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Visuelle Mehrsprachigkeit der Metropole Ruhr

Neu: Atlas

von Beate Kostka | 28.09.2018 | Forschung|Presseinfo

Die Ergebnisse des Forschungsprojekts Metropolenzeichen sind jetzt in Buchform erschienen. Der Atlas zur visuellen Mehrsprachigkeit der Metropole Ruhr präsentiert anhand von ca. 700 Abbildungen, mit welchen sichtbaren Zeichen der Mehrsprachigkeit der öffentliche Raum in der Ruhrregion ausgestattet ist.

Das Haltestellenschild am Weltkulturerbe Zollverein begrüßt die Gäste in fünf verschiedenen Sprachen, regionale Spezialitätenläden preisen ihre Waren in Polnisch und Deutsch an: Wie sich die Sprachenvielfalt im Ruhrgebiet im öffentlichen Raum sichtbar niederschlägt, untersuchte das Forschungsprojekt Metropolenzeichen zwischen 2014 und 2017. Es verband Sprachwissenschaftler, Integrationsforscher und Stadtsoziologen der Universitäten Duisburg-Essen (UDE) und Bochum (RUB) und wurde durch das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) gefördert.

Anhand von ca. 700 Abbildungen (Karten, Fotos und Grafiken) wird gezeigt, mit welchen sichtbaren Zeichen der Mehrsprachigkeit der öffentliche Raum im Ruhrgebiet ausgestattet ist. Angesichts der internationalen Herkunft der Bevölkerung interessiert insbesondere, inwieweit sich die Vielfalt der Bevölkerung in der Vielfalt der Sprachen widerspiegelt, wo und warum welche Sprachen (z.B. Deutsch, Englisch, Polnisch und Türkisch) verwendet werden und wie die Sichtbarkeit der Sprachen von der Bevölkerung bewertet wird. Grundlage ist eine Querschnittsstudie für die Städte Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund.

Die Ergebnisse des Projekts gibt Behörden und Verbänden neue Perspektiven für die Gestaltung ihrer jeweiligen sprachlichen Umgebung, speziell auch mit Blick auf die aktuelle Zuwanderung.

Weitere Informationen:
https://www.uvrr.de/gemanistik/metropolenzeichen.html
https://www.uni-due.de/2017-08-02-metropolenzeichen