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Digitale Arbeitswelt

Medizinstudierende besser vorbereiten

  • von Milena Hänisch
  • 08.02.2022

Die Medizin wird immer digitaler: Patientendaten werden elektronisch erfasst, Laborbefunde digital übermittelt, Blutproben erhalten Barcodes, und Tools helfen Ärzt:innen, schnell ein geeignetes Medikament zu finden. Aber wie lernen Medizinstudierende den Umgang mit diesen Techniken? Das Projekt „Digitalisierung im Kontext des Medizinstudiums“ – kurz: DiKoMed – vermittelt Medizinstudierenden an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen nun die nötigen digitalen Kompetenzen. DiKoMed wird im Rahmen der Förderlinie Curriculum 4.0 NRW vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes in Kooperation mit dem Stifterverband und der Digitalen Hochschule NRW bis Ende 2023 mit einer Fördersumme von fast 100.000 Euro unterstützt.

Das Format orientiert sich am Studienfortschritt und setzt während der Vorklinik, dem klinischen Abschnitt und dem praktischen Jahr unterschiedliche Schwerpunkte. Zu Beginn liegt der Fokus auf der Unterstützung des eigenen Lernens – wie funktioniert medizinische Literaturrecherche? In den klinischen Semestern werden vor allem medizinische Informations- und Kommunikationssysteme sowie die Telemedizin beleuchtet – was macht eine gute digitale Arzt-Patienten-Kommunikation aus? „Während des praktischen Jahres stehen dann Künstliche Intelligenz, Virtual und Augmented Reality sowie medizinische Apps auf dem Programm“, erklärt Projektleiterin Prof. Dr. med. Stephanie Herbstreit.

DiKoMed soll die Studierenden als Onlinekurs durch das gesamte Studium begleiten und ist als Selbstlern-Kurs konzipiert, kann aber auch als digitales Nachschlagewerk genutzt werden, auf das die Studierenden jederzeit zurückgreifen können. In Präsenzphasen können die Studierenden ihr erworbenes Wissen vertiefen. „Wir bieten DiKoMed zunächst als freiwilligen Kurs an, sammeln Feedback und evaluieren das Nutzungsverhalten. Spätestens mit der neuen Approbationsordnung werden die Inhalte dann verpflichtend für die Studierenden“, so Prof. Herbstreit.

DiKoMed soll als Open Educational Ressource (OER) im landesweiten Verbund ORCA.nrw veröffentlicht werden. Damit sollen die Inhalte auch anderen Fakultäten oder Studiengängen zugänglich gemacht werden.

Weitere Informationen
Dr. Milena Hänisch, Wissenschaftsredakteurin, Tel.: 0201/723-1615, milena.haenisch@uk-essen.de

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