Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Professor Dr. Gernot Born (1944-2012), Foto: UDE
Professor Dr. Gernot Born (1944-2012), Foto: UDE

UDE trauert um verdienten Altrektor

Abschied von Professor Gernot Born

[10.02.2012] Die Universität Duisburg-Essen trauert um ihren verdienten Altrektor Prof. Dr. Gernot Born (67), der am 9. Februar nach langer schwerer Krankheit verstarb. 34 Jahre – von 1975 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2009 – hatte Professor Born als Hochschullehrer in der Physik Akzente gesetzt, zwischen 1986 und 1995 lenkte er die Geschicke der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg. Vor allem eilte ihm aber ein fast legendärer Ruf voraus, den Spaß an der Physik und am Physiklernen hoch engagiert vermitteln zu können.

Der gebürtige Hesse studierte von 1963 bis 1968 Physik, Mathematik und Chemie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Nach dem Physik-Diplom und der Promotion in Festkörperphysik wurde er dort zunächst Dozent, 1973 ernannte ihn die Uni Gießen zum Professor. 1975 folgte er dem Ruf an die noch junge Gesamthochschule Duisburg auf eine Professur für Physik und ihre Didaktik. Dem Werben anderer Hochschulen erteilte er stets eine Absage, um sich für seine Uni und seine Stadt zu engagieren. So war er Dekan des Fachbereichs Physik und Technologie, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs und ab 1986 für zwei Amtsperioden Rektor der Gerhard-Mercator-Universität.

In dieser Zeit trieb Born unter anderem die Gründung zweier Institute voran, die bis heute zu den forschungsstarken ingenieurwissenschaftlichen Einrichtungen der Uni gehören: das Institut für Energie- und Umwelttechnik IUTA in Rheinhausen und das Institut für Mobil- und Satellitenfunktechnik in Kamp-Lintfort. Auch den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften gab er maßgebliche Impulse. So wurden das Institut für Entwicklung und Frieden und die Ostasienwissenschaften aus der Taufe gehoben. Von 1992 bis 1994 war er außerdem Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz.

Bei der Übergabe des Rektoramtes an seinen Nachfolger hieß es lobend, Professor Born habe nach besten Kräften die Uni darin unterstützt, Beiträge zum Strukturwandel und zum Forschungstransfer zu leisten, die Kontakte zu Politik und Wirtschaft sowie die internationale Zusammenarbeit zu vertiefen. Als Universitätsprofessor war er Mitglied in zahlreichen nationalen und internationalen wissenschaftlichen Gremien und führte viele Jahre das Kontaktbüro des Vereins Deutscher Ingenieure an der Universität.

Redaktion: Beate H. Kostka, Tel. 0203/379-2430


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