Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Neunter Schülerwettbewerb „freestyle-physics“

„Schaschlikbrücke“ ganz weit vorn

[06.07.2010] Deutschlands größter Physik-Schülerwettbewerb „freestyle-physics“ baut an: Ein 800 Quadratmeter großes Zelt reicht nicht mehr aus, um alle genialen Ideen zu präsentieren. In diesem Jahr gibt es zwei zusätzliche Zelte. Aus gutem Grund: 3075 Nachwuchsforscher wollen mit dabei sein – so viele wie noch nie zuvor. Fünf Monate lang haben die Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 13 an den besten Lösungen für eine der sieben anspruchsvollen Physik-Aufgaben gefeilt. Ihre Ergebnisse präsentieren sie im großen Finale vom 6. bis 8. Juli an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Die Stiftung Mercator fördert „freestyle-physics“ bis 2012 mit 250.000 Euro. Schirmherr des Wettbewerbs ist Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland.

Neue Aufgabenstellung, die begeistert

Premiere feiert in diesem Jahr die „Schaschlikbrücke“. Ziel der Aufgabe ist es, aus handelsüblichen Spießen und Haushaltsgummis eine möglichst leichte Konstruktion zu bauen. Sie muss eine ein Meter große Distanz überbrücken und dabei ein vorgegebenes Gewicht tragen. Eine kniffelige Aufgabe, der sich 362 Gruppen voller Eifer stellen – ein neuer Anmelderekord!

„Wir diskutieren im Vorfeld sehr intensiv über neue Aufgaben und freuen uns, wenn sie begeistert aufgenommen werden“, so Dr. Andreas Reichert aus dem Organisationsteam. „Das Schöne an der Schaschlikbrücke ist, dass sie sowohl die Kleinen herausfordert, als auch genügend Potenzial für die Großen bietet.“ Denn längst sind es nicht immer nur die älteren Schüler, die das Rennen machen. „Die Jüngeren haben mit ihrem Ideenreichtum und ihrer Begeisterung schon so manchen erfahreneren Teilnehmer geschlagen“, erinnert sich Dr. Reichert. Inzwischen messen sich einige der „freestyle-physics“-Gruppen zuvor schon in einem internen Schulwettstreit miteinander. Die Sieger dürfen dann mit ihren Ideen am Finale teilnehmen.

Neben neuen Herausforderungen dürfen die beliebten Klassiker natürlich nicht fehlen: Die Wasserrakete, die möglichst lange in der Luft bleiben soll, ist ebenso mit dabei wie das Gegenwindfahrzeug,
das sich möglichst schnell „gegen den Wind“ bewegt. Die Antriebsenergie soll dabei ausschließlich aus dem Gegenwind gewonnen werden. Auch die Konstruktion einer „Aschenputtelmaschine“ versetzt die Nachwuchsforscher erneut ins Tüftelfieber. Wie baut man eine Maschine, die Objektgemische wie Perlen und Murmeln nach Kategorien wie Farbe, Form oder Gewicht sortiert und trennt?

Die originellste Lösung dieser Aufgabe wird ebenso wie die weiteren Geistesblitze der Teilnehmer jeweils um 16.30 Uhr an den Finaltagen von Wissenschaftlern der Fakultät für Physik ausgezeichnet. Die besten Teams erhalten Preise, die einen Bezug zu Physik und Technik haben. Darunter Gutscheine, Teleskope, Roboter und Brennstoffzellenkoffer.

Denn gut ausgerüstet, kommt der Spaß am physikalischem Knobeln ganz von alleine. Ein Ziel, das Dr. Andreas Reichert und sein Team mit „feestyle-physics“ ansteuern: „Wir hoffen, dass die Schüler durch den Wettbewerb mehr Spaß und Interesse an den Naturwissenschaften haben. Vielleicht steht der Beruf des Physikers bei dem ein oder anderen Teilnehmer anschließend auf der Wunschliste.“ Wie ein Naturwissenschaftler arbeitet, darüber können sich die Schüler durch ein umfangreiches Begleitprogramm gleich vor Ort informieren. Vorträge, Laborbesuche und Experimente laden zum Forschen und Experimentieren ein.

Der nanoTruck öffnet seine Türen

Ein weiteres Highlight während des Wettbewerbs: Am 7. und 8. Juli macht der nanoTruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von 10 bis 17 Uhr am Duisburger Campus Halt. Auf dem Programm stehen Ausstellungsrundgänge inklusive einem Job-Talk zum Thema „Studium und Nanotechnologie“. Wissenschaftler informieren über Ausbildungs- und Karrierewege in die Nanotechnologie und stellen den UDE-Studiengang NanoEngineering vor.

Aufgaben 2010:
Gegenwindfahrzeug
Kettenreaktion
Briefwaage
Schaschlikbrücke
Elektromotor
Aschenputtelmaschine
Wasserrakete

Weitere Informationen und Programm: http://www.freestyle-physics.de
Andreas Reichert, Tel. 0203/379-2032, Andreas.Reichert@uni-due.de
Katharina May, Tel. 0201/24522-61, katharina.may@stiftung-mercator.de

Redaktion: Cathrin Becker, Tel. 0203/379-2429