Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Duisburger Kolloquium Schiffs- und Meerestechnik

Das Schiff im Wandel des Klimas

[14.05.2010] Immer häufiger bringen schwere Stürme Schiffe auf hoher See in Bedrängnis. Gleichzeitig öffnen sich neue Seewege im Bereich der Arktis, durch die sich Handelsrouten verkürzen und der Treibstoffverbrauch reduziert werden kann. Nur zwei Beispiele, die zeigen: Das Klima verändert sich und mit ihm die Schiffs- und Meerestechnik. Mit welchen Auswirkungen und Entwicklungen Experten künftig rechnen, stellt am 27. und 28. Mai das jährliche Kolloquium des Instituts für Schiffstechnik, Meerestechnik und Transportsysteme (ISMT) der Universität Duisburg-Essen vor. Erwartet werden rund einhundert Teilnehmer aus Wirtschaft und Forschung. Interessierte können sich noch bis zum 19. Mai per Mail (ISMT@uni-due.de) anmelden.

„Schon heute stellen sich Werften, Motorenhersteller, Zulieferer und Reeder auf die veränderten Klimabedingungen ein", erklärt ISMT-Mitarbeiter Klemens Hitzbleck. „Schadstoffe im Abgas können durch verbesserte Motorentechnologie reduziert werden. Zunehmend wird auch auf neue Kraftstoffe wie Erdgas oder auf alternative Energien gesetzt. Außerdem erforschen Meerestechniker intensiv wie sich die Dynamik der Ozeane in Form von Wellen und Gezeitenströmen nutzen lässt. “

Unter dem Titel „Das Schiff im Wandel des Klimas“ stellen Wissenschaftler und namhafte Vertreter aus Industrie und Forschung aktuelle Themen vor und diskutieren die neusten Entwicklungen und Maßnahmen zum Schutz des Klimas.

So spricht ISMT-Leiter Prof. Dr. Bettar O. el Moctar in der ersten Vortragsreihe über das Seeverhalten von Schiffen in schwerer See. Weitere Themen der Experten sind die arktische Schifffahrt, Windenergie in der Nordsee, Treibhausgasemissionen und Konzepte zur Energieerzeugung aus Wellen und Strömungen.

Am zweiten Veranstaltungstag gehen die Teilnehmer der Frage nach, wie sich der Klimawandel auf Deutschlands Wasserstraßen und die Schifffahrt sowie auf die Schifffahrtsunternehmen auswirkt. Die (offshore) Evakuierung in eisbedeckten Gebieten ist ebenso Thema wie die extremen Umgebungsbedingungen in der Meerestechnik.

Weitere Informationen: Klemens Hitzbleck, Tel. 0203/379-2787, klemens.hitzbleck@uni-due.de

Redaktion: Cathrin Becker, Tel. 0203/379-2429, cathrin.becker@uni-due.de