Meldungen aus der UDE

UDE gratuliert der RUB und der TU Dortmund

Erfolg in der Exzellenzstrategie

von Beate Kostka | 27.09.2018 | Hochschulpolitik|Forschung|Presseinfo

Grund zum Jubeln hat die Universitätsallianz Ruhr: an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) bewilligte die Deutsche Forschungsgemeinschaft jetzt zwei Exzellenzcluster, an denen auch Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) beteiligt sind. Die TU Dortmund ist als gleichberechtigter Mitantragsteller ebenfalls eingebunden.

UDE-Rektor Prof. Ulrich Radtke: „Wir gratulieren der Ruhr-Universität und der TU Dortmund von ganzem Herzen. Das ist ein riesiger Erfolg, der die Wissenschaftsregion Ruhr enorm nach vorne bringt. Hier bündeln sich hochdynamische Spitzenforschung mit weltweit eng vernetzter fachlicher Expertise. Ein echter Gewinn für uns alle.“

Prof. Axel Schölmerich, Rektor der Ruhr-Uni Bochum, ergänzt: „Durch die millionenschwere Förderung der beiden Cluster über sieben Jahre erhält das gesamte Ruhrgebiet einen zusätzlichen Schub. Es wird mehr und mehr zum attraktiven Standort international renommierter Forschung.“

Folgende Exzellenzcluster werden ab 2019 an der RUB gefördert:

  • Casa: Cyber-Sicherheit im Zeitalter großskaliger Angreifer sowie
  • Resolv: Verständnis und Design lösungsmittelabhängiger Prozesse – gemeinsam mit der TU Dortmund.

„Die IT-Sicherheit ist ein zukunftsträchtiges Thema, das in der Region künftig weiter verankert und sich im Cluster Casa stark vernetzen wird“, freut sich auch der RUB-Prorektor für Forschung, Prof. Dr. Andreas Ostendorf. „Die Cluster profitieren von der wechselseitigen Unterstützung in der Region. Bei Resolv kooperieren die RUB und die TU Dortmund bereits erfolgreich mit Wissenschaftlern aus Duisburg-Essen und mit weiteren außeruniversitären Partnern.“

Resolv: Die Rolle von Lösungsmitteln

Im Cluster Resolv – kurz für Ruhr explores solvation – wird die Rolle von Lösungsmitteln erforscht. Dazu arbeiten Experten der RUB und der TU Dortmund gemeinsam mit dem Experimentalphysiker Prof. Dr. Bovensiepen und Professorin Dr. Elsa Sanchez-Garcia (Computational Biochemistry) der UDE sowie Forschern der Max-Planck-Institute für Eisenforschung (Düsseldorf), Chemische Energiekonversion (Mülheim/R) und Kohlenforschung (Mülheim/R) sowie vom Fraunhofer-Institut Umsicht in Oberhausen. Die DFG bewilligte Resolv 2012 im Rahmen der Exzellenzinitiative 28 Mio. Euro für fünf Jahre. Die RUB ist Sprecherhochschule.

Der Erfolg lässt sich sehen: Seit 2012 wurden mehr als 700 Publikationen erstellt, davon 155 in sogenannten High Impact Journals. An etwa 120 waren mehrere universitätsübergreifende Gruppen beteiligt. Das Team hat in dieser Zeit mehr als 90 Auszeichnungen erhalten, darunter zwölf Grants des Europäischen Forschungsrats.

CASA: Mehr Cybersicherheit

IT-Sicherheit ist ein zentrales Problem für die zunehmend vernetzte Gesellschaft. Gefahr geht von Einzeltätern aus, aber vielfach auch von großen Vereinigungen, etwa aus dem Bereich der organisierten Kriminalität oder von staatlichen Organisationen. Die Täter agieren langfristig und verfügen über erhebliche technische Fähigkeiten und Ressourcen, mit denen sie immensen Schaden anrichten können.

Das Exzellenzcluster „Cyber Security in the Age of Large-Scale Adversaries (Casa)“ an der RUB nimmt Gegenmaßnahmen gegen diese mächtigen Angreifer in den Fokus. Dabei wird ein europaweit einzigartiger Ansatz verfolgt: Wissenschaftler den Fachrichtungen Informatik, Mathematik und Ingenieurwesen kooperieren mit Psychologen, um das Zusammenspiel von menschlichem Verhalten und IT-Sicherheit zu untersuchen.

UDE-Prof. Dr. Lucas Davi bringt seine Expertise in den Bereichen der Software-Sicherheit und der hardwarebasierten Sicherheit ein. Der Juniorprofessor bei paluno – the Ruhr Institute for Software Technology erforscht u.a. Sicherheitslösungen, um Software besser vor Laufzeitangriffen zu schützen. Diese sogenannten Zero-Day-Exploit-Attacks nutzen Schwachstellen unmittelbar am gleichen Tag, an dem sie erkannt wurden. Das macht sie so gefährlich: Entwickler haben praktisch keine Zeit (Zero-Day), Gegenmaßnahmen bereitzustellen.

Zur Exzellenzstrategie

Die Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder ist im Jahr 2016 gestartet. Die DFG und der Wissenschaftsrat führen den Wettbewerb in den beiden Förderlinien Exzellenzcluster und Exzellenzuniversitäten durch. Im September 2017 fiel die Entscheidung, welche eingereichten Clusterskizzen zu Vollanträgen ausgearbeitet werden. Die beiden RUB-Vollanträge wurden nun positiv begutachtet – eine Voraussetzung, um sich in der Förderlinie Exzellenzuniversitäten zu bewerben. Der Antrag muss zum 10. Dezember 2018 eingereicht werden; die Entscheidung fällt am 19. Juli 2019.

Weitere Informationen:
http://news.rub.de/presseinformationen/hochschulpolitik/2018-09-27-erfolg-zwei-exzellenzcluster-bewilligt

Redaktion: Beate Kostka, Tel. 0203/379-2430, beate.kostka@uni-due.de