Meldungen aus der UDE

© pixabay.com

UDE setzt auf interne und externe Lösungen

Videokonferenzen: Online zusammenkommen

  • von Arne Rensing
  • 17.04.2020

Das Sommersemester an der UDE startet zunächst ausschließlich mit digitalen und E-Learning-Formaten - und mit vielen Mitarbeiter*innen, die von zuhause aus arbeiten. Das setzt unter anderem den umfassenden Einsatz von Videokonferenztechniken voraus. Sie werden durch das Zentrum für Medien- und Informationsdienste (ZIM) zentral verwaltet und flächendeckend angeboten.

Warum setzt die UDE auf unterschiedliche Lösungen?

Das ist nötig, um den digitalen Lehrbetrieb – von Angesicht zu Angesicht und in Echtzeit – zuverlässig und ausfallsicher zu gewährleisten. Neben intern betriebenen Systemen wird es für größere Veranstaltungen vor allem ein extern betriebenes kommerzielles Produkt geben. „Denn es ist absehbar, dass die benötigten Bandbreiten und technischen Voraussetzungen durch InHouse-Lösungen nur schwer zu leisten sind“, erklärt ZIM-Leiter Uwe Blotevogel.

Welche sind die InHouse-Lösungen?

Die UDE betreibt das Open-Source-Webkonferenztool „BigBlueButton“ (https://bbb.uni-due.de/). Kleinere Teammeetings mit bis zu acht Teilnehmer*innen lassen sich außerdem über den ebenfalls intern gehosteten „Jitsi Meet Server“ der UDE führen (https://jitsi.uni-due.de/). Beide Systeme bieten eine Schnittstelle zur Lernplattform Moodle, so dass aus den virtuellen Kursräumen heraus Videozusammenkünfte angelegt und konfiguriert werden können.

Welches ist die externe Lösung?

Hier hat sich die UDE, wie andere Hochschulen auch, für die Videokonferenztechnik der US-amerikanischen Firma Zoom Video Communications (Zoom) entschieden. Sie steht inzwischen allen Hochschulangehörigen mit gültiger UDE-Kennung unter uni-due.zoom.us zur Verfügung. Der Vertrag gilt zunächst für ein Jahr.

Warum setzt die UDE auf Zoom?

Bei einer rein digitalen Lehre ist nicht die Software das Problem. Vielmehr lassen sich mit eigenen Ressourcen nicht genügend Veranstaltungen gleichzeitig als Videokonferenz durchführen. Deswegen ist nicht die Frage, auf einen externen Anbieter zu setzen, sondern eher: auf welchen? – Eine Entscheidung, die unter hohem Zeitdruck getroffen werden musste.

Zoom hat sich, so die Einschätzung des Rektorats, seit Beginn der Coronakrise als das leistungsfähigste und zuverlässigste Videokonferenzsystem erwiesen. Es ist ein übersichtlich gestaltetes und leicht zu bedienendes Tool.

Zoom wird aber auch kritisiert. Wie geht die UDE damit um?

Die UDE arbeitet derzeit unter hohem Druck, und sie muss sich in Lehre, Verwaltung und Forschung sehr flexibel an die aktuelle Situation anpassen. Das heißt aber nicht, dass Grundsätze wie Betriebssicherheit, Datenschutz und Mitbestimmung außer Acht gelassen werden. An der UDE haben der Chief Information Security Officer (CISO), der Datenschutzbeauftragte und die Personalräte beispielsweise auf den ersten Blick und unter bestimmten Voraussetzungen keine substanziellen Einwände gegen die Nutzung von Zoom erhoben. Und auch wenn der Vertrag mit Zoom unterschrieben ist, werden selbstverständlich die regulären Prüf- und Beteiligungsverfahren angestoßen.

Die Authentifizierung der Nutzer*innen bei Zoom läuft ausschließlich auf Systemen der UDE. Soweit möglich, sind die Sicherheitseinstellungen inzwischen an die Bedürfnisse der Universität angepasst und kritische Funktionen deaktiviert worden. Welche genau, das erklärt das ZIM unter: https://www.uni-due.de/zim/services/zoom#nutzungsbedingungen

Wichtig ist: Datenschutz, Sicherheit, der Umgang mit Nutzungsdaten – das alles sind Punkte, die bei jeder Einführung einer neuen Software auf dem Prüfstand stehen. Unabhängig der Frage, wie an der UDE speziell Funktionsabläufe und Konfigurationen in Zoom gestaltet werden, kommt es jetzt besonders auf die Nutzer*innen selbst an. Sie müssen sorgfältig abwägen, wie sie mit der vorhandenen Technik umgehen, und ihr Verhalten datenschutzkonform gestalten.

Was ist mit personenbezogenen Daten?

Selbstverständlich hat die UDE die Weitergabe solcher Angaben mit Zoom in einem Vertrag über die Auftragsdatenverarbeitung geregelt. Auch ist Zoom als aktives Mitglied des EU-US Privacy Shield gelistet. Diese Vereinbarung regelt den Schutz personenbezogener Daten, die aus einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union in die USA übertragen werden. Natürlich beobachtet das ZIM die aktuellen Diskussionen über Zoom weiterhin genau, ebenso die Weiterentwicklungen, die vom Anbieter vorgenommen werden.

Meetings, Seminare und vertrauliche Gespräche: Kann Zoom für alle Zwecke genutzt werden?

Zoom findet in den verschiedenen Bereichen der UDE seinen Einsatz. In der Verwaltung wird das Tool zum Durchführen von Besprechungen genutzt, in der Lehre und Forschung für Webinare und Onlinekurse. Es für öffentliche Veranstaltungen, Informations- oder Lehrveranstaltungen zu verwenden, schätzt die Universität als unkritisch ein.

Anders ist es bei Gremiensitzungen, Prüfungen oder wenn Forschungsdaten besprochen werden. Dann müssen die Beteiligten eigenverantwortlich entscheiden: Inwieweit können sensible oder der Geheimhaltung unterliegende Inhalte ausgetauscht werden, und sollte gegebenenfalls auf interne Alternativen ausgewichen werden?

Keinesfalls über Zoom abgewickelt werden, sollte die Besprechung von Gesundheitsdaten, Bewerbungs- oder besonders vertrauliche Gespräche. Hier sollte auf die UDE-internen Systeme zurückgegriffen werden. Damit ist garantiert, dass keinerlei Daten die Hochschule verlassen.

Einige Fakultäten oder Einrichtungen haben eigene stabile Lösungen. Dürfen diese weiterverwendet werden?

Zoom ist ein Angebot. Es soll andere Lösungen keinesfalls verbieten – im Gegenteil: Die UDE begrüßt es, dass mit anderen Systemen Erfahrungen gesammelt werden. So werden auch AdobeConnect (vom DFN-Verein), WebEx (von CISCO) oder Microsoft-Teams fortlaufend weiter getestet, und die Entscheidung für Zoom wird zu gegebener Zeit überprüft.

Wo erfahre ich, wie die Tools funktionieren?

Derzeit entwickelt das ZIM Anleitungen, Handreichungen und Empfehlungen zur Nutzung von BigBlueButton, Jitsi und Zoom. Diese werden fortlaufend aktualisiert:

https://www.uni-due.de/zim/services/bbb
https://www.uni-due.de/zim/services/jitsi-meet
https://www.uni-due.de/zim/services/zoom

Zurück

Ihre Ansprechpartner/innen

Stabsstelle des Rektorats
Hochschulmanagement und Kommunikation
Ressort Presse

Telefon: Teamübersicht
Fax: +49(0)203 37 92428
E-Mail: presse@uni-due.de

Campus Duisburg:
Forsthausweg 2
LG 119
47057 Duisburg

Campus Essen:
Universitätsstraße 2
T01 S03 B55
45141 Essen

Presseinformationen

Der Blick zurück (RSS)

Campus:Aktuell

Regelmäßig erhalten alle Hochschulangehörigen mit Campus:Aktuell alle Infos aus der und rund um die UDE. Extern gibt es unseren Newsletter auf Wunsch [per E-Mail] (Listenname: campusaktuell).