Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

17. Anne-Frank-Tag

Holocaust und Schulunterricht

[18.01.2010] Die Auseinandersetzung mit dem Holocaust verändert sich. Es gibt immer weniger Zeitzeugen, der Völkermord und die Verbrechen liegen über sechs Jahrzehnte zurück. Dass sie dennoch nicht vergessen werden und die Geschichte wach gehalten wird, ist auch Sache des Schulunterrichts. Mit der „Erinnerung als religionspädagogische Aufgabe“ befasst sich deshalb der 17. Anne Frank Tag der Arbeitsstelle interreligiöses Lernen der Uni Duisburg-Essen. Er findet am internationalen Holocaust-Gedenktag, 27. Januar, im evangelischen Studierendenzentrum Die Brücke, Campus Essen, statt und richtet sich an Lehrer, Wissenschaftler und Studierende.

„Man kann aus der Geschichte nicht aussteigen“, hatte Rabbiner Dr. Ernst Stein auf einer der früheren Tagungen gesagt. Der 80-jährige Ehrendoktor der Berliner Humboldt-Universität ist einer der wenigen noch lebenden Zeitzeugen und ständiger Referent des Anne-Frank-Tages, den er traditionell mit einem Vortrag eröffnet. Diesmal geht es darum, was der Religionsunterricht gegen das Vergessen tun kann. Über entsprechende Erfahrungen an niederländischen Schulen spricht außerdem Prof. Dr. Wim Westerman von der Universität Amsterdam.

Bei den anschließenden Workshops werden weitere Beispiele vorgestellt, so das Projekt „Spurensuche“ aus Mülheim und „Lass kein Gras drüber wachsen“ aus Hamburg. Auch geht es um neue Konzepte und Unterrichtsmaterialen für die verschiedenen Schulformen und Altersklassen.

Anmeldungen zum 17. Anne-Frank-Tag sind noch bis zum 22. Januar möglich per E-Mail, rita.lehmann@uni-due.de, oder telefonisch unter 0201/183-4422. Der Programmflyer ist im Netz abrufbar: http://www.uni-due.de/imperia/md/content/evangelischetheologie/einladungaft2010flyer.pdf


Weitere Informationen: Prof. Dr. Thorsten Knauth, Tel. 0201/183-4385, thorsten.knauth@uni-due.de

Redaktion: Ulrike Bohnsack, Tel. 0203/379-2429