Texturen aendern mittels KI-Tool
© UDE/Jonas Auda

UDE-Gründer erhalten 270.000 Euro Landesförderung

Digitales Design auf Mausklick

  • von Jennifer Meina
  • 21.09.2023

In Computergrafiken machen sie aus einer Kugel einen Fußball oder aus einem viereckigen Klotz ein rustikales Holzhaus: Texturen. Sie sind damit der detaillierte „Überzug“ für 3D-Modelle. Künftig kann sie jede:r ganz einfach individuell anpassen – dank zweier UDE-Gründer. Und die Idee überzeugt: „TeKKI“ gehört zu den 14 Projekten, die in den kommenden zwei Jahren mit 270.000 Euro durch die erste Start-up Transfer.NRW*-Förderrunde unterstützt werden.

Komplexe Texturdetails in Videos oder Computerspielen in Sekundenschnelle anpassen, das ist das Ziel der beiden Gründer Dr. Jonas Auda und Dr. Uwe Grünefeld. Von einem Buchen- zu einem Kirschholztisch, aus einer groben, eine feine Maserung mühelos und präzise erstellen – und das in Sekundenschnelle: Damit wollen die beiden Gründer etwas schaffen, woran herkömmliche Softwares scheitern. Was ihnen besonders wichtig ist: Die Anwender:innen müssen keine KI-Expert:innen sein. „Wir wollen die Lücke zwischen hochentwickelten technologischen Werkzeugen und der allgemeinen Zugänglichkeit für die breite Masse schließen“, erklärt Auda. In einer Welt, in der die Technologie ständig voranschreitet, sollen die Nutzer:innen nicht zurückgelassen werden, so die Gründer, die beide am paluno –The Ruhr Institute for Software Technology in der Arbeitsgruppe Mensch-Computer Interaktion forschen.

Ihr Ziel spiegelt sich auch im neuen Namen wieder: Während TeKKI für „Texturgenerierung für Kreativschaffende durch Mensch-zentrierte Künstliche Intelligenz“ steht, wollen sie ihre Firma GenerIO nennen. „GenerIO steht für 'Generative Input/Output', was unseren menschzentrierten Ansatz hervorhebt: Der Input stammt direkt von den Anwender:innen und unsere generative KI liefert den passenden Output", erklärt der IT-Experte dazu. Die Nutzergruppe ist groß: Medienschaffende, Spieleentwickler:innen und Designer:innen, aber auch Architekt:innen, die 3D Modelle erstellen und individuelle Texturen benötigen, können die Software nutzen. Innerhalb des nächsten Jahres wollen die Gründer ihre KI-gestützten Werkzeuge weiterentwickeln – bis zur Marktreife.

Fachlich wurden Auda und Grünefeld von Prof. Dr. Stefan Schneegaß unterstützt. Der Lehrstuhlinhaber der Arbeitsgruppe Mensch-Computer Interaktion und Mentor des TeKKI/GenerIO-Teams, freut sich, dass das Projekt durch die Förderung gezielt weiterverfolgt werden kann: „Es ist ein hervorragendes Beispiel für die Innovationskraft unserer Mitarbeitenden. Das zeigt, wie lohnend es ist, hier zu motivieren, Ideen voranzutreiben.“ Auf seinem Gründungsweg erhält das Team die nötige Unterstützung in unternehmerischen Fragen, aber auch bei der Beantragung der Förderung, vom Zentrum für Gründungen und Innopreneurship der UDE (GUIDE).

Im Bild: In Sekundenschnelle die Farbe und Struktur der Ziegelsteinfassade ändern – das ist durch das Projekt TeKKI/GenerlO möglich. Das Besondere: Die Anwender:innen müssen keine KI-Expert:innen sein.

Weitere Informationen:
www.ude.guide

Sophia Herrlich, GUIDE, Tel. 0203/379-5193, sophia.herrlich@uni-due.de

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