Ausschreibung der Förderung von Lehr-Lern-Innovationen 2027
Gefördert werden in den Förderlinien Lehre BNE, Lehre divers, Lehre digital und Lehre international ca. zehn Projekte zur Entwicklung und Erprobung von Lehr-Lern-Konzepten mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von bis zu 15.000 Euro. Antragsberechtigt sind Professor*innen und hauptamtlich, dauerhaft beschäftigte Lehrende der UDE (zusammen mit ihren Teams), die ihre eigene Lehre bzw. einzelne Lehrveranstaltungen weiterentwickeln möchten.
Der Prorektor für Studium, Lehre und Bildung, Prof. Dr. Stefan Rumann, und die Prorektorin für Universitätskultur, Diversität & Internationales, Prof. Karen Shire (Ph.D.), laden alle Professor*innen und hauptamtlich, dauerhaft beschäftigte Lehrende der UDE herzlich dazu ein, sich bis zum 16. Oktober 2026 im Programm „Lehr-Lern-Innovationen an der UDE“ zu bewerben.
Mit der Förderung werden Lehrende sowohl finanziell als auch didaktisch und kollegial unterstützt. Geförderte und ihre Teams profitieren dabei von einem Begleitprogramm, in dem sie sich mit Kolleg*innen und Expert*innen zu wichtigen Lehrfragen, wie etwa der lernergebnisorientierten Lehre, der diversitätssensiblen Gestaltung von Veranstaltungen und dem Einsatz digitaler Medien austauschen können.
Die Eckdaten und Kriterien der Förderlinien werden auf dieser Seite näher ausgeführt.
Inhaltsübersicht
Lehre BNE, Lehre divers, Lehre digital und Lehre international
Gefördert werden Lehr-Lern-Innovationen in 2027 mit bis zu 15.000 Euro.
Bildung für nachhaltige Entwicklung in das Lehren und Lernen integrieren Förderlinie Lehre BNE
Die Förderlinie Lehre Bildung für nachhaltige Entwicklung (Lehre BNE) unterstützt die Entwicklung und Erprobung von Lehr-Lern-Konzepten, die Studierenden ermöglichen, Kompetenzen für die verantwortungsvolle Gestaltung gesellschaftlicher Transformationsprozesse zu erwerben. Gefördert werden Vorhaben, die fachliche Perspektiven mit der Auseinandersetzung mit nachhaltiger Entwicklung, ethischen Fragestellungen und gesellschaftlicher Verantwortung verbinden.
Mögliche Projekte können beispielsweise das Verständnis von Wissenschaftlichkeit und wissenschaftlicher Verantwortung stärken, die Reflexion ethischer Herausforderungen der Gegenwart fördern oder Lerngelegenheiten schaffen, in denen Studierende ihre Rolle in demokratischen und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen reflektieren und aktiv gestalten können.
Diversität und Chancengleichheit für das Lehren und Lernen Förderlinie Lehre divers
Die Förderlinie Lehre divers unterstützt die Entwicklung und Erprobung diversitätssensibler Lehr-Lern-Konzepte, die unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Voraussetzungen von Studierenden als Potenzial für erfolgreiche Bildungsprozesse berücksichtigen. Ziel ist es, Lernräume zu schaffen, in denen alle Studierenden unabhängig von ihren individuellen Hintergründen chancengerecht an Hochschulbildung teilhaben und ihre Kompetenzen weiterentwickeln können.
Gefördert werden beispielsweise didaktische Weiterentwicklungen von Lehrveranstaltungen, die die Heterogenität der Studierenden einbeziehen, Konzepte zum Umgang mit unterschiedlichen fachlichen Voraussetzungen und Lernwegen entwickeln oder Maßnahmen zur Unterstützung von Studierenden mit spezifischen sprachlichen oder bildungsbezogenen Bedarfen erproben. Diversität wird dabei als wichtige Ressource für kritisches Denken, Perspektivenvielfalt und gesellschaftliche Verantwortung verstanden.
Digitale Transformation für das Lehren und Lernen Förderlinie Lehre digital
Die Förderlinie Lehre digital unterstützt die mediendidaktische Weiterentwicklung von Lehr-Lern-Konzepten, in denen digitale Technologien zur Gestaltung innovativer und zukunftsorientierter Lernprozesse genutzt werden. Im Mittelpunkt stehen nicht die Technologien selbst, sondern ihre didaktisch begründete Nutzung zur Förderung von Kompetenzen, die Studierende für eine zunehmend digital geprägte Wissenschafts- und Arbeitswelt benötigen.
Gefördert werden beispielsweise Vorhaben zur Stärkung des selbstregulierten Lernens, zur Entwicklung kollaborativer und interaktiver Lernformate sowie zur Förderung digitaler, datenbezogener und professionsbezogener Kompetenzen. Auch die kritische Reflexion digitaler Transformationsprozesse und ihrer gesellschaftlichen Auswirkungen kann ein Bestandteil innovativer Lehr-Lern-Szenarien sein.
Internationale Perspektiven für das Lehren und Lernen Förderlinie Lehre international
Die Förderlinie Lehre international unterstützt die Entwicklung und Erprobung von Lehr-Lern-Szenarien, die internationale und interkulturelle Perspektiven in Studium und Lehre integrieren. Ziel ist es, Studierende dazu zu befähigen, globale Zusammenhänge zu verstehen, unterschiedliche wissenschaftliche und gesellschaftliche Perspektiven einzubeziehen und interkulturell handlungsfähig zu werden.
Förderfähig sind beispielsweise Vorhaben zur Internationalisierung von Lehrveranstaltungen oder Modulen, zur Entwicklung virtueller und hybrider Austauschformate sowie zur Förderung internationaler und interkultureller Kompetenzen. Dabei können auch globale Herausforderungen und deren unterschiedliche regionale Perspektiven aufgegriffen werden, um Studierende auf verantwortungsvolles Handeln in einer vernetzten Welt vorzubereiten.
Antragsberechtigung
Antragsberechtigt sind Professor*innen sowie hauptamtlich, dauerhaft beschäftigte Lehrende der UDE (zusammen mit ihren Teams).
Projektzeitraum und Finanzierung
Die Förderung in Höhe von bis zu 15.000 Euro wird Anfang 2027 ausgeschüttet. Die Laufzeit der Projekte beträgt maximal zwölf Monate (01.01.2027 bis 31.12.2027). Bis zum 31.12.2027 nicht verausgabte Mittel sind zu erstatten.
Auswahlprozess und Kriterien
Die Auswahl der Projekte erfolgt auf Grundlage der eingereichten Skizzen durch eine Jury. Interessensbekundungen können online über eine Eingabemaske eingereicht werden.
Für die Förderentscheidung sind die folgenden Kriterien maßgeblich:
- der Innovationsgrad des Vorhabens im eigenen Fach,
- die Weiterentwicklung der Lehrpraxis in Bezug auf die ausgewählte Förderlinie,
- das Transferpotential auf andere Lehr-Lern-Situationen und
- die Plausibilität der Finanzplanung.
Förderbedingungen
Beantragt werden können sowohl Personal- als auch Sachausgaben. Beantragte Software, digitale Tools oder technische Ausstattung bedarf besonderer Begründung. Bitte prüfen Sie bei Bedarf deshalb unbedingt vorab, ob benötigte Software oder KI-Tools durch die UDE bereits lizensiert sind. Reisekosten können nicht beantragt werden. Der mit der Interessensbekundung eingereichte Finanzierungsplan ist verbindlich und darf nur in Rücksprache mit dem Team „Lehr-Lern-Innovationen“ in geringen Umfang (Umwidmungsstopp bei 10% der beantragten Mittel) geändert werden. Die Mittel werden zweckgebunden zur Verfügung gestellt.
Die einschlägigen Regelungen, Richtlinien und Verordnungen der UDE zur Budgetierung, Haushaltsführung und Vergabe von Aufträgen sind zu beachten.
Im Rahmen des Vorhabens entwickelte Lehr-Lern-Materialien, die sich für eine Nachnutzung durch Dritte eignen, sind als Open Educational Resources (OER) unter einer entsprechenden Lizenz zugänglich zu machen.
Die geförderten Projekte werden nach Abschluss der Förderphase mit Unterstützung des Zentrums für Hochschulqualitätsentwicklung multimedial aufbereitet und in das Portal Lehrwerkstatt Online der UDE eingestellt. Dazu werden die Projektverantwortlichen zu den Zielen, der Umsetzung, den Erfahrungen und den Ergebnissen ihrer Lehr-Lern-Innovation interviewt. Die Videodokumentation dient der Sichtbarmachung und dem Transfer erfolgreicher Ansätze innerhalb der Universität Duisburg-Essen und ersetzt den schriftlichen Projektbericht.
Interessensbekundungen können bis einschließlich zum 16.10.2026 eingereicht werden.
Eckdaten des Begleitprogramms
Im Zentrum des Begleitprogramms stehen der kollegiale Erfahrungsaustausch und die Vernetzung mit anderen Kolleg:innen der UDE, die ebenfalls an der Umsetzung innovativer Lehrprojekte arbeiten. Darüber hinaus steht den Geförderten ein umfangreiches Angebot an Lehrhospitationen und Coachings sowie didaktischer und technischer Beratung offen. Die Förderung kann mit der Beantragung eines Lehrforschungssemesters kombiniert werden.
Auf der Netzwerkkonferenz, die am 20.04.2027 stattfinden wird, haben die Projektpartner*innen der neuen Kohorte Gelegenheit, Einblick in die Projekte zu geben und in Austausch mit Kolleg*innen der Vorjahreskohorten (2018-2026) und anderer Förderprogramme zu kommen.
Mit den geförderten Projekten stärkt die UDE die Sichtbarkeit guter Praxis in der Hochschulöffentlichkeit. Die entstandenen Lehr-Lern-Innovationen machen beispielhaft sichtbar, wie zukunftsorientierte Lehre gestaltet und weiterentwickelt werden kann. Durch die Dokumentation und den Austausch über Erfahrungen, Herausforderungen und Ergebnisse der Projekte werden Impulse für andere Lehrende geschaffen und Möglichkeiten zur Übertragung erfolgreicher Ansätze in weitere Lehrkontexte eröffnet. Auf diese Weise tragen die geförderten Vorhaben zur gemeinsamen Weiterentwicklung einer innovativen, verantwortungsorientierten und lernenden Hochschulkultur an der UDE bei.
Ansprechpersonen und Betreuung
Das Programm Lehr-Lern-Innovationen an der UDE wird vom Zentrum für Hochschulqualitätsentwicklung (ZHQE) betreut. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an
Frau Dr. Nicole Auferkorte-Michaelis,
Geschäftsführerin des ZHQE
0203 379-7006
nicole.auferkorte-michaelis@uni-due.de
Frau Annette Hintze,
0203 379-7030
annette.hintze@uni-due.de
Herrn Karl-Heinz-Stammen,
Stellvertretender Geschäftsführer des ZHQE
0203 379-7025
karl-heinz.stammen@uni-due.de