Meldungen aus der UDE

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Aus dem Senat

Sitzung vom 1. September 2017

von Cathrin Becker | 11.09.2017 | Hochschulpolitik

In der Sommerpause ist viel passiert: Spannende Forschungsanträge wurden bewilligt, der neugewählte Hochschulrat und der fusionierte Förderverein nahmen ihre Arbeit auf. Wie künftig die Gleichstellungsbeauftragte gewählt wird und wer sie sowie die Prorektor/innen und den oder die Kanzler/in wählt, wurde auch geklärt.

Berichte

Der Senatsvorsitzende Prof. Ulf Dittmer

  • dankte den ausgeschiedenen drei studentischen Senator/innen für ihre Arbeit.
  • informierte über den außerplanmäßigen Wechsel im AStA-Vorstand. Carlotta Kühnemann und Marcus Lamprecht lösten Nadine Bendahou als Vorsitzende ab.
  • teilte mit, dass aufgrund fehlender Vorschläge keine Nachwahl für die Gleichstellungskommission in der Sitzung durchgeführt werden kann.

Rektor Prof. Ulrich Radtke berichtete

  • dass die erste Sitzung des neu gewählten Hochschulrats am 14. Juli stattgefunden hat https://www.uni-due.de/de/organisation/mitglieder.php
  • dass das Rektorat Mitte Juli eine neue Richtlinie für Seniorprofessuren herausgegeben hat.
  • über die Auftaktveranstaltung des neuen Fördervereins nach der Fusion am 6. Juli. https://www.uni-due.de/foerderverein/vorstand.php
  • dass der DHV die UDE re-auditiert hat. . Die Hochschule darf die Auszeichnung („Faire und transparente Berufungsverhandlungen“) für weitere fünf Jahre führen.
  • über die Einigung der Kultusministerkonferenz der Länder und VG Wort. Demnach kann die UDE die gesetzlich erlaubte Nutzung von Schriftwerken in den digitalen Semesterapparaten für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 28. Februar 2018 pauschal vergüten. Ab dem 1. März 2018 gilt das neue Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz.

Die Prorektorin für Studium und Lehre, Prof. Isabell van Ackeren, informierte über

  • die ausgebuchte Sommeruni, die zu gleichen Teilen von Mädchen und Jungen besucht wurde.
  • die ab Oktober startende Workshop-Reihe „Digitalisierung in Studium und Lehre“ https://www.uni-due.de/apps/rss.php?id=46&db=elearning
  • die Bewilligung eines Digitalisierungsprojekts in Studium und Lehre durch das Wissenschaftsministerium. Die UDE hat den Antrag mit den Hochschulen Ruhr-West, Niederrhein und Rhein-Waal eingereicht. Geprüft werden Kooperationen bei E-Prüfungen, Assessments in der Studieneingangsphase mit Blick auf mathematische Kompetenzen und FabLabs, also offene Kreativwerkstätte. Die Fördersumme beläuft sich auf 450.000 Euro.

Der Prorektor für Forschung, Prof. Jörg Schröder, berichtete, dass

  • die DFG für drei Jahre mit insgesamt 8,5 Mio. Euro das Schwerpunktprogramm (SPP 1980) „Nanopartikelsynthese in Sprayflammen“ fördert. Sprecher ist Professor Dr. Christof Schulz. An sieben der genehmigten 16 Teilprojekte ist die UDE beteiligt. https://www.uni-due.de/2017-08-24-nanopartikel-aus-der-sprayflamme.
  • die Evaluierung des Käte-Hamburger-Kollegs erfolgreich abgeschlossen wurde. Die zweite Förderphase startet am 1. Februar 2018 für sechs Jahre mit einem Volumen von 9,5 Millionen Euro.
  • eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe zur Erforschung von Polymer-Nanopartikeln für optische Halbleiter mit 1,3 Mio. Euro von der DFG bewilligt wurde. Die Arbeitsgruppe wird bis 2022 gefördert und von Juniorprofessor Dr. André Gröschel geleitet. https://www.uni-due.de/2017-08-28-millionenfoerderung-fuer-nanolego

Damit wurde 2017 bereits die dritte Emmy-Noether-Gruppe eingerichtet. Bereits im März und Mai wurden zwei weitere bewilligt:

https://www.uni-due.de/2017-05-03-emmy-noether-gruener

https://www.uni-due.de/2017-03-15-dem-schmerz-auf-der-spur

  • ein UA Ruhr-Antrag zur Gründung einer Research Academy Ruhr gestellt wurde. Das NRW-Wissenschaftsministerium und MERCUR stellen für viereinhalb Jahre insgesamt über 700.000 Euro zur Verfügung.
  • 15 von 20 nominierten UDE-Kandidaten in die MERCUR Global Young Faculty aufgenommen wurden, insgesamt sind 47 Nachwuchswissenschaftler der UARuhr-Unis dabei.

Der Kanzler, Dr. Rainer Ambrosy, informierte

  • dass die Drogenproblematik weiterhin aktuell ist auf dem Essener Campus, allerdings mit sinkender Tendenz im VBereich und einer leichten Verschiebung in Richtung Schützenbahn. Die eingesetzte Drogenstreife wird deshalb bis Ende des Jahres verstärkt auch dort kontrollieren.
  • dass der Landesrechnungshof das Studierendenwerk EssenDuisburg geprüft hat. Dabei wurde festgehalten, dass der Betrieb des KKC nur dann wieder aufgenommen werden kann, wenn ein wirtschaftlich erfolgversprechendes Konzept vorgelegt wird.

Anfragen:

Corinna Kalkowsky erkundigt sich bei Prorektorin Prof. Isabell van Ackeren nach Plänen zur möglichen Wiedereinführung der Anwesenheitspflicht. Die Prorektorin verneint eine Einführung der grundsätzlichen Anwesenheitspflicht auf Grundlage des Hochschulgesetzes. Die bestehenden Ausnahmen für einzelne Veranstaltungen sind gesetzeskonform und würden mit Blick auf die Gesamtlänge des Studiums nur sehr wenige Veranstaltungen betreffen.

Berufungen und Ehrenpromotion:

Einstimmig befürwortete der Senat die Besetzung der Professuren

  • für Germanistische Sprachdidaktik, Fakultät für Geisteswissenschaften
  • für Infektiologie, Medizinische Fakultät
  • für Innere Medizin, Schwerpunkt Gastroenterologie und Hepatologie, Medizinische Fakultät

Der Senat nimmt den Vorschlag für die Verleihung der Ehrenpromotion in der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften einstimmig zur Kenntnis.

Wahlen der zentralen Gleichstellungsbeauftragten:

Der Senat hatte bereits in der Mai-Sitzung über eine Neuordnung des Wahlverfahrens der zentralen Gleichstellungsbeauftragten diskutiert und der AG „Wahlordnung“ den Auftrag erteilt, dem Senat eine Beschlussvorlage vorzulegen. https://www.uni-due.de/2017-05-09-senatssitzung-mai

Der Senat hat mit einigen Änderungen drei Ordnungen zu den Wahlen der zentralen Gleichstellungsbeauftragten ohne Gegenstimmen und Enthaltungen zugestimmt.

Der Senat stimmte darüber hinaus einstimmig den Empfehlungen zu, die besagen, dass

  • die zukünftige Kommission zur Findung der Gleichstellungsbeauftragten und ihrer Stellvertreterinnen die Verwaltungsvorschriften zur Ausführung des Landesgleichstellungsgesetztes bei zukünftigen Ausschreibungen berücksichtigt.
  • das Rektorat die Empfehlungen der Gleichstellungskommission im Hinblick auf Freistellung der Gleichstellungsbeauftragten und ihrer Vertreterinnen sowie die Ressortbildung berücksichtigt.

Wahl der Mitglieder der Findungskommission:

Zur Besetzung der Findungskommission zur Wahl der Kanzlerin / des Kanzlers und zur Wahl der Prorektorinnen / Prorektoren wählt der Senat Dr. Christian Karl (jeweils 23 Stimmen), Hasso Wolf (jeweils 24 Stimmen) und Corinna Kalkowsky (jeweils 24 Stimmen).

Zur Besetzung der Findungskommission zur Wahl der Gleichstellungsbeauftragten wählt der Senat mit jeweils 20 Stimmen Prof. Dr. Ute Schmiel, Prof. Dr. Andrea Vortkamp, Dr. Anke Liegmann,  Dr. Andrea Schäfer, Stefanie Noack, Jan Böcker, Corinna Kalkowsky und Aylin Kilic.

Ordnungsänderung:

Der Senat beschließt einstimmig mit einer Enthaltung die fünfte Ordnung zur Änderung der Berufungsordnung, die das Thema Hausberufungen bei Juniorprofessuren berücksichtigt.

Strategie der Digitalisierung in Studium und Lehre:

Prorektorin Prof. Isabell van Ackeren und Patrick Hintze, Zentrum für Hochschul- und Qualitätsentwicklung, stellen die Entwicklung der Digitalisierung in Studium und Lehre seit 2014 vor. Die Studiengänge sollten qualitativ verbessert sowie flexibel und diversitätsgerecht gestaltet werden. Kooperative Lehr- und Lernformen (z.B. Wiki-Projekte, Online-Planspiele) und selbstreguliertes Lernen standen im Vordergrund. Die UDE will auch in Zukunft eine Präsenzuniversität bleiben und auf das Konzept des integrierten Lernens (Blended Learning) setzen.

Bis 2020 sollen folgenden strategische Themenfelder und Maßnahmen realisiert werden:

  • ServiceAngebote (übergreifende Koordination, Weiterbildung Lehrende, Vernetzung)
  •  EAssessments (mehr Feedback, mehr Betreuung)
  • curriculare Einheiten sollen durch digitale Medien flexibler werden
  • neue und mehr Anlässe für gemeinsames Lernen
  • SoftwareLösungen sollen ausgebaut werden, um Studierenden mehr Orientierung zu geben und sie bei der Beratung zu unterstützen
  • Open Educational Resources (Lehr und Lerninhalte sollen niedrigschwellig einer breiten Zielgruppe zugänglich gemacht werden)
  • Learning Analytics (Nutzungsdaten sollen zur Verbesserung von Studium und Lehre und individuelle Feedbacks für Studierende analysiert werden)

Der Senat stimmt einer Kenntnisnahme des Berichts unter Berücksichtigung kleinerer Änderungswünsche zu. Der überarbeitete Bericht soll dem Rektorat für eine zweite Lesung vorgelegt werden.

Frauenförderpläne:

Der Senat beschließt die Frauenförderpläne

  • der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften,
  • der Fakultät für Mathematik,
  • der Medizinischen Fakultät,
  • der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

und setzt sie ab dem 1.September 2017 für drei Jahre in Kraft.