Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Meilenstein in den deutsch-chinesischen Beziehungen

Eröffnung des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr

[06.11.2009] Nach langer und intensiver Vorbereitung wurde am 6. November im Beisein des chinesischen Botschafters das Konfuzius-Institut Metropole Ruhr an der Universität Duisburg-Essen (UDE) eröffnet. Prorektor Prof. Franz Bosbach: „Die Einrichtung des Konfuzius-Institutes ist für unsere Universität und die regionale Wirtschaft ein großer Gewinn. Hier können Studierende und Interessierte aber auch Führungskräfte aus Industrie und Wirtschaft die Sprache und Kultur des Partnerlandes erlernen.“

Sauerland: „Ein kleines Wunder“

Oberbürgermeister Adolf Sauerland: „Ich halte die Eröffnung für ein kleines Wunder, wenn ansonsten überall Einrichtungen der unterschiedlichsten Art geschlossen werden.“ Die Errichtung des Konfuzius-Instituts in Duisburg könne auch als Anerkennung der vorhandenen Infrastruktur verstanden werden, so Sauerland, die von der ältesten deutsch-chinesischen Städtepartnerschaft über die verschiedenen Wirtschaftskontakte bis zum Institut für Ostasienwissenschaften an der Universität reiche.

Sauerland: „Haben Sie deshalb vielen Dank, verehrter Herr Botschafter, dass die Volksrepublik China so offenkundig würdigt, dass Duisburg eine der Hochburgen der deutsch-chinesischen Freundschaft ist. Unsere Stadt wird dies gern auch in Zukunft bleiben – nun aber unterstützt, inspiriert und befeuert durch das neue Institut. Es bündelt die besondere Kompetenz dieses Standortes und macht sie nach außen besser sichtbar.“ Das Konfuzius-Institut Metropole Ruhr wird in seiner Startphase maßgeblich von der Universität, der Stadt, der Duisburger Universitäts-Gesellschaft und der Stiftung der Sparkasse Duisburg unterstützt.

Konfuzius-Institute an Universitäten

Seit 2004 fördert die chinesische Regierung den Aufbau von Konfuzius-Instituten, um Kenntnisse über die chinesische Kultur und Sprache zu verbreiten und den kulturellen Austausch zu fördern. Als chinesisches Pendant zu den deutschen Goethe-Instituten sollen sie die deutsch-chinesische Zusammenarbeit pflegen und weiterentwickeln. Konfuzius-Institute gibt es derzeit in 87 Staaten und Regionen, neun davon in Deutschland und lediglich zwei in Nordrhein-Westfalen: In der Landeshauptstadt und nun auch in Duisburg.

Zumeist sind die Institute angesiedelt an Universitäten mit sinologischen Abteilungen. Die Universität von Wuhan und die Universität Duisburg-Essen stehen seit mehreren Jahrzehnten in enger Kooperation. Neben den Ostasienwissenschaften und den Wirtschaftswissenschaften sind hier insbesondere auch die Ingenieurwissenschaften und die Medizin mit vielen außerordentlich erfolgreichen Kooperationsprojekten beteiligt.

Taube: „Klischees und Vorurteile überwinden“

Das Institut in Duisburg ist – neben den Städten Paris und Pittsburgh in den USA – das weltweit dritte Konfuzius-Institut der Universität Wuhan. Die Stadt Duisburg und die UDE treten dabei gemeinsam als die beiden Partner des Institutes für seine künftige Arbeit in Nordrhein-Westfalen auf. Die Aufgaben des Duisburger Institutes umfassen insbesondere die Themengebiete Wirtschaft und Politik bzw. Politikberatung. Darüber hinaus sind Chinesisch-Sprachkurse in Kooperation mit der städtischen Volkshochschule geplant. Co-Direktor Prof. Dr. Markus Taube: "Das Konfuzius-Institut Metropole Ruhr versteht Kultur, Politik und Wirtschaft als Einheit und wird mit einem vielgestaltigen Programmangebot versuchen, sowohl gegenseitiges Verständnis zu fördern als auch Klischees und Vorurteile über das moderne China zu überwinden."

Neben Sprach-, Kultur- und Informationsangeboten an der UDE sowie in der Region Ruhr und der Förderung des wissenschaftlichen Austauschs unterstützt das Konfuzius-Institut Metropole Ruhr darüber hinaus Politik und Wirtschaft in der Zusammenarbeit mit China. Partner des Instituts in China sind das „Hanban“, eine Unterorganisation des chinesischen Erziehungsministeriums, sowie die Universität Wuhan, die neben Lektoren auch einen Co-Direktor entsenden wird. Zur Institutsleitung gehören auf der deutschen Seite die Professoren Thomas Heberer und Markus Taube als Co-Direktoren, die Geschäfte führt Anja Senz.

Zentrum der gegenwartsbezogenen Ostasienforschung

Das 1994 gegründete und europaweit vernetzte Institut für Ostasienwissenschaften IN-EAST der Universität Duisburg-Essen ist das größte universitäre Institut der gegenwartsbezogenen Ostasienforschung im deutschsprachigen Raum und hat mit seinen interdisziplinären Studien zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, Geographie, Geschichte und Kultur eine beachtliche Reputation erworben. China, Japan und Korea gilt das besondere Augenmerk der etwa 30 Wissenschaftler, die am IN-EAST stets aktuelle Forschung betreiben. Das Modell der Ostasienstudien markiert insgesamt eine Innovation in der deutschen Universitätslandschaft.

Duisburg ist Teil der Metropolregion Ruhr, die mit über fünf Millionen Einwohnern zu den großen Wirtschaftszentren Europas gehört und in der viele große und mittelständische Industrieunternehmen mit intensiven China-Kontakten ihre Zentrale haben. Die drei Ruhrgebietsuniversitäten in Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen verbindet die strategische Universitätsallianz Metropole Ruhr.

Weitere Informationen: http://www.uni-due.de/konfuzius-institut/, Konfuzius Institut Ruhr, Geschäftsführerin Anja Senz, Bismarckstr. 120, Duisburg, Tel.0203/306-3130, anja.senz@uni-due.de

Zum Programmablauf der Eröffnungsveranstaltung am 6.11.2009:

16 Uhr:
GRUSSWORTE:

- Prof. Dr. Michael Roggendorf
Vorsitzender des Vereins Konfuzius-Institut Metropole Ruhr e.V.

- Prof. Dr. Li Qingquan
Vize-Präsident der Universität Wuhan

- Prof. Dr. Franz Bosbach
Prorektor der Universität Duisburg-Essen

- Oberbürgermeister Adolf Sauerland


16.45 Uhr:
Eintragung in das GOLDENE BUCH der Stadt Duisburg und
offizielle Eröffnung des Konfuzius-Instituts
durch Oberbürgermeister Sauerland


17 Uhr:
MUSIKALISCHES INTERMEZZO
Streichquartett der Duisburger Philharmoniker


17.15 Uhr:
FESTVORTRÄGE:

- S.E. Wu Hongbo
Botschafter der VR China in Deutschland
„60 Jahre VR China
und die chinesisch-deutschen Beziehungen“

- Prof. Dr. Thomas Heberer
„Deutschland und China –
Partner in der Gegensätzlichkeit?“

- Prof. Dr. Markus Taube
„Warum China für uns von Bedeutung ist -
eine (nicht nur) ökonomische Perspektive“

18.15 Uhr:
MUSIKALISCHES INTERMEZZO
Duo Seidenstraße

Redaktion: Beate H. Kostka, Tel. 0203/379-2430

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