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Forschung 

 

Forschungsprojekt für Ruhr 2010: "Hochqualifizierte im/ins Ruhrgebiet. Wie finden hochqualifizierte Migrant/innen den Weg ins Ruhrgebiet?" zusammen mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen
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„Migration im/ins Ruhrgebiet“

(mit Claus Leggewie, RUHR 2010, in 2010)

Das Projekt untersucht, ob sich ausgewählte Ergebnisse der VW Studiengruppe im Ruhrgebiet replizieren lassen und es exploriert Besonderheiten dieser Im- und Emigrationsregion.
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Ergebnisse

 

 

Internationale Studiengruppe

„Kulturelles Kapital in der Migration. Zur Bedeutung von Bildungs- und Aufenthaltstiteln während der Statuspassage in den Arbeitsmarkt.“

(mit Arnd-Michael Nohl/Karin Schittenhelm/Oliver Schmidtke; 2004 bis 2010, VW-Stiftung € 650.000,-)

Die Studiengruppe im Programm „Migration und Integration“ der VW Stiftung untersucht, wie MigrantInnen ihr kulturelles Kapital in der Statuspassage in den Arbeitsmarkt verwerten. Um der Bedeutung von Bildungs- und Aufenthaltstiteln für die Arbeitsmarktintegration gerecht zu werden, vergleicht sie vier Statusgruppen, die systematisch hinsichtlich der Höhe und des Erwerbs ihres Bildungstitels im In- oder Ausland und bzgl. der Gleich- bzw. Nachrangigkeit ihres Aufenthaltstitels variieren. Auf der Grundlage von 206 narrativen Interviews wird mit der Dokumentarischen Methode rekonstruiert, wodurch der Verlauf der Statuspassage in den Arbeitsmarkt strukturiert ist. Neben Handlungsorientierungen gehen auch meso- und makrosoziale Kontexte (berufspezifische Felder, Netzwerke, symbolische Exklusion, institutionelle Regelungen etc.) sowie typische Verlaufsmuster in die Ergebnisse ein. Die Studiengruppe untersucht jede Statusgruppe im meso- und makrosozialen Kontext Deutschlands wie auch je eines Vergleichslands (Kanada, Großbritannien, Türkei).

 

 

DFG-Projekt

„Hochqualifizierte Migrant/-innen.
Zur Transnationalisierung von sozialen Lagen.

Soziale Ungleichheit wurde bisher ausschließlich zwischen oder innerhalb von Nationalstaaten untersucht. Als Folge von Globalisierungsprozessen sind soziale Lagen aber durch mehrdeutige Bezüge zu diversen sozialen Räumen gekennzeichnet.

Zentrales Anliegen des Projekts war eine empirisch fundierte Theoriebildung zur Transnationalisierung sozialer Ungleichheit. Dabei geht es einerseits darum, wie die soziale Lage von Migrationsbevölkerungen analysiert werden kann, deren Lebensführung und Kapitalausstattung auf mehrere (trans-) nationale soziale Räume bezogen sind. Eine Integration von Raumrelationen in Modelle der Sozialstruktur führt andererseits zu der Frage, ob von einer transnationalen Klassen- oder Lagenbildung die Rede sein kann oder ob eine Berücksichtigung von Raumrelationen zu einer Auflösung von sozialen Ungleichheiten hin zu individualisierter Unterschiedlichkeit beiträgt. Auf der Grundlage von 17 mehrstündigen qualitativen Interviews mit IT-Fachkräften, die mit „Green Card" in Deutschland beschäftigt sind, und mit Deutschen, die als Expatriates in Schwellen- und Entwicklungsländern arbeiten und im kontrastierenden Vergleich mit Hochschullehrern, die aus afrikanischen Ländern nach Südafrika eingewandert sind, fragte das Projekt, ob sich Anhaltspunkte für eine transnationale Klassenbildung finden lassen.