Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Unistandort Essen erfolgreich bei Bundeswettbewerb

Besonders klimafreundliche Stadt

[17.09.2010] Weniger CO2 macht unsere Zukunft lebenswerter – wenn alle an diesem Ziel mitwirken. Wie es gelingen kann, zeigt ein Konzept der Stadt Essen, an dem u.a. auch die Universität Duisburg-Essen (UDE) beteiligt ist. Der gemeinsame Projektantrag „Klima-Initiative Essen“ war im BMBF-Wettbewerb „Energieeffiziente Stadt“ erfolgreich: Essen wird in den kommenden vier bis fünf Jahren mit jährlich einer Million Euro gefördert. Bis 2020 sollen die Treibhausgasemissionen um mindestens 40 Prozent gesenkt werden.

„Wenn man sich bewusst macht, dass etwa 80 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen in Städten verursacht werden, muss man genau hier ansetzen“, betont Prof. Dr. Alexander Schmidt, Leiter des Profilschwerpunkts Urbane Systeme an der UDE. Sein Team unterstützt in den nächsten Jahren die Umsetzung des Konzepts. Konkret sollen die Gebäudesanierung verbessert, Erneuerbare Energien ausgebaut sowie Verkehr und Mobilität effizienter werden.

Dies kann natürlich nur erfolgreich sein, wenn man die Einwohner ins Boot holt: Der ausgezeichnete Ansatz ist der einzige aus dem gesamten Bundesgebiet, der den Menschen in den Mittelpunkt stellt und nicht technikzentriert ist. In vielen Stadtteilen werden Klimaagenturen eingerichtet, die z.B. Hauseigentümer über Sanierungsmöglichkeiten beraten. Altendorf und Rüttenscheid werden Modellstadtteile im Mobilitätsbereich. Neben vielen anderen Maßnahmen soll es integrierte Angebote von Bus und Bahn sowie Radverkehr bzw. ÖPNV und Car-Sharing an ausgesuchten Haltepunkten geben.

Die Wissenschaftler bringen ihre fundierten Erfahrungen beispielsweise in der strategischen Stadtentwicklung ein und erforschen neue Möglichkeiten für die Reduzierung von CO2.


Weitere Informationen: Klaus Krumme, Tel. 0203/379-2619, klaus.krumme@uni-due.de

Redaktion: Katrin Braun, Tel. 0203/379-1488