Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Sparkasse Essen verleiht Wissenschaftspreise

"Für Spitzenleistungen an unserer Universität"

[01.12.2009] Annähernd 100 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik waren dabei, als Universitätsrektor Prof. Dr. Ulrich Radtke und Sparkassenchef Hans Martz die mit jeweils 5.000 € dotierten Wissenschaftspreise an Dr. Martin Butler (Geisteswissenschaften), Dr. Thomas Dreibholz (Wirtschaftswissenschaften) und Dr. Hagen Sjard Bachmann (Medizin) übergaben. „Seit 20 Jahren fördern wir durch unsere Wissenschaftspreise Spitzenleistungen an unserer Universität,“ erläuterte Martz bei der Verleihung der Urkunden an die Preisträger.

Der in Kamp-Lintfort geborene Butler untersuchte die Lieder des U.S.-amerikanischen Folksängers Woody Guthrie (1912-1967), der während der großen Depression der 1930er Jahre zum Barden der Arbeitslosen und Unterdrückten avancierte und die damaligen sozialen, ökonomischen und politischen Missstände musikalisch kommentierte und kritisierte. Butlers Dissertation „Voices of the Down and Out: The Dust Bowl Migration and the Great Depression in the Songs of Woody Guthrie” wurde mit “summa cum laude” bewertet.

Ebenfalls mit “höchstem Lob” bewertet wurde die Doktorarbeit des an der UDE tätigen Dreibholz. Auch werden die Erkenntnisse seiner Arbeit „Reliable Server Pooling – Evaluation, Optimization and Extension of a Novel IETF Architecture“ bereits von mehreren Organisationen in der Praxis eingesetzt. Zum Glück, denn wenn z.B. beim Einkauf via Internet ein Rechner ausfällt und dieser Umstand dem Einkäufer gar nicht auffällt (weil einfach ein anderer Rechner im Pool die Aufgaben des ausgefallenen Gerätes reibungslos übernimmt) könnte dies auch den Erkenntnissen des neuen Preisträgers zu verdanken sein.

Eine weitere Spitzenleistung gelang dem in Darmstadt geborenen Bachmann. „Summa cum laude“ erhielt auch er für seine Dissertation zum Thema „Bedeutung von Polymorphismen im Gen GNASI“. Seit einigen Jahren ist bekannt, dass nicht alle Medikamente bei jedem Patienten gleich gut wirken. Ein bedeutsamer Teil dieser unterschiedlichen Wirkungen und Nebenwirkungen wird durch Erbanlagen (Gene) vermittelt. Für Träger einer bestimmten Genveränderung konnte gezeigt werden, dass sie bei Einnahme der Schlankheitspille Reductil unter Nebenwirkungen leiden, ohne den erhofften zusätzlichen Gewichtsverlust zu erleben.