung und die wertschätzende, breite Beteiligung aller Hochschullehrer:innen, Mitarbeitenden und Studierenden. Unser Handeln erfolgt in Übereinstimmung mit den Regeln und Werten guter wissenschaftlicher Praxis.

Wir verstehen uns als lernende Organisation, die in ihrer strategischen Entwicklung gesellschaftliche Wandlungsprozesse berücksichtigt. Als moderne und weltoffene Universität schaffen wir einen Ort der Vielfalt, der Wertschätzung und des Respekts, an dem Studierende und Beschäftigte ihr Potenzial und ihre Leistungsbereitschaft bestmöglich und nachhaltig entfalten und ihre Ideen einbringen können. Die bewusste und zielgerichtete Förderung und Gestaltung von Vielfalt sind für uns integrale Bestandteile der Hochschulentwicklung. Mit einer diversitätssensiblen Gestaltung von Studium und Lehre erkennen wir an, dass Diversität einen positiven Einfluss auf das Lernen, Lehren und die Persönlichkeitsentwicklung hat. Wir profitieren von den unterschiedlichen Erfahrungen und Fähigkeiten, die Studierende, Mitarbeitenden und Hochschullehrerenden beispielsweise aufgrund ihrer Vorbildung, ihres Alters oder ihrer Herkunft mitbringen. Unsere Absolvent:innen tragen diesen wertschätzenden Umgang mit Diversität weiter und gestalten auf diese Weise den Wandel in Gesellschaft, Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und den Schulen in der Region.

Qualifikationsprofil unserer Absolvent*innen

Die Vielfalt unserer Studierenden und eine für Vielfalt und Veränderung offene Haltung aller Akteursgruppen tragen zu einem anregenden Lehr- und Lernumfeld bei. Im Vordergrund steht für uns die fachliche und überfachliche Qualifizierung diversitätssensibler Absolvent:innen, die Verantwortung für sich und die Gesellschaft übernehmen wollen und können. Als akademisch gebildete, reflektierte und selbstbewusste Persönlichkeiten begreifen sie transformative gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische Entwicklungen als Chance, die eigene Umwelt durch ihr berufliches Wirken und Engagement nachhaltig zu verbessern. Sie fühlen sich der Region verbunden, sind zugleich weltoffen und bereit, ihre Kompetenzen ein Leben lang weiterzuentwickeln. Sie überzeugen in Führungspositionen durch ihre wissenschaftlich fundierten Fachkenntnisse, ihr reflektiertes Handeln und ihren Anspruch, Veränderungen gut und sozial gerecht zu gestalten.

Mit unserem Studienangebot bereiten wir unsere Absolvent:innen für den nationalen und internationalen Arbeitsmarkt vor. Nach ihrem Bachelorabschluss verfügen sie über breite Fachkenntnisse und sind bereits in dieser Phase für inter- wie auch transdisziplinäre Ansätze sensibilisiert. Unser überregional sichtbares Angebot an forschungsorientierten Master-Studiengängen gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Kompetenzen fachbezogen oder interdisziplinär zu vertiefen. Auf diese Weise fördern wir ihre Chancen, sich für sehr verantwortungsvolle Positionen zu qualifizieren.

Ein Profilmerkmal unserer Universität ist die Lehramtsausbildung, in der wir die Herausforderungen der Schulpraxis mit standort- spezifischen Ausbildungsschwerpunkten zum Umgang mit Heterogenität und digitalisierungsbezogenen Kompetenzen angehender Lehrkräfte verbinden. Bei der Vorbereitung zukünftiger Ärztinnen und Ärzte legen wir Wert auf eine wissenschaftliche und praktische Ausbildung, die das eigenverantwortliche und selbständige ärztliche Handeln fördert. Wir befähigen unsere Studierenden, nach ihrem Studium auf Basis fundierten Wissens mit komplexen Handlungssituationen umzugehen, in denen sie ihre Fähig- und Fertigkeiten dafür einsetzen, Problemlösungen zu entwickeln und umzusetzen. Sie sind dazu in der Lage, auf Basis wissenschaftlicher Fakten und Erkenntnisse Umwelt und Gesellschaft zu analysieren, zu erhalten und nachhaltig zu verbessern. Im wissenschaftlichen Diskurs ist es unverzichtbar, die eigene Position mit anderen abzugleichen, kritisch-reflektierend zu hinterfragen und gegensätzliche Standpunkte auszuhalten. Unsere Absolvent:innen müssen wissenschaftlich nicht erhärtbare Daten und Informationen erkennen, entkräften und ihrer Verbreitung entgegenwirken können. Dies zu lernen, ist im Sinne einer sachorientierten und konstruktiven Teilhabe am wissenschaftlichen Diskurs ein zentrales Ziel bei der Ausbildung der Studierenden und ihrer Entwicklung zu reflektierten und selbstbewussten Persönlichkeiten, die auch über Disziplingrenzen hinweg denken.

Unsere Absolvent:innen tragen zum guten Ruf der Universität bei, indem sie in ihrem gesellschaftlichen und beruflichen Handeln überzeugen. Ihre Entwicklung fördern wir mit einem Studienangebot, dessen Ausgestaltung sich an fächerübergreifenden didaktischen Leitlinien orientiert.

Strategische Zielebenen

Die strategische Weiterentwicklung von Studium und Lehre an der UDE richten wir in Anlehnung an den Wissenschaftsrat (2022) an vier zentralen Zielebenen aus, die den Kern einer zukunftsgerichteten akademischen Bildung prägen: Gemeinschaftliches Lernen und akademische Identität, Aktualitätsbezug und Veränderungsfähigkeit, Diversität und Chancengleichheit sowie Evidenzbasierte Weiterentwicklung. Diese Zielebenen stehen in enger Wechselwirkung zueinander und rahmen eine lernorientierte, reflektierte und gesellschaftlich relevante Hochschulentwicklung. Sie betonen die Verantwortung unserer Universität, Lernprozesse kontinuierlich zu stärken, Studierende in ihrer akademischen und persönlichen Identitätsbildung zu fördern, aktuelle gesellschaftliche und wissenschaftliche Entwicklungen aufzugreifen, Vielfalt als Qualitätspotenzial zu verstehen und Entscheidungen im Bildungsbereich auf wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zu stützen.

Gemeinschaftliches
Lernen und akademische Identität

Aktualitätsbezug
und Veränderungsfähigkeit

Diversität
und
Chancengleichheit

Evidenzbasierte
Weiterentwicklung von Studium und Lehre

Monitoring der Lehr-Lern-Strategie

Zur Nachverfolgung der in der Strategie benannten Ziele werden Entwicklungen im Rahmen eines Monitorings aufbereitet. Es operationalisiert Aspekte der darin enthaltenen Zieldefinitionen, unterlegt diese mit statistischen Schlaglichtern bzw. Indikatoren und bezieht jeweils einen zusammenfassenden Bericht der Maßnahmen mit ein, die zu der Erreichung dieser Ziele beitragen. Das Monitoring der Lehr-Lern-Strategie ist nach Eingabe der Hochschulkennung der UDE abrufbar. 

Zum Monitoring

Ansprechpartner*innen

Prorektor für Studium, Lehre und Bildung  Geschäftsführung Zentrum für Hochschulqualitätsentwicklung
Prof. Dr. Stefan Rumann Dr. Nicole Auferkorte-Michaelis
+49 201 183-4300 +49 203 379-7006
rumann.prorektor@uni-due.de nicole.auferkorte-michaelis@uni-due.de