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Festkonzert 2026

Gelungene Premiere mit Wucht und Gefühl

Strahlend sollte es sein, überwältigend und unvergesslich. Und das war es. Mit der Premiere an einem neuen Spielort – erstmals war das Universitätsorchester Duisburg-Essen in der Duisburger Mercatorhalle zu Gast – ist den Musiker:innen unter der Leitung von Oliver Leo Schmidt am 25. Januar ein Paukenschlag gelungen.

Das Festkonzert der Universität Duisburg-Essen markiert regelmäßig – nicht nur musikalisch – den Aufbruch der Hochschule in ein neues Jahr. Ein Jahr, in dem die UDE, wie Rektorin Prof. Dr. Barbara Albert in ihrer Begrüßung betonte, weiterhin mit Nachdruck für Bildung und (Wissenschafts-)Freiheit eintreten sowie den Wert von Demokratie und Frieden in der Gesellschaft hochhalten wird.

Dabei sieht sich die Universität gut eingebettet in ein starkes Netzwerk aus Freund:innen und Unterstützer:innen in der unmittelbaren Nachbarschaft und weit darüber hinaus. Unter den fast 1.200 Gästen begrüßte die Rektorin zahlreiche Vertreter:innen aus den Städten der Region, aus der politischen Ebene – vom Land Nordrhein-Westfalen bis zur Europäischen Union –, aus Ministerien, Stiftungen, Fördervereinigungen und benachbarten Hochschulen. Auch die Universitätsallianz Ruhr war prominent vertreten, deren Leitgedanke „Gemeinsam besser“, so Barbara Albert, auch 2026 mit Verve weiterverfolgt werden soll.

Unter dem Titel „Es tanzt“ spannte das Uniorchester in der Heimstätte der Duisburger Philharmoniker mit Werken von Ludwig van Beethoven, Claude Debussy und Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow einen musikalischen Bogen über rund 130 Jahre. „Höchst unterschiedliche Musik, deren Gemeinsamkeiten nicht immer im Vordergrund stehen“, führte Professor em. Dr. Eberhard Passarge in das Programm ein. Ihm und seinem jahrzehntelangen Engagement widmete das Orchester später die Zugabe: das „Bacchanale“ aus der Oper Samson und Dalila von Camille Saint-Saëns, mit dem es nach einem mitreißenden und bewegenden Konzert für Standing Ovations im ausverkauften Haus sorgte. Der Musikbeauftragte der Universität konnte vor Kurzem seinen 90. Geburtstag feiern.

Im Mittelpunkt des Programms standen zuvor Debussys Marche écossaise und Beethovens Tripelkonzert für Orchester, Klavier, Violine und Violoncello – Werke voller ungewöhnlicher Entscheidungen: Während Debussy im schottischen Marsch erstaunliche Leichtigkeit anstelle einer strengen Ordnung entwickelt, sprengt Beethovens Musik bewusst die Erwartungen an ein klassisches Solokonzert. Großartig interpretiert wurde es vom Davidoff Trio, einem der derzeit interessantesten aufstrebenden Klaviertrios der europäischen Kammermusikszene. Den Schlusspunkt setzten Rachmaninows Symphonische Tänze, das letzte Orchesterwerk des Komponisten: ein nach innen gewandtes Resümee seines Schaffens, mit dem die Musiker:innen der UDE mit dramatischer Wucht ein Ausrufezeichen großer Gefühle und orchestraler Farben setzten.

Impressionen des Abends:
https://www.uni-due.de/aktuell/2026-01-28-bilderstrecke-festkonzert-2026

Mehr über Orchester und Programm:
https://uniorchester-duisburg-essen.de

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