25 Jahre Lehrstuhl für Transportsysteme & -logistik
Erfolge, Abschied, Aufbruch
- 02.02.2026
Vom Nullstart zur internationalen Sichtbarkeit: Seit nunmehr 25 Jahren besteht der Lehrstuhl für Transportsysteme und -logistik (TUL). Seine Entwicklung ist eine Erfolgsgeschichte, die eng mit Prof. Dr. Bernd Noche verbunden ist. Er baute den Lehrstuhl im Jahr 2000 auf und prägte ihn in Forschung und Lehre über ein Vierteljahrhundert hinweg. Beim Netzwerktreffen am 28. Januar verabschiedete er sich nun in den Ruhestand.
Als wissenschaftliches Fachgebiet greift die Logistik auf Systems Engineering, Mathematik, Geographie und Informatik zurück, um Netzwerkflüsse zu analysieren um die zeit- und ortsabhängigen Flüsse von Gütern, Informationen und Personen innerhalb von Systemen zu untersuchen und modellieren.
Was im Jahr 2000 mit null Studierenden begann, ist heute ein international ausgerichteter Lehrstuhl: Aktuell sind rund 700 Studierende aus 30 Ländern eingeschrieben, mehr als 90 Prozent von ihnen kommen aus dem Ausland. Insgesamt zählt TUL bisher rund 2.050 Absolvent:innen. Elf Mal erzielten die Logistikstudierenden der UDE zwischen 2007 und 2020 den ersten Platz im bundesweiten Kompetenzwettbewerb Logistik Masters. Das interdisziplinäre Konzept, die internationale Ausrichtung und die enge Zusammenarbeit mit der Industrie machten den Studiengang weit über Deutschland hinaus attraktiv.
Auch die Forschungsstärke beeindruckt: In 61 Drittmittelprojekten wurden Gelder aus Bundes-, EU- und weiteren Programmen eingeworben. Der Schwerpunkt verlagerte sich dabei zunehmend auf hochkompetitive europäische Förderlinien. TUL realisierte 16 internationale Projekte mit Partnern in Europa, Amerika und Asien. Einer der Meilensteine war die Beteiligung am EffizienzCluster LogistikRuhr, einem europaweit führenden Innovationsverbund. TUL war an sechs der neun UDE-Projekte beteiligt und übernahm mehrfach die Projektleitung. Aus einem dieser Vorhaben ging ein Academic Spin-off hervor. In dieser Zeit prägte Prof. Noche zudem über mehr als zehn Jahre das universitäre Kompetenzzentrum für Logistik und Verkehr (ZLV).
Das Netzwerktreffen Ende Januar markierte zugleich Prof. Noches Abschied. Unter dem Titel „Vom Materialfluss zur Logistik: Lieferketten im Wandel der Zeit“ zeichnete er die Entwicklung des Fachgebiets nach – von der klassischen Transport- und Lagerlogistik hin zu resilienten, digitalen und nachhaltigen Lieferketten. „Logistik ist ein entscheidender Motor für die Entwicklung von Regionen“, so Noche. Zum Ende seiner Amtszeit setzte der Lehrstuhl noch einmal ein starkes Signal: Das von ihm koordinierte EU-Projekt WISTAR wurde beim Interreg-Jahresevent 2025 in Luxemburg ausgezeichnet.
Mit Prof. Dr. Katharina Glock übernimmt nun eine ausgewiesene Expertin die Leitung des Lehrstuhls. Sie wird die erfolgreiche Arbeit fortführen und die Forschung weiter ausbauen.