Prof. Dr. Gerhard Wurm. Foto: A. Reichert
Prof. Dr. Gerhard Wurm. Foto: A. Reichert

Astrophysiker ist neu an der Uni

Prof. Dr. Gerhard Wurm

[16.11.2009] Neu an der Uni Duisburg-Essen (UDE) ist Prof. Dr. rer. nat. Gerhard Wurm. Der Astrophysiker hat die Professur für Experimentelle Physik übernommen und wird vor allem sein Wissen um Himmelskörper und Planetenentstehungen in Forschung und Lehre einbringen – ein Arbeitsbereich, der bislang an der UDE so noch nicht abgedeckt war.

Wurm (42) studierte von 1987 bis 1993 an der RWTH Aachen Physik. Nach seinem Diplom wechselte er in die Max-Planck-Arbeitsgruppe „Staub in Sternentstehungsgebieten“ an der Uni Jena, wo er 1997 auch promoviert wurde mit einer Arbeit über die „Bewegung und Aggregation mikrometergroßer Partikel in protoplanetaren Scheiben“. Weiterte drei Jahre war er Post Doc am Astrophysikalischen Institut und der Sternwarte der Uni Jena. Anfang 2000 ging er in die USA, um an der University of Colorado, Boulder, ebenfalls als Post Doc weiterzuarbeiten. 2002 wurde er Leiter einer Emmy Noether-Nachwuchsgruppe am Institut für Planetologie der Uni Münster. Im Januar 2007 erhielt er ein Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft, das er bis zu seinem Ruf an die Uni Duisburg-Essen in Münster wahrnahm.

„In der Astrophysik sind laborexperimentelle Untersuchungen eher ungewöhnlich“, erklärt Wurm. Er hingegen führt welche durch. „Meine experimentellen Studien drehen sich vor allem um frühe Phasen der Planetenentstehung, aber auch um Transportvorgänge kleiner Partikel auf dem Mars und in protoplanteraren Scheiben. Das sind gas- und staubhaltige flache Gebilde, die sich um einen jungen Stern bilden. All das ist eng verbunden mit der Physik (sub)-mikrometergroßer Partikel, also solcher Partikel, die zur Feinstaubklasse und darunter gehören.“


Weitere Informationen: Prof. Dr. Gerhard Wurm, Tel. 0203/379-1641, gerhard.wurm@uni-due.de

Redaktion: Ulrike Bohnsack, Tel. 0203/379-2429


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