Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Prof. Mark Ladd
Prof. Mark Ladd

Hohe Auszeichnung für Magnetresonanz-Forscher

Ritterschlag von der Europäischen Union

[30.04.2012] Herausragende Wissenschaftler mit einem exzellenten Forschungsvorhaben haben eine zwölfprozentige Chance, mit dem begehrten Advanced Investigators Grant des European Research Councils (ERC) ausgezeichnet zu werden. Genau dies hat jetzt Prof. Dr. Mark Ladd geschafft: Der Experte für Magnetresonanztomographie (MRT) an der Universität Duisburg-Essen (UDE) hat den ehrenvollen Ritterschlag der europäischen Forscherwelt erhalten, verbunden mit 2,1 Mio. Euro, um das vorgeschlagene Projekt umsetzen zu können.

Prof. Ladd (44) ist grenzüberschreitendes Arbeiten gewohnt. Als er vor acht Jahren auf die Professur für Biomedizinische Bildgebung am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Essen berufen wurde, hatte er zuvor an der Stanford Universität seinen Master in Electrical Engineering erworben und an der renommierten ETH Zürich promoviert. Seit fünf Jahren ist Ladd zusätzlich Direktor des Erwin L. Hahn Instituts (ELH), einer gemeinsamen Einrichtung der Universität Duisburg-Essen und der Radboud-Universität in Nimwegen.

Das ELH-Team auf dem Gelände der ehemaligen Kokerei Zollverein hat die bundesweit seltene Chance, an einem 7 Tesla-Magnetresonanztomographen forschen zu können. Das außergewöhnlich starke Magnetfeld dieses Gerätes ermöglicht viel genauere Einblicke ins Körperinnere als bisher übliche Diagnoseverfahren. Allerdings ist hierfür auch eine völlig neue Technologie notwendig. Dass sie diese beherrschen, haben die ELH-Forscher schon des Öfteren zeigen können. So waren sie beispielsweise 2010 weltweit die Ersten, die ein 7 Tesla-MRT-Bild vom gesamten Körper aufgenommen haben.

Mark Ladd: „Wir wollen die beeindruckenden Möglichkeiten dieser neuen Technologie für die Patienten-Diagnose erschließen. Mit den neu eingeworbenen EU-Geldern sollen neue Konzepte für die Aufnahme der Bilddaten und die Sicherheit der Patienten entwickelt werden. Ärzten werden so schon in wenigen Jahren in der Lage sein, Krankheiten früher bzw. genauer zu erkennen.“

Weitere Informationen:
Dr. Beate Fraß, Tel. 0201/183-6070, beate.frass@uni-due.de

Redaktion: Beate Kostka, Tel. 0203/379-2430


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