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© Sandra Tebbe

UNIKATE 58 aus den Geisteswissenschaften

Uneindeutigkeit und kultureller Wandel

  • 05.07.2022

Wie gehen Menschen mit Uneindeutigkeiten in unterschiedlichen Situationen um? Um sich in der natürlichen, sozialen und kulturellen Welt zurechtzufinden, treffen Menschen Unterscheidungen, trennen das Eigene vom Anderen. Dadurch entstehen häufig Uneindeutigkeiten, Ambiguitäten. Die Frage nach ethnischen, religiösen und geschlechtlichen Unterscheidungen steht im Mittelpunkt der Beiträge der UNIKATE 58.

Der Herausgeber Professor Christoph Marx erklärt: „Unsere Forschungsgruppe nimmt insbesondere Dynamiken in den Blick. Das heißt: Zeiten des Wandels und der Veränderung, die einen anderen Umgang mit Uneindeutigkeiten einleiten können.“ Dabei ist die Beobachterperspektive entscheidend, wie das folgende Beispiel deutlich macht: Für Transsexuelle kann ihre Geschlechtsidentität eindeutig sein, nicht aber für ihre soziale Umwelt, die vielmehr Uneindeutigkeit sieht. Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts hat sich die Wahrnehmung von Transsexualität durch die Medien stark verändert – statt sensationalistischen und voyeuristischen Berichten findet man nun eher Ansätze zur Empathie mit den Betroffenen.

Die neue Ausgabe der Berichte aus Forschung und Lehre umfasst eine große Bandbreite an Themen: den „Zwischenraum der Geschlechter“ in der frühen Neuzeit, barocke Poetik, osmanische Manuskriptmalerei, ein Interview über Ambiguitätsrezeption in der Türkei, Literatur des 18. Jahrhunderts, die Anti-Apartheid-Bewegung in Südafrika, religiöse Migrationsbewegungen und vieles mehr.

Die Autor:innen dieser UNIKATE-Ausgabe sind Mitglieder der Anfang des Jahres verlängerten DFG-Forschungsgruppe 2600 „Ambiguität und Unterscheidung“ aus den Geisteswissenschaften.

Die UNIKATE „Geisteswissenschaften – Uneindeutigkeit und kultureller Wandel“ sind für 7,50 Euro im Buchhandel erhältlich (ISBN: 978–3–934359–58–1).

 

Weitere Informationen:
www.uni-due.de/unikate

Prof. Dr. Christoph Marx, Herausgeber dieser UNIKATE und Mitglied der FOR 2600 „Ambiguität und Unterscheidung“, Tel. 0201/18 3-3620, christoph.marx@uni-due.de
Prof. Dr. Benjamin Scheller, Sprecher der FOR 2600, Tel. 0201/18 3-6043, benjamin.scheller@uni-due.de

Redaktion: Dr. Barbara Bigge, SSC, Tel. 0201/18 3-3254, barbara.bigge@uni-due.de

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