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Sieg beim BMBF Kreativ-Workshop

Mikroorganismen besser kultivieren

  • von Cathrin Becker
  • 15.04.2019

Mikroorganismen sind die häufigsten Lebewesen unseres Planeten und erfüllen wichtige Umweltprozesse, z.B. bei der Umsetzung von Treibhausgasen. Verstehen kann man sie am besten, wenn man sie im Labor züchtet und dort unter die Lupe nimmt. Das geht jedoch nur bei ca. ein Promille (0.1%) aller Mikroorganismen – da geht noch mehr! Das dachte sich ein Team von sechs schlauen Köpfen, inklusive Prof. Alexander Probst.

Mit einem kreativen Konzept sicherte sich die Forschergruppe den ersten Platz im „Culture Workshop“ des Bundesforschungsministeriums. Ihr Gewinn: 200.000 Euro Fördergeld durch einen Kurzantrag und gute Bedingungen für einen BMBF-Vollantrag.

Warum lässt sich nur eine so geringe Menge im Labor züchten? „Das liegt unter anderem daran, dass man die Umwelt der Mikroorganismen nicht immer 1:1 nachstellen kann und wir auch nicht immer alle Bedingungen kennen, die sie benötigen“, so Prof. Probst. „Viele Mikroorganismen brauchen einen anderen biologischen Partner und wenn der fehlt, klappt es nicht. Unser Konzept ist, sie so realitätsnah wie möglich zu kultivieren.“

Das geplante System kann jegliche Art von Druck, Säuregrad und Temperatur gezielt nachstellen. Das Team plant, mit den Fördergeldern nun einen Prototypen mit genau diesen Eigenschaften zu bauen. „Dabei arbeiten wir mit zwei exzellenten Ingenieur-Teams zusammen, die unsere Visionen in die Realität umsetzen“, so Probst.

Weitere Informationen:
https://www.uni-due.de/biofilm-centre/game_probst_en.php
Prof. Dr. Alexander Probst, Biofilm Centre, Tel. 0201/18 3-7080, alexander.probst@uni-due.de

Im Bild (v.l.n.r): Michael Hügler, Thomas Trabold, Markus Huth, Ralf Möller, Alexander Probst (UDE) und Martin Koenneke.

 

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