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Humboldt-Forschungspreisträger in den Ingenieurwissenschaften

Wie entstehen Nanoteilchen?

von Dr. Alexandra Nießen | 8.06.2017 | Forschung/ZurPerson/Presseinfo

Mathematik hilft bei sauberem Autofahren: Prof. Dr. Markus Kraft (51) untersucht in der Theorie, wie Nanopartikel das bewirken könnten. Er ist derzeit Gast bei Prof. Dr. Christof Schulz an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Duisburg-Essen (UDE). Finanziert wird sein Aufenthalt durch den Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Um die Eigenschaften der Nanoteilchen zu verstehen, wird er mathematisch modellieren, wie sie entstehen und wachsen. Versteht man diese Prozesse, lassen sie sich kontrollieren und Materialien mit gewünschten Eigenschaften entwickeln. So soll es u.a. möglich werden, Partikel herzustellen, durch die etwa Motoren weniger Schadstoffe ausstoßen. Auch andere Industriezweige könnten von diesen Erkenntnissen profitieren, z.B. um Chemieprodukte wie Lacke oder Farben besser und preiswerter herzustellen.

Markus Kraft studierte Technoinformatik, Physik und Informatik bis 1992 an der Universität Kaiserslautern. Nach seiner Promotion in Chemie (1997) forschte er an der Universität Karlsruhe und am Berliner Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik. 1999 wechselte er als Lecturer nach England an die University of Cambridge und forscht dort seit 2009 als Professor für chemische Verfahrenstechnik. Zudem leitet er seit 2013 das Cambridge Centre for Research and Education in Singapur. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet.

 

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Markus Kraft, University of Cambridge, mk306@cam.ac.uk
Prof. Dr. Christof Schulz, Institut für Verbrennung und Gasdynamik, Tel. 0203/379-8163, christof.schulz@uni-due.de