Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Neunter Schülerwettbewerb „freestyle-physics“

Faszination „Schaschlikbrücke“

[12.03.2010] Junge Tüftler und Erfinder aufgepasst! Deutschlands größter alljährlich stattfindender Schülerwettbewerb „freestyle-physics“ startet zum 9. Mal an der Universität Duisburg-Essen. Anmelden können sich alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 13, die Spaß und Interesse an originellen und anspruchsvollen Physik-Aufgaben haben.
Im vergangenen Jahr begeisterte das von der Stiftung Mercator unterstützte Projekt rund 2000 Mitwirkende. Die Stiftung Mercator fördert „freestyle-physics“ von 2008 bis 2012 mit 250.000 Euro.

Große Nachfrage und knifflige Fragen

Auch 2010 ist die Nachfrage groß: „Schon im Vorfeld haben einige Schüler und Lehrer gefragt, wann die Aufgaben endlich freigegeben werden“, sagt Andreas Reichert aus dem Organisationsteam.
Wieder warten allerhand knifflige Fragestellungen darauf, gelöst zu werden. Unter anderem steht der Bau einer sogenannten „Schaschlikbrücke“ auf dem Plan: Aus handelsüblichen Spießen und Haushaltsgummis soll eine möglichst leichte Konstruktion entstehen, die eine ein Meter große Distanz überbrückt und dabei ein vorgegebenes Gewicht trägt. „Spannend dabei ist, dass man mit so wenig Material eine sehr hohe Stabilität erreicht“, erzählt Andreas Reichert.

Einfache und faszinierende Lösungen

Eine weitere der insgesamt sieben Herausforderungen ist die Konstruktion einer „Aschenputtelmaschine“: Diese sortiert und trennt Objektgemische wie Perlen und Murmeln nach Kategorien wie Farbe, Form oder Gewicht. So erlernen die Teilnehmer spielerisch den sparsamen Umgang mit Ressourcen und erfahren wie diese nach der Trennung als Rohstoffe wiederverwendet werden. „Das Spektrum, wie man eine solche Maschine konstruieren und realisieren kann, und der Erkenntnisgewinn sind überraschend groß.“
Das Organisationsteam ist über die „einfachen und faszinierenden Lösungen“ der kreativen Nachwuchsforscher immer wieder erfreut. Die Physiker hoffen, dass die Schüler durch den Wettbewerb künftig „mehr Spaß und Interesse an den Naturwissenschaften“ haben.

Bei den diesjährigen „freestyle-physics“ werden auch bewährte Aufgabenklassiker wie die möglichst lang in der Luft fliegende „Wasserrakete“, bestehend aus einer Plastikflasche und verschiedenen anderen Materialien, gestellt.

Die Teilnehmer erwartet zudem ein umfangreiches Begleitprogramm: Vorträge, Laborbesuche und Experimente laden zum Forschen und Experimentieren ein.

Schüler und Lehrer, die die Aufgabenstellungen herunterladen wollen, finden unter www.freestyle-physics.de sämtliche Informationen. Die Anmeldung von Teams unter Begleitung eines Lehrers ist ab sofort online möglich und für die Teilnahme verbindlich. In den kommenden Tagen werden rund 850 Anmeldebögen an Schulen in NRW versendet. Für die Aufgabenbearbeitung haben Mitmachende mehrere Monate Zeit. Die entstandenen Lösungen werden am Wettbewerbsende, im Rahmen des dreitägigen „Finales“ am 6.-8. Juli, in einem 800 Quadratmeter großen Zelt auf dem Duisburger Campusgelände von den Nachwuchsforschern präsentiert. Physikprofessoren nehmen diese dann unter die Lupe. Die besten Konstruktionen werden auf der Bühne präsentiert und durch wertvolle Preise ausgezeichnet.

Weitere Informationen und Anmeldung: http://www.freestyle-physics.de
Andreas Reichert, Tel. 0203/379-2032, Andreas.Reichert@uni-due.de
Marisa Klasen, Stiftung Mercator, Tel. 0201/ 245-2253, klasen@stiftung-mercator.de

Redaktion: Kristina Belka, Tel. 0203/379-1489