Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

ProSalamander: Nachqualifizierung von zugewanderten AkademikerInnen im Ruhrgebiet und Regensburg

Studienstart für 25 TeilnehmerInnen

[12.10.2012] Das Programm ProSALAMANDER der Universitäten Duisburg-Essen (UDE) und Regensburg (UR) ist erfolgreich in seine erste Phase gestartet. Die ersten 25 Stipendiatinnen und Stipendiaten haben in dieser Woche, zum Start des Wintersemesters 2012/13, ihr Studium an den beiden Hochschulstandorten aufgenommen. Das Modellprojekt ermöglicht zugewanderten Akademikern bessere Arbeitsmarktchancen durch eine gezielte Nachqualifizierung. Entsprechend groß war die Nachfrage: 104 Interessierte aus 41 Ländern hatten sich für die Teilnahme am Programm beworben. Die Essener Stiftung Mercator finanziert ProSALAMANDER in den nächsten vier Jahren mit 2,5 Millionen Euro.

Personen, die im Ausland einen Hochschulabschluss erworben haben, können in Deutschland häufig nicht einer ihrer Qualifikation entsprechenden Beschäftigung nachgehen. Hier setzt das Programm ProSALAMANDER an, das bundesweit nur in Duisburg-Essen und in Regensburg in jeweils zwei Bereichen angeboten wird: in Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften an der UDE sowie in Wirtschaftswissenschaften und den Fachrichtungen Informations- und Medienwissenschaften, Medieninformatik sowie Sprach- und Kulturwissenschaften an der UR.

Die ersten 25 Teilnehmer erhalten jetzt im Rahmen des Programms Stipendien in Höhe von bis zu 800 Euro. Sie sind zwischen 24 und 49 Jahre alt und kommen aus insgesamt 17 Nationen. In allen Fällen wurde individuell geprüft, welche im Ausland erworbenen Studienleistungen anerkannt werden können und in welchen Bereichen eine Nachqualifizierung erfolgen sollte. Das Programm verfolgt einen Drei-Säulen-Ansatz, der neben der fachlichen Nachqualifizierung auch die Studierfähigkeit sowie die Arbeitsfähigkeit in akademischen Berufen in den Blick nimmt, indem mögliche sprachliche und methodische Schwierigkeiten festgestellt und behoben werden. Intensive Beratung und Betreuung sind demnach Kernelemente von ProSALAMANDER. Nach 12 bis 18 Monaten können die Stipendiatinnen und Stipendiaten so entweder den deutschen Bachelor- oder Masterabschluss erwerben.

Um eins der zehn Stipendien an der UDE zu bekommen, stellten 47 Interessenten, darunter ein Drittel Frauen, aus 28 Herkunftsländern einen schriftlichen Antrag. In Regensburg hatten sich 57 ausländische Akademikerinnen und Akademiker um die 15 vor Ort vergebenen Programmplätze beworben. „Das Interesse an dem Programm belegt, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind, um zugewanderten Akademikerinnen und Akademikern eine Chance zu bieten, ihr wertvolles Potential auszubauen und in die Gesellschaft einzubringen“, erklärt Prof. Dr. Rupert Hochholzer, der Projektleiter an der Universität Regensburg.

„Mit ProSALAMANDER können wir einen wichtigen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und zur Öffnung der Hochschule für neue Zielgruppen leisten. Mit der Erprobung neuer Anerkennungswege und der Entwicklung fachlicher und überfachlicher Bausteine zur Nachqualifizierung übernehmen wir gesellschaftliche Verantwortung“, freut sich Professor Dr. Ute Klammer, Prorektorin für Diversity Management an der Universität Duisburg-Essen.

„Die große Nachfrage zeigt, dass es einen Bedarf für entsprechende Nachqualifizierungsprogramme in Deutschland gibt“, so Prof. Dr. Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator. „Wir sind zuversichtlich, dass es in diesem Pilotprojekt gelingen wird zu zeigen, dass eine Nachqualifizierung in relativ kurzer Zeit an Hochschulen möglich ist und die erfolgreichen Absolventen damit besser in den Arbeitsmarkt finden. Schließlich ist nach wie vor eine erfolgreiche Integration in das deutsche Bildungssystem eine zentrale Voraussetzung für die Partizipation auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen.“

Im Herbst 2013 werden nochmals insgesamt 39 Kandidaten – 17 an der UR und 22 an der UDE – in das Programm aufgenommen. ProSALAMANDER zielt darauf ab, die soziale Benachteiligung zugewanderter Fachkräfte abzubauen und dringend benötigte hochqualifizierte Fachkräfte für den Arbeitsmarkt zu gewinnen. Außerdem sollen Anerkennungswege für ausländische Studienabschlüsse gefunden und bundesweit zugänglich gemacht werden. Dazu werden passgenaue Lehrmaterialien und zielgruppenbezogene Studienförderungsmodelle entwickelt.

Weitere Informationen:
- Dr. Anna Katharina Jacob, Projektleitung Universität Duisburg-Essen, Tel. 0203 379-7018, katharina.jacob@uni-due.de
- Prof. Dr. Rupert Hochholzer, Projektleitung Universität Regensburg, Tel. 0941 943-3424, rupert.hochholzer@sprachlit.uni-regensburg.de
- Kristin Piesker, Projektkoordination Universität Regensburg, Tel. 0941 943-5759, kristin.piesker@sprachlit.uni-regensburg.de

Pressekontakte:
- Marisa Klasen, Stiftung Mercator, Tel. 0201 245-2253, marisa.klasen@stiftung-mercator.de
- Beate H. Kostka, Universität Duisburg-Essen, Tel. 0203 379-2430,
beate.kostka@uni-due.de
- Alexander Schlaak, Universität Regensburg, Tel. 0941 943-5566,
alexander.schlaak@verwaltung.uni-regensburg.de


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