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Humboldt-Stipendiatin in der Nanostrukturtechnik

Produkt-Aerosole

  • von Dr. Alexandra Nießen
  • 04.05.2021

Von Aerosolen ist wegen Corona aus medizinischer Sicht derzeit oft die Rede. Es gibt aber auch Produkt-Aerosole, die in Technologie und Industrie eine wichtige Rolle spielen. Die Humboldt-Stipendiatin Dr. Qian Mao untersucht in Simulationen, wie sich diese Aerosole bei der Herstellung von Nanopartikeln formieren, bestimmt ihre chemische Beschaffenheit sowie die Größe der Teilchen. Sie ist derzeit Gast bei Professor Einar Kruis an der UDE-Fakultät für Ingenieurwissenschaften.

Physikalisch gesehen sind Aerosole Gemische aus Partikeln und dem sie umgebenden Gas oder Gasgemisch wie etwa Luft. Die Teilchen können entweder Feststoffe sein wie Staub oder flüssige Tropfen. Industriell werden Aerosolpartikel nach ihrer stofflichen Trennung (Abscheidung) unter anderem als Katalysatoren in chemischen Prozessen genutzt, aber auch als Farbpigmenten oder Ruß, der hauptsächlich bei der Produktion von Autoreifen oder Förderbändern verwendet wird.

An der UDE wird die 30-jährige Qian Mao in den nächsten zwei Jahren den Aufbau und die chemische Zusammensetzung der Produkt-Aerosole differenzierter als bisher analysieren. „Wenn wir wissen, wie beispielsweise Temperatur oder Druck auf die Aerosole wirken, könnten wir solche Aspekte beeinflussen und sie wie gewünscht optimieren“, so die Technische Diplomphysikerin. Bislang beschränkt sich die Simulation auf eine Partikeleigenschaft, die Größe.

Unterstützung bekommt die gebürtige Chinesin von UDE-Professor Einar Kruis. Basis ihres Projekts sind Aerosole, die der Nanostruktur-Experte und sein Team bereits experimentell erstellt haben.

Weitere Informationen:
Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Nanostrukturtechnik:
Prof. Dr.-Ing. Einar Kruis, Tel. 0203/37 9-2899, einar.kruis@uni-due.de
Dr. Qian Mao, Tel. 0203/37 9-3349, qian.mao@uni-due.de

Redaktion: Alexandra Nießen, Tel. 0203/37 9-1487, alexandra.niessen@uni-due.de

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