2. E-Learning-Netzwerktag an der UDE

Am Dienstag, den 23. Februar 2016, besuchten rund 120 Interessierte im Glaspavillon am Essener Campus den zweiten E-Learning-Netzwerktag. Die Veranstaltung stellte die Projektergebnisse aus der seit zwei Jahren laufenden Startphase der E-Learning-Strategie in den Fokus und lud alle zum gemeinsamen Austausch ein. Der Tag machte deutlich, dass E-Learning schon in vielen Bereichen der Universität fest verankert und die UDE im Kontext des digitalen Lernens gut aufgestellt ist.

Präsentationen

Frau Prof. Isabell van Ackeren, Prorektorin für Studium und Lehre, verwies in ihrem Eröffnungsvortrag auf die bisherigen Erfolge sowie die Preisträgerschaft des Deutschen Arbeitgeberpreises für Bildung 2015 und stellte nächste Schritte vor. Insbesondere sollen Studierende stärker einbezogen werden, z. B. durch einen studentischen Ideenwettbewerb „Scroll to future. Deine Idee für e-gestütztes Studieren an der UDE“.

Aus dem E-Learning-Team stellten Frau Sandrina Heinrich (ZIM) und Herr Dr. Michael Haas (UB) die zentralen Ergebnisse der zehn Projekte vor und präsentierten die wichtigsten E-Learning-Tools der UDE:

Geistes-und Sozialwissenschaften: Von Mini-Lectures, E-Reflektorium, Inverted Classroom-Modellen, E-Klausuren und mehr
MINT-Fächer: Von interaktiven Bildschirmexperimenten, Simulationen, virtuellen Übungsgruppen, online-Testaten und mehr
Anschließend stellte Björn Bulizek (ZLB) die bisherigen Erfahrungen der Praxissemester E-Support-Station vor.

Die benannten Projekte wurden als Plakate visualisiert und konnten während der Veranstaltung betrachtet werden. Ebenfalls wurden am Info-Desk verschiedene E-Learning-Tools und Angebote der UDE erklärt.

Einschätzungen

Die Diskussion zum Abschluss jeder Einheit zeigte, dass die Teilnehmenden intensive Erfahrungen mit digitalen Medien in der Lehre gemacht haben. Es wurde darüber diskutiert, ob und wie E-Learning hohen Studierendenzahlen gerecht werden kann und ob Klausurergebnisse darauf hinweisen, dass sich durch die Anreicherung des didaktischen Konzeptes ein besserer Lernerfolg einstellen kann. Konsens bestand darüber, dass eine zusätzliche Aktivierung zu besseren Lernergebnissen führe, auch wenn der Aufwand einer Neukonzeption nicht zu unterschätzen sei. Es wurde zudem über Anreizsystemen für Studierende nachgedacht und die Frage diskutiert, ob Vorlesungsinhalte durch E-Learning-Elemente in den Hintergrund treten. Übereinstimmend wurde vertreten, dass aufgezeichnete E-Learning-Lerninhalte aus der Vorlesung den Lernprozess unterstützen und zur Reflexion anregen. Die Kommunikation über Moodle-Foren und daraus gewonnene Erfahrungen wurden ebenfalls sehr positiv bewertet.

Podiumsdiskussion

Während einer abschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Frau Prof. Isabell van Ackeren, Herr Prof. Michael Kerres, Herr Prof. Carsten Schmuck, Frau Prof. Ulrike Haß, Herr Albert Bilo sowie Herr Christopher Lütz die Frage, welche nächsten Schritte für E-Learning an der UDE in Angriff genommen werden sollten. Zu den drei Themenbereichen Studium & Lehre, Technik & Support und Nachhaltigkeit & Transfer konnten die Tagungsteilnehmenden ganztägig ihre Meinungen und Anregungen äußern und Moderationskarten an Stellwänden anbringen. Diese wurden in die Podiumsdiskussion miteinbezogen.

Wodurch lässt sich ein höherer Lernerfolg durch E-Learning erklären? Wie kann E-Learning in die Breite getragen und weiterentwickelt werden? Welche Angebote müssen für verschiedene Lernstrategien von Studierenden realisiert werden, um der Diversität zu begegnen und gleichzeitig die Lebenswelt zu berücksichtigen?

Ebenfalls wurde überlegt, wie Hochschullehrende für E-Learning gewonnen werden können, die bislang keine Erfahrungen damit gemacht haben. Bottom-up-Prozesse sowie informeller Austausch könnten hier als Multiplikator genutzt werden.

Die technische und didaktische Unterstützung des E-Learning-Teams sei ausschlaggebend, um E-Learning fachlich hochwertig anzubieten, weshalb die Beratungs- und Service-Strukturen an der UDE weiter ausgebaut werden sollten. Für die Entwicklung von Qualität beim E-Learning ist ein didaktisches Konzept unabdingbar, denn eine 1:1 Umsetzung von Präsenz-Veranstaltungen in Online-Formate sei nicht fruchtbar. Formen der Kommunikation und des Feedbacks sind elementar, um Lehre online zu realisieren.

Festzuhalten ist, dass E-Learning ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Lehre sein kann.