Netzwerk-Konferenz | Innovative Lehrentwicklung an der UDE
Nachfolgend finden Sie die Poster, die im Rahmen der Postersession auf der Netzwerk-Konferenz | Innovative Lehrentwicklung am 05.05.2026 an der UDE präsentiert wurden.
Prof. Dr. Lucia Bellora-Bienengräber, Dr. Jan Endrikat, Eleni Petta, Michelle HuynhRecognizing (Post-)Truth – Embedding Bias Recognition, Information Validity, and Sustainable Decision-Making in Management Control Teaching
The project Post-Truth in Controlling addresses a growing challenge in university teaching: students often adopt information, both in professional and everyday contexts, without critically examining its source, validity, or underlying interests. In response, the project embeds post-truth competencies as a cross-cutting theme across the teaching program of the Chair of Managerial Accounting & Sustainability. Through modular teaching components integrated into different courses, the project aims to strengthen students’ ability to assess information quality, recognize cognitive biases and manipulation, and reflect critically on the use of information in decision-making contexts. The teaching approach covers, among other topics, misleading or misinterpreted statistics, the framing and reliability of data sources and media outlets, corporate signaling and impression management, questionable research practices, predatory journals, and the critical use of AI-generated content. In this way, the project positions management control not only as a discipline concerned with numbers, but also as a field that enable students to become reflective, responsible, and sustainability-oriented decision-makers. Beyond its integration across the Chair’s curriculum, the project is designed with transfer potential in mind: the ideas and/or materials can be adapted by other lecturers and are subject to ongoing refinement and dissemination.
Kira EhlisOpen Educational Resources (OER) an der UDE
Open Educational Resources (OER) sind frei zugängliche Bildungsmaterialien, die unter einer offenen Lizenz stehen, und sind damit ein integraler Bestandteil der Open Education. Mit Einführung der OER-Policy im Januar 2022 wurde der hohe Stellenwert von OER an der UDE noch einmal unterstrichen: Die UDE sieht in der Bereitstellung frei verfügbarer Bildungsmaterialien die Chance, den offenen Zugang zu hochwertiger Bildung zu fördern, eine Kultur des Teilens zu etablieren und damit die Qualität von Studium und Lehre weiter zu steigern. Seit 2021 finden an der UDE verstärkt Bemühungen um den Ausbau einer OER-Community statt, die seitdem stetig wächst. Die Vernetzung der OER-Community geschieht insbesondere über die regelmäßig stattfindenden OER-Netzwerktreffen, in denen aktuelle Themen wie Qualitätssicherung, Barrierefreiheit oder KI adressiert werden und ein fakultätsübergreifender Austausch angeregt wird. Als zentrale Akteurin der Informationsversorgung unterstützt die Universitätsbibliothek (UB) zudem Lehrende, Projektmitarbeitende und Studierende in Erstellung und Nachnutzung von OER durch ein breites Schulungs- und Beratungsangebot. Darüber hinaus enthält das UDE-Repositorium DuEPublico eine eigene Sparte für OER, welche über Schnittstellen zu den großen OER-Portalen verfügt. Die OER-Moodle-Instanz der UDE, die 2026 in die Pilotphase gestartet ist, ermöglicht zudem die freie Bereitstellung ganzer Moodlekursräume. Eine erste Orientierung zu OER und Angeboten der UDE kann über die Webseite stattfinden, die 2025 neu gelauncht ist: Zur Webseite
Prof. Dr. Inga GrylFossilien zwischen Original und Reproduktion. Hands-on-Lehre oder Einfallstor für Fehlvorstellungen?
Das Poster rahmt Fossilien als Lerngegenstände, die gemeinsam mit Studierenden praktisch und diskursiv im Rahmen von Begleitgesprächen zu Abschlussarbeiten sowie in einem Seminar auf ihr Potenzial für den Einsatz im Sachunterricht sowie für das fachliche Lernen im Lehramtsstudium untersucht wurden. Im Fokus steht dabei das Spannungsfeld zwischen Originalen und Reproduktionen als Grundlage für Erkenntnisprozesse und historisches Verständnis. Fossilien fungieren dabei als Zugang zu Evolution und Erdgeschichte und als authentische materielle Zeugnisse. Aufgrund von Kosten, Fragilität und eingeschränkter Verfügbarkeit der Originale werden 3D-gedruckte Reproduktionen als Alternative erprobt. Materialvergleiche zeigen Unterschiede in Haptik, Detailtreue und Wahrnehmung durch Lernende. Während Reproduktionen mitunter haptisches Erleben und Partizipation fördern, geht Authentizität teilweise verloren und Fehlvorstellungen können entstehen. Insgesamt wird 3D-Druck als pragmatische, inklusive Ergänzung, nicht jedoch als Ersatz für Originale bewertet, sofern ihr Einsatz transparent gestaltet wird. Hierzu ist der Aufbau von OER mit gescannten 3D-Daten von Originalen eine sinnvolle Zukunftsperspektive.
Romina Krechter, Laura Seidel, Lea WöhningFlexi-Track DaZ-Modul(e) – eine Antwort auf individuelle Lernbiografien in der Lehrkräftebildung
Das zeitgemäße Lehramtsstudium sollte individuelle Studienbiografien sowie Praxiserfahrungen berücksichtigen und angehende Lehrkräfte auf die ganzheitliche Sprachbildung ihrer (mehrsprachigen) Schüler*innen vorbereiten. Im Verbundprojekt DaZFlexPro der Universitätsallianz Ruhr (UDE, TUDo, RUB) wird im Teilprojekt der Universität Duisburg-Essen mit dem Konzept eines (teil-)digitalen ‚Flexi-Tracks‘ im DaZ-Modul („Deutsch als Zweitsprache“), in NRW für alle Lehramtsstudierenden verpflichtend, auf zeitliche, räumliche und inhaltliche Flexibilisierungsbedarfe von Studierenden reagiert. Studierende erhalten die Möglichkeit, unter fachlicher Begleitung in Onlinekursen ihr individuelles Profil aus Kern- und Vertiefungsthemen zu wählen, um das DaZ-Modul mit ihrem Vorwissen, ihren Unterrichtsfächern, Interessen und Praxiserfahrungen zu verknüpfen – alternativ zu oder in Kombination mit bestehenden Lehrveranstaltungen. So werden unterschiedliche Lebensrealitäten (z.B. Care-Aufgaben) berücksichtigt und Praxiserfahrungen (z.B. Vertretungslehrtätigkeiten) fachlich produktiv eingebunden. Dieses curricular verankerte, individuell profilierte Alternativangebot zum obligatorischen DaZ-Modul bietet künftig digitale Möglichkeiten zum Erwerb professioneller Kompetenzen im Bereich der Sprachbildung und kann im Zuge der geplanten Transfer- und Implementationsprozesse auch standortübergreifend an den drei Hochschulen der Universitätsallianz Ruhr studiert werden.
Dr. Julia Markman, Prof. Jürgen in der Schmitten, Stefanie RupiettaErnährungsmedizin in der interdisziplinären Lehre
Ärzt*innen spielen eine zentrale Rolle in der Prävention und Therapie ernährungs(mit)bedingter Erkrankungen und benötigen hierfür fundierte ernährungsmedizinische Kompetenzen. Das Wahlpflichtfach „Ernährungsmedizin in der interdisziplinären Lehre“ setzt hier als innovativer curricularer Ansatz an. Im Kurs erwerben Medizinstudierende des 3. vorklinischen Semesters grundlegendes ernährungsmedizinisches Wissen und wenden dieses praxisnah durch das Erproben themenspezifischer Rezepte in der Lehrküche an. Die Lehre wird von Auszubildenden zur/zum Diätassistent*in im dritten Ausbildungsjahr gestaltet, die hierfür Lehrmaterialien und Rezepte zu zentralen Themenbereichen entwickeln und die praktische Umsetzung anleiten. Ziel ist es, frühzeitig ein Bewusstsein für die Bedeutung der Ernährung in Prävention und Therapie zu schaffen sowie die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Ärzt*innen und Diätassistent*innen zu fördern. Die Evaluation zeigt eine hohe Zufriedenheit der Teilnehmenden, insbesondere hinsichtlich Praxisbezug und interprofessionellem Lernen. Zudem berichten die Studierenden über einen Zugewinn an Handlungssicherheit im Umgang mit ernährungsmedizinischen Fragestellungen. Die Lehrveranstaltung soll künftig regelmäßig als fester Bestandteil des Curriculums angeboten werden und langfristig zur Stärkung ernährungsmedizinischer Kompetenzen beitragen.
Dr. Miriam Mulders, Dominik Evangelou, Kristian TrägVirtuelle Welten – Reale Wirkung: Soziale Fertigkeiten in Virtual Reality trainieren
Mit der zunehmenden Integration von Virtual Reality (VR) in die Hochschullehre rücken immersive Lernumgebungen verstärkt als Format für das Training sozialer Handlungskompetenzen in den Fokus. Das Poster präsentiert Ergebnisse des Projekts VR-Hybrid (Stiftung Innovation in der Hochschullehre, freiraum 2023), in dem über vier Semester hinweg VR-gestützte Lehrszenarien zur Förderung sozialer Kompetenzen mit Studierenden der Universität Duisburg-Essen entwickelt, erprobt und iterativ weiterentwickelt wurden. Die Projekterfahrungen zeigen, dass die pädagogische Wirksamkeit weniger in der immersiven Erfahrung selbst als vielmehr in ihrer didaktischen Rahmung liegt. Aus medienpädagogischer Perspektive wird VR daher als Bestandteil eines mehrphasigen, erfahrungsbasierten Lernprozesses verstanden, der vorbereitende, immersive und reflektierende Sequenzen systematisch verbindet. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass VR neue soziale Lernräume eröffnet und authentische, wiederholbare Trainingssituationen ermöglicht. Daraus ergeben sich Implikationen für die curriculare Einbindung, strukturierte Briefing- und Debriefingformate sowie die Entwicklung skalierbarer VR-Trainingsumgebungen mit KI-Unterstützung.
Marcel Pelz, Tatiana Esau, Maik Weber, Martin LangDiKoLeT – Digitaler Konstruktionsprozess im Lehramt Technik
Projektarbeiten sind ein zentrales Element des Lehramtsstudiums Technik. Sie setzen jedoch fundierte Kenntnisse im methodischen Konstruieren sowie im Umgang mit additiven (3D-Druck) und subtraktiven (Laserschneiden) Fertigungsverfahren voraus. Erfahrungen aus Lehre und Vorbereitungsdienst zeigen, dass Studierende in diesen Bereichen deutliche Wissenslücken aufweisen und es ihnen schwerfällt, kreative Ideen methodisch korrekt und fertigungsgerecht umzusetzen. Um dieser Problematik entgegenzuwirken, wird im Rahmen des Projekts DiKoLeT eine digitale Anlaufstelle entwickelt. Diese verknüpft Theorie und Praxis systematisch und begleitet Studierende durch den gesamten Konstruktionsprozess. Drei aufeinander abgestimmte digitale Bausteine bilden das Kernangebot:
- Multimedialer Leitfaden zum methodischen Konstruieren: Didaktisch adaptiertes Nachschlagewerk, das bestehende Konzepte und Modellansätze auf die Anforderungen der Lehramtsausbildung im Fach Technik überträgt.
- Digitaler Konstruktionskatalog: Wissenssammlung, die praxisrelevante Konstruktionsprinzipien beinhaltet, um durch experimentell ermittelte Parameter für den 3D-Druck und das Laserschneiden typische Fehlerbilder zu vermeiden.
- Digitale Lernangebote: Über QR-Codes an den Maschinen können Lernvideos und interaktive Lektionen für selbstständiges Lernen abgerufen werden.
DiKoLeT wird im Rahmen des UDE-internen Förderprogramms „Lehr-Lern-Innovationen“ des ZHQE in der Förderlinie „Lehre digital“ (Kohorte 2026) gefördert.
Marcel Pelz, Maik Weber, Martin LangErweiterung der mechanischen Werkstatt im Lehramt Technik zur Digitalen Werkstatt
Der Praxisbezug ist ein besonders wichtiger Bestandteil der Lehramtsausbildung im Fach Technik. Das in den Vorlesungen vermittelte theoretische Wissen kann während des Studiums u. a. in zwei Werkstattpraktika in der metallverarbeitenden mechanischen Werkstatt des Lehrgebiets erprobt werden. Dennoch berichten Ausbilderinnen und Ausbilder des Vorbereitungsdienstes, dass nicht alle Studierenden hinreichend sicher im Umgang mit den relevanten Werkzeugen und Maschinen sind. Um dieser Problematik entgegenzuwirken, wurde als Lösungsansatz ein digitales Angebot entwickelt, welches die Heterogenität der Studierenden in Bezug auf ihre Vorerfahrungen berücksichtigt. Zentrale Anlaufstelle ist ein Moodle-Kurs, der nach dem von Kerres (2013) entwickelten Modell der Selbststeuerung beim Lernen mit Medien aufgebaut ist und die drei Ebenen autodidaktisches, betreutes und soziales Lernen umfasst. Das Kernelement ist das Werkstatt-Buch, dessen multimedial aufbereitete Inhalte nach sicherheitsrelevantem und fachlichem Wissen gegliedert sind. Ein nach dem Baukastenprinzip aufgebautes Badge-System (Basics, Drehen/Fräsen, Blech, Schweißen, 3D-Druck, Laser) dient als Befähigungsnachweis für die selbstständige Arbeit in der Werkstatt und muss jährlich erneuert werden. Ergänzend dazu gibt es eine Terminbuchungsfunktion, die die Organisation von Abläufen ermöglicht, sowie einen Blog, der der Inspiration und dem sozialen Austausch über eigene Projekte dient. Das Projekt wurde im Rahmen des UDE-internen Förderprogramms „Lehr-Lern-Innovationen“ des ZHQE in der Förderlinie „Lehre digital“ (Kohorte 2021) gefördert.
Sarah Rau-PatschkeMulti- und intraprofessionelles Lernen angehender Lehrkräfte zur sexuellen Bildung im Sachunterricht (MiLeS)
Das Projekt MiLeS (Multi- und intraprofessionelles Lernen zur sexuellen Bildung im Sachunterricht) adressiert die anhaltend hohe Quote fachfremd erteilten Sachunterrichts in der Primarstufe. Vor dem Hintergrund, dass professionelle Handlungskompetenz nicht allein durch Berufserfahrung entsteht und fachausgebildete Lehrkräfte höhere Selbstwirksamkeitserwartungen aufweisen, welche sich positiv auf die Lernleistung der Kinder auswirken, zielt die Lehr-Lern-Innovation auf eine niedrigschwellige Professionalisierung angehender Lehrkräfte während des Studiums. Kern des Projekts ist eine gemeinsame Lehrveranstaltung für Fach- und fachfremde Studierende. In dieser arbeiten die Studierenden in multi- und intraprofessionellen Teams ko-konstruktiv an der Planung von Unterrichtsbausteinen zum anspruchsvollen Themenbereich der sexuellen Bildung. Während fachfremde Studierende grundlegende didaktische Prinzipien asynchron über eine digitale Lernumgebung („Crashkurs Sachunterricht“) erwerben, vertiefen Fachstudierende ihre Expertise und reflektieren diese im interdisziplinären Austausch. Das Konzept verbindet Diversitätssensibilität (u. a. Gender, Körper, Familienformen) mit kooperativer Professionalisierung. Die Wirksamkeit wird im Mixed-Methods-Design (Pre-Post-Design) hinsichtlich Professionswissen, Selbstwirksamkeit und Teamkompetenz evaluiert. Das Transferpotenzial liegt in der Übertragbarkeit auf weitere Themenfelder und (Mangel-)Fächer in Form einer ressourcenschonenden Alternative zum Erweiterungsfach, z.B. als Zusatzqualifikation.
Prof. Dr. Stefan Rumann, Kira Ehlis, Kim Krüger, Dr. Jessica Stegemann, Prof. Dr. Michael Beißwenger, Prof. Dr. Bernhard Schröder, Yvonne Schlootz, Sarah Steinsiek, Sarah SchiffbäumerDigital Humanities Ruhr UDE - Digitale Kompetenzen für die Geisteswissenschaften
Die UDE hat mit dem DataCampus einen Rahmen zur Förderung von Datenkompetenzen in Studium und Lehre geschaffen. Das von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre geförderte Projekt Digital Humanities Ruhr@UDE knüpft an diese Vorarbeiten an und erweitert sie um einen auf die Fachkulturen der Geisteswissenschaften zugeschnittenen Ansatz. UB, ZHQE und Institut für Germanistik arbeiten dabei partnerschaftlich zusammen und erproben ein Modell der Digital Humanities Education, das auf weitere Fächer übertragen werden kann. An der UDE entstehen zwei zentrale Lernangebote: ein Basiskurs Digitale Ressourcen und Methoden in der Linguistik im Blended-Learning-Format als curriculares Pflichtmodul in den germanistischen Bachelorstudiengängen sowie der Online-Selbstlernkurs Discover Digital Humanities im Ergänzungsbereich, der ab dem Wintersemester 2026/27 allen Studierenden einen einführenden Überblick über Begriffe, Methoden und Tools der DH bietet. Letzterer wird durch ein ko-kreatives Seminar begleitet, in dem Studierende die Kursinhalte nicht nur erproben, sondern aktiv mitgestalten. Darüber hinaus nutzt das Projekt die bewährte Veranstaltungsreihe Zahlen, Daten, Fritten, um mit DH-Specials in Vortrags- und Workshopformaten Studierende für Methoden und Karrierewege der digitalen Geisteswissenschaften zu begeistern. Im Verbund mit der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Universität Dortmund wird seit dem Wintersemester 2025/26 zudem ein gemeinsames DH-Zertifikat pilotiert, das Studierenden aller drei Standorte durch Einführungs- und Vertiefungsveranstaltungen sowie ein abschließendes Kolloquium eine formale Zusatzqualifikation ermöglicht.
Laura SchaffeldORCA.nrw – Das Landesportal für Studium und Lehre
Der Open Resources Campus NRW (ORCA.nrw) ist ein durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW) gefördertes Projekt. In Kooperation mit den Hochschulen in NRW möchte es den Zugang zu offen lizenzierten und qualitativ hochwertigen Bildungsmaterialien vereinfachen, zur digitalen Transformation in Studium und Lehre beitragen und den Studienerfolg an den Hochschulen unterstützen.
Das ORCA.nrw-Angebot umfasst dabei drei Säulen:
- Säule 1 – Digitale Bildungsmaterialien: Die Materialsuche im Portal ermöglicht Interessierten aktuell den Zugriff auf mehr als 98.000 Materialien. Da diese unter einer offenen Lizenz stehen, können sie nachgenutzt und in die eigene Lehre integriert werden.
- Säule 2 – Veranstaltungen: ORCA.nrw fördert den hochschulübergreifenden Erfahrungsaustausch durch die Organisation von Tagungen, Workshops, Beratungen und Impulsen und schafft somit Sichtbarkeit für die Aktivitäten an den Hochschulen.
- Säule 3 – Starker Start ins Studium: Um Studierende zu Beginn ihres Studiums zu unterstützen, stellt ORCA.nrw Materialien, Tests und weitere Hilfsangebote zur Verfügung, die das gezielte Identifizieren und Schließen von Wissenslücken ermöglichen.
Birte Eickhoff, Lorenz Peters, Sven Benson, Katja Kölkebeck, Katharina SchmidtÄrzt*innen als Medikament: Kommunikationscurriculum zu Placebo- und Noceboeffekten
Behandlungserwartungen können einen gravierenden Einfluss auf den Therapieerfolg haben. Beeinflusst werden sie dabei unter anderem durch die ärztliche Kommunikation – positiv sowie negativ. Auch der Nationale Kompetenzbasierte Lernzielkatalog Medizin (NKLM 2.0) bekräftigt basierend auf dem „Masterplan Medizinstudium 2020“ die Bedeutung der ärztlichen Kommunikation für das Wohlergehen von Patient*innen und sieht daher weitgehende Änderungen in der Kommunikationsausbildung angehender Ärzt*innen vor. Diesem Vorhaben wird im aktuellen Curriculum des Medizinstudiums jedoch noch nicht ausreichend Rechnung getragen. Wir begegnen dem durch die Entwicklung eines Blended Learning Angebots mit digitalen Elementen, in denen Medizinstudierenden durch anwendungsorientierte und interaktive Materialien die Bedeutung von positiven Behandlungserwartungen für den Therapieerfolg vermittelt wird und wie sie diese in der Praxis selbst fördern können. Basierend auf der Forschungsexpertise des SFB 289 „Treatment Expectation“ und einschlägiger Literatur dieses Feldes wurden Informationstexte, Videos, interaktive Aufgaben und Podcasts erstellt, welche den Studierenden das Themenfeld vielfältig näherbringen. Die Materialien werden in die Präsenzlehre an der Medizinischen Fakultät der UDE eingesetzt. Die Veröffentlichung als ansprechende Website ermöglicht Lehrenden sowie Studierenden darüber hinaus einen einfachen Zugang zu den Materialien, sodass sie sowohl in der Lehre als auch im Selbststudium gut erreichbar und nutzbar sind.












