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SG-Gebäude an der Geibelstraße

Big Beautiful Building

von Beate Kostka | 18.10.2018 | Campus|Presseinfo

Große Ehre: Die Initiative StadtBauKultur NRW zeichnete das Gebäude SG an der Geibelstraße am Uni-Campus Duisburg mit dem Titel „Big Beautiful Building“ aus. Gabriele Willems, Geschäftsführerin Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Dr. Armin Lövenich aus der Duisburger BLB-Niederlassung und Rektor Prof. Ulrich Radtke nahmen den Preis am 18. Oktober entgegen.

Filigran, elegant und licht wurde in den fünfziger Jahren gebaut, auch die Schule Geibelstraße ("SG"-Gebäude) legt davon Zeugnis ab. "Schon im Entree treffen die Besucher und Nutzer des Gebäudes auf ein großzügiges, helles Treppenhaus mit schwungvollem Geländer. Die aufgelockerte Winkelbauweise setzt diesen positiven Gesamteindruck weiter fort", erläuterte Prof. Christa Reicher von der TU Dortmund bei der Preisverleihung.

Das Projekt „BigBeautifulBuildings – Als die Zukunft gebaut wurde“ wurde von der Initiative Stadtbaukultur e.V. mit verschiedenen Sponsoren zum Kulturerbejahr 2018 ins Leben gerufen. Sie beschäftigt sich insbesondere mit den Gebäuden aus der Zeit des Wiederaufbaus und des Wirtschaftswunders von ca. 1950 bis ca. 1975.

Das heutige SG-Gebäude wurde 1957 als Annette-von-Droste-Hülshoff-Realschule fertiggestellt. Der Entwurf aus dem Hochbauamt der Stadt Duisburg setzte sich in einem Wettbewerb durch. Das Ensemble diente zunächst als Mädchenschule, später wurden auch Jungen aufgenommen. 1992 erwarb das Land NRW für die wachsende Universität Duisburg.

Vielseitige Nutzung

Bis heute ist die weitläufige Anlage ein wichtiges Lehr-, Forschungs- und Bürogebäude der Universität Duisburg-Essen – nicht nur wegen der flexibel nutzbaren Aula in der ersten Etage. Es ist zugleich Sitz des Akademischen BeratungsZentrums Studium und Beruf, des Akademischen Auslandsamts, des Studierendensekretariats und des 2006 eröffneten Universitätsarchivs. Bis 2011 beherbergte der Gebäudekomplex zudem das Salomon-Ludwig-Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte, das dann in das Rabbinerhaus nach Essen umzog. Zeitweise waren hier auch das Institut für Entwicklung und Frieden (INEF), die Ostasienwissenschaften sowie das Labor der Wasserchemie untergebracht.

„Als Universität haben wir nicht nur einen großen Bedarf an Nutzungsflächen, sondern auch vielfältige Ansprüche an unsere Gebäude. Das ehemalige Schulgebäude auf der Geibelstraße zeigt, wie diesen Bedürfnissen einerseits entsprochen und andererseits der stimmige Charakter des Gebäudes bewahrt werden kann“, betont der Rektor der Universität Duisburg Essen, Prof. Dr. Radtke.

Die architektonische Gestaltung ist typisch für ihre Entstehungszeit des Gebäudes. Es hebt sich klar von der umliegenden Bebauung durch Nutzung und Baustil ab und fügt sich dennoch in die Architektur ein. Die städtische Verknüpfung der bestehenden Blockrandbebauung mit der aufgelockerten Bebauung im Innenhof ist bis heute vorbildlich.

„Die vielen Bau- und Modernisierungsmaßnahmen in den letzten zwei Jahrzehnten haben dazu beigetragen, dass das Gebäude auch heute noch ein Juwel der Architektur der fünfziger Jahre ist. „Es ist ein positives Beispiel dafür, dass auch ohne formalen Denkmalschutz behutsam mit der Bausubstanz umgegangen werden kann“, freut sich Dr. Armin Lövenich für den BLB, dem Eigentümer der Liegenschaft.

Weitere Informationen:
https://www.uni-due.de/de/universitaet/gebaeude_duisburg_sg.php
https://bigbeautifulbuildings.de/