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Vergabe nach Note, Wartezeit & Auswahlverfahren

Nach Abzug der Studienplätze für Bewerbungen mit ausländischen Zeugnissen (Nicht-EU) und den Vorabquoten (z. B. Härtefälle, Zweitstudium etc.) erfolgt die Studienplatzvergabe im Verhältnis 20:20:60.
Das heißt, dass drei Ranglisten für die jeweiligen Quoten erstellt werden.
Nach Note, nach Wartezeit und nach der Note eines Auswahlverfahrens. In der Quote nach Note und Wartezeit werden jeweils 20% der Studienplätze vergeben, in der Quote nach einem Auswahlverfahren 60%.
Auf zulassungsbeschränkte Masterstudiengänge trifft dies jedoch nicht zu. Hier werden die Studienplätze zu 100% nach einem Auswahlverfahren vergeben.

Jede Bewerbung wird in allen drei Ranglisten geführt. Zunächst wird geprüft, ob eine Zulassung in der Quote nach Note erfolgen kann. Ist dies nicht der Fall, wird die Rangliste nach Wartezeit geprüft. Wenn auch hier keine Zulassung erfolgen kann, wird die letzte Quote - die Note eines Auswahlverfahrens - geprüft.
Eine Ablehnung erfolgt dann, wenn in allen drei Quoten weder im Haupt- noch im Nachrückverfahren eine Zulassung erteilt werden konnte.
Sobald eine Zulassung erfolgt, wird die Bewerbung für die restlichen Quoten nicht mehr berücksichtigt.

Vergabe nach der Quote Note (20%)

Bei der Vergabe nach Durchschnittsnote sind Wartezeit und geleisteter Dienst weitere Vergabekriterien (zweit- bzw. drittrangige Kriterien).

  1. Es wird eine Rangliste nach Note erstellt. Bei gleicher Note wird innerhalb dieser Note nach dem 2. Kriterium sortiert:
  2. Die Wartezeit. Somit steht z. B. in der Rangliste jemand mit der Note 2,6 und 3 Wartesemestern höher als jemand, der ebenfalls die Note 2,6 hat, aber nur 1 Wartesemester. Wenn mehrere Bewerbungen sowohl die gleiche Note als auch die gleiche Wartezeit haben, wird nach dem 3. Kriterium sortiert:
  3. Der Dienst. Eine Bewerbung mit der Note 2,3 und 2 Wartesemestern und geleistetem Dienst steht in der Rangliste höher als eine Bewerbung, die ebenfalls die Note 2,3 und 2 Wartesemester hat, aber keinen geleisteten Dienst.
  4. Sofern nach diesen drei Kriterien immer noch Ranggleichheit besteht, wird innerhalb der Bewerbungen mit Ranggleichheit gelost.

 

Beispiel:
Für ein Studienfach stehen 50 Studienplätze zur Verfügung. Somit werden 10 Studienplätze (20%) nach der Note vergeben.
Die 10. Bewerbung auf der Rangliste hat die Note 2,6 und 2 Wartesemester und geleisteten Dienst. Die 11. hat die gleiche Note und Wartezeit aber keinen Dienst. Somit bestand keine Ranggleichheit, es wurde nicht gelost. Der ermittelte Grenzwert liegt somit bei:

Note: 2,6 mit 2 Wartesemestern und geleistetem Dienst

Vergabe nach der Quote Wartezeit (20%)

Bei der Vergabe nach Wartezeit sind Durchschnittsnote und Dienst weitere Vergabekriterien (zweit- bzw. drittrangige Kriterien).

  1. Es wird eine Rangliste nach Wartezeit erstellt. Bei gleicher Wartezeit wird innerhalb dieser Wartezeit nach dem 2. Kriterium sortiert:
  2. Die Note. Somit steht z. B. in der Rangliste jemand mit 3 Wartesemestern und der Note 2,4 höher als jemand, der ebenfalls 3 Wartesemester hat, aber nur die Note 2,6. Wenn mehrere Bewerbungen sowohl die gleiche Wartezeit als auch die gleiche Note haben, wird nach dem 3. Kriterium sortiert:
  3. Der Dienst. Eine Bewerbung mit 2 Wartesemestern und der Note 3,1 und geleistetem Dienst steht in der Rangliste höher als eine Bewerbung, die ebenfalls 2 Wartesemester und die Note 3,1 hat, aber keinen geleisteten Dienst.
  4. Sofern nach diesen drei Kriterien immer noch Ranggleichheit besteht, wird innerhalb der Bewerbungen mit Ranggleichheit gelost.

 

Beispiel:
Für ein Studienfach stehen 50 Studienplätze zur Verfügung. Somit werden 10 Studienplätze (20%) nach der Wartezeit vergeben.
Die 10. und 11. Bewerbung auf der Rangliste haben 3 Wartesemester mit der Note 2,4 und keinen Dienst. Da nur 10 Bewerbungen bei der Wartezeit zugelassen werden können, wurde hier gelost. Der ermittelte Grenzwert liegt somit bei:

Wartezeit: 3 Wartesemester mit der Note 2,4 (gelost)

Vergabe nach der Quote Auswahlverfahren (60%)  -
Bei den Masterstudiengängen (100%)

Bei der Vergabe nach einem Auswahlverfahren ist der geleistete Dienst ein zweitrangiges Vergabekriterium. Im Auswahlverfahren können zusätzlich zur Durchschnittsnote verschiedenen Kriterien berücksichtigt werden. Eines dieser Kriterien ist z. B. eine einschlägige abgeschlossene Berufsausbildung. Nach Vorlage entsprechender Nachweise kann die Durchschnittsnote um einen entsprechenden Wert verbessert werden. Für die Vergabe innerhalb dieser Quote wird die Bewerbung dann mit der verbesserten Durchschnittsnote berücksichtigt.

Welches Kriterium im Auswahlverfahren berücksichtigt und um welchen Wert die Durchschnittsnote verbessert wird, entscheidet die zuständige Fakultät.

  1. Es wird eine Rangliste nach Note erstellt. Bei gleicher Note wird innerhalb dieser Note nach dem 2. Kriterium sortiert:
  2. Die Wartezeit. Somit steht z. B. in der Rangliste jemand mit der Note 2,6 und 3 Wartesemestern höher als jemand, der ebenfalls die Note 2,6 hat, aber nur 1 Wartesemester. Wenn mehrere Bewerbungen sowohl die gleiche Wartezeit als auch die gleiche Note haben, wird nach dem 3. Kriterium sortiert:
  3. Der Dienst. Eine Bewerbung mit der Note 2,3 und 2 Wartesemestern und geleistetem Dienst steht in der Rangliste höher als eine Bewerbung, die ebenfalls die Note 2,3 und 2 Wartesemester hat, aber keinen geleisteten Dienst.
  4. Sofern nach diesen drei Kriterien immer noch Ranggleichheit besteht, wird innerhalb der Bewerbungen mit Ranggleichheit gelost.

 

Beispiel:
Für ein Studienfach stehen 50 Studienplätze zur Verfügung. Somit werden 30 Studienplätze (60%) nach einem Auswahlverfahren vergeben.
Die 30. Bewerbung auf der Rangliste hat die Note 2,6 und 2 Wartesemester und geleisteten Dienst. Der 31. hat die gleiche Note und Wartezeit, aber keinen Dienst. Somit bestand keine Ranggleichheit, es wurde nicht gelost. Der ermittelte Grenzwert liegt somit bei:

Auswahlverfahren: Note 2,6 mit 2 Wartesemestern und geleistetem Dienst