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Projekt: Rückenfreundliche Arbeitsplätze in der Logistik

Maschine statt Mensch

von Ulrike Bohnsack | 19.10.2017 | Forschung|Presseinfo

Die Logistikbranche boomt, doch es fehlen Fachkräfte – auch weil viele Tätigkeiten richtig ins Kreuz gehen. Das soll sich mit ADINA ändern. Das Projekt, an dem die Universität Duisburg-Essen (UDE) beteiligt ist, setzt auf Automatisierungstechnik und ergonomische Unterstützung.

Waren umpacken, ins Lager bringen, einsortieren und für den Weitertransport vorbereiten – körperlich sind solche Arbeiten belastend. Über den Tag verteilt können schnell mehrere Tonnen Gewicht zusammenkommen, die ein Mitarbeiter hebt und trägt – oft auf engem Raum. Kein Wunder, dass der Branche die Mitarbeiter ausgehen. Lagerfachkräfte, Containerpacker und Kommissionier werden jetzt schon gesucht.

ADINA soll helfen, die Arbeitsplätze ergonomischer und damit attraktiver zu machen. Die sechs Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft möchten Konzepte entwickeln, wie sich Automatisierungstechnik einsetzen lässt, und diese in der Praxis testen.

Roboter erledigen die Handarbeit

„Körperstützen, so genannten Exoskelette, oder künftig Roboter können schwere Handarbeit erleichtern oder sogar ganz übernehmen. Solche Lösungen möchten wir identifizieren und dann beleuchten, ob sie für unterschiedliche Kommissionier- und Umschlagsprozesse überhaupt taugen“, erklärt Prof. Dr. Bernd Noche vom Zentrum für Logistik und Verkehr (ZLV), der das Projekt von Uni-Seite koordiniert.

Besonders ins Kreuz geht es Mitarbeitern beispielsweise, wenn sie Stapler be- bzw. entladen „Meist liegt das Regal nicht auf derselben Höhe. Deshalb soll es bei Kommissionierfahrzeugen einen automatisierten Niveauausgleich geben“, so Noche. „Jedoch sind solche technischen Lösungen teilweise noch nicht ausgereift, und das manuelle Heben geht wesentlich schneller.“

ADINA (Automatisierungstechnik und Ergonomieunterstützung für innovative Kommissionier- und Umschlagkonzepte der Logistik in NRW) wird für drei Jahre mit etwa 1,2 Millionen Euro gefördert. Die Mittel kommen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und vom Land NRW. Die Projektleitung hat die FOM Hochschule

Weitere Informationen: www.uni-due.de/zlv/adina.php

Prof. Dr. Bernd Noche, Zentrum für Logistik und Verkehr (ZLV), Tel. 0203/379-2785, bernd.noche@uni-due.de