© UDE/Bettina Engel Albusti

Ein Rundgang

Im Herzstück der Hochfrequenztechnik

Hautkrebs erkennen, den Wassergehalt einer Pflanze bestimmen, Materialdicke messen oder riesige Datenpakete verschicken. Die Einsatzmöglichkeiten von Terahertz (THz)-Wellen sind riesig – ähnlich wie die Kosten für Herstellung und die Ausrüstung. Noch, denn in Duisburg tut sich etwas.

Alles aus einer Hand. Daran arbeitet Dr. Nils Weimann mit seinem Team. Der Professor für Halbleitertechnologie an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Leiter der Arbeitsgruppe Bauelemente der Höchstfrequenztechnik baut mit drei Kollegen an der UDE ein deutschlandweit einmaliges Terahertz-Integrationszentrum auf. „Wir bilden mit weiteren Netzwerkpartnern vor allem aus NRW einen international anerkannten Knotenpunkt der Terahertz-Forschung.“ Ein Standortvorteil ist, dass die gesamte Technologiekette hier angesiedelt ist: von der Herstellung des Halbleitermaterials über die Fertigung der Chips bis hin zur Anfertigung der Module und der speziellen THz-Messtechnik. Dafür fließen über sieben Millionen Euro Landes- und EU-Mittel in das Zentrum für Halbleitertechnik und Optoelektronik (ZHO) nach Duisburg. „Terahertz-Wellen werden dazu beitragen, mehr Kapazität in zukünftigen mobilen Kommunikationsnetzwerken bereitzustellen – Stichwort 6G. Aber die Technik kann viel mehr als nur Hunderte von Gigabit pro Sekunde übertragen“, betont Weimann. „Sie ermöglicht es etwa, dass Roboter und Maschinen die Position von Objekten präzise bestimmen und gleichzeitig etwas über deren Materialeigenschaften erfahren können. Die schnellen Wellen haben riesiges Potenzial.“

Einen Rundgang durch die Technologiekette der Terahertz-Chips an der UDE in Bildern erleben Sie in unserem Forschungsmagazin

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