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Nachruf

Prof. Dr. Othmar Nikola Haberl

von Beate Kostka | 11.02.2019 | Zur Person|Presseinfo|Gestorben

Engagiert und hochgeschätzt in Forschung, Lehre und Selbstverwaltung: Das war Prof. Dr. Othmar Nikola Haberl. Der Politikwissenschaftler und Osteuropaexperte verstarb jetzt im Alter von 75 Jahren. Seit 1974 hatte er an der Universität Duisburg-Essen (UDE) und ihrer Vorgängereinrichtung gelehrt und geforscht. Als hellwach, streitlustig und konstruktiv bei der Lösungssuche behalten ihn seine Forschungskollegen, Studierenden und Gremienvertreter in Erinnerung.

1943 in Sarajevo geboren, siedelte Haberl mit 13 Jahren nach Nordrhein-Westfalen um. 1964 begann er sein Studium an den Universitäten Münster, Heidelberg und der FU Berlin Politikwissenschaft, osteuropäische Geschichte und Slawistik. Seine Dissertation aus dem Jahr 1974 beleuchtete die Parteiorganisation und nationale Frage in Jugoslawien. Im selben Jahr wurde Haberl Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Essen. Hier wurde er auch 1983 habilitiert und 1984 zum Professor auf Zeit ernannt.

1989 übernahm Haberl dann Vertretungsprofessuren an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität der Bundeswehr Hamburg. 1991 ernannte ihn die Universität Essen zum Außerplanmäßigen Professor, 1992 übernahm er eine Vertretungsprofessur an der Universität Jena. Noch im selben Jahr folgte er der Berufung als Universitätsprofessor an der Universität Essen.

Von 1994 bis 2000 war Othmar Haberl Dekan des Fachbereichs Philosophie, Geschichts-, Religions- und Sozialwissenschaften. Anschließend wurde er zum Vorsitzenden des Senats gewählt. Auch nach der Fusion mit der Universität Duisburg im Jahr 2003 übte er dieses Amt weitere fünf Jahre aus. Im April 2009 trat er in den Ruhestand.
 

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