Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

In voller Größe: der Superrechner
In voller Größe: der Superrechner

Mit dem Supercomputer in die erste Liga

Einer der schnellsten Rechner weltweit

[02.06.2010] Mehr als 4.000 Rechnerkerne und eine Maximalleistung von 31 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde (31 TeraFlops) – auf diese leistungsstarke Hilfe können Chemiker, Physiker, Mathematiker und Ingenieure der Universität Duisburg-Essen (UDE) seit kurzem zurückgreifen. Mit dem neuen Cray-XT6m-Superrechner erreicht die UDE-Ausstattung die Kategorie von Spitzen-Universitäten. Sie gehört damit zu den sieben deutschen Unis, die einen Forschungsrechner im internationalen Top500-Ranking der weltweit schnellsten Rechner haben.

Der Cray-XT6m-Superrechner unterstützt insbesondere die Forschungsmöglichkeiten der UDE-Arbeitsgruppen im Bereich des wissenschaftlichen Rechnens (www.uni-due.de/css). Das Rechnersystem wird für die Entwicklung paralleler Algorithmen und für die aufwändige Berechnung der elektronischen Struktur und molekularen Dynamik von Nanomaterialien genutzt. Ebenso wird es bei struktur- und biomechanischen Untersuchungen eingesetzt.

Wie bewegen sich Millionen kleinster Teilchen?

Simuliert werden Prozesse, die durch die Bewegung von Millionen kleinster Teilchen zustande kommen, ebenso wie elektronische Eigenschaften von dünnen Schichten und Clustern, die aus Hunderten von Atomen bestehen. Damit können dann Aggregations- und Alterungsprozesse in magnetischen Materialien, an Oberflächen oder in Materialien, die Millionstel Millimeter groß sind, untersucht werden.

Die mit dem Rechner durchgeführten Simulationen tragen ganz wesentlich zum atomistischen Verständnis von Struktur und Reaktivität in den Nanowissenschaften, der Energietechnik und ganz allgemein den Materialwissenschaften bei. Ein weiteres Anwendungsfeld ist die Simulation der Eigenschaften von deformierbaren Materialien wie z.B. Arterien, oder von Flüssigkeiten und Gasen, die Nanoteilchen enthalten, und die z.B. bei der Verbrennung oder der Verarbeitung von Nanopartikeln entstehen.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Eckhard Spohr, Tel. 0201/183-2360, eckhard.spohr@uni-due.de

Redaktion: Beate H. Kostka, Tel. 0203/379-2430


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