Hilfe für Studierende und Forschende aus der Ukraine

Krieg in der Ukraine

Mit großer Sorge und Entsetzen verfolgen die Angehörigen der UDE den russischen Krieg gegen die Ukraine. Die Universität baut ihr Unterstützungsangebot für Studierende und Forschende in Not aus und sucht gemeinsam mit der friedlichen Gemeinschaft der Forschenden, Lehrenden und Studierenden in aller Welt nach möglichst schneller und zielgerichteter Hilfe, Unterstützung und Betreuung für geflüchtete ukrainische Universitätsangehörigen. Auch die Fortführung und Gestaltung der Hochschul- und Wissenschaftsbeziehungen zur Ukraine und zu Russland müssen neu bedacht werden.

Was macht die UDE derzeit, um ihre Studierenden aus den Kriegsgebieten zu unterstützen?

Aktuell halten sich 101 Studierende aus der Ukraine und 185 Studierende aus Russland an unserer Universität auf. Daraus sind innerhalb des Projektes "Studienbrücke" auch acht ukrainische und 16 russische studieninteressierte Schüler:innen an unserer Hochschule. Für sie alle dient das Akademische Auslandsamt als Anlaufstelle in dieser schwierigen Situation. Neben der Beratung sammeln wir aktuell alle wichtigen Informationen für die Betroffenen, um unkompliziert und schnell Hilfe leisten zu können. Gerade in Bezug auf finanzielle Unterstützung warten wir auf mögliche Programme des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Erfahrungsgemäß wird es hier künftig viel Beratungsbedarf geben.

Alle generellen Informationen:

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Können junge Menschen aus der Ukraine und aus Russland auch weiterhin für Studium, Auslandssemester oder Forschung an die UDE kommen?

Ja, wir heißen Studierende und Forschende, die aus dem Kriegsgebiet fliehen, an unserer Universität willkommen. Wir erhalten Anfragen von Studierenden aus der Ukraine, die ihr Studium in Deutschland fortsetzen möchten. Momentan stammen diese Anfragen aber noch eher von Drittstaatlern, die in der Ukraine meistens schon in einem höheren Fachsemester studieren und hier ihr Studium beenden möchten. Wir gehen aber davon aus, dass auch die Anfragen von Ukrainerinnen und auch Ukrainern noch zunehmen werden. Da junge Männer das Land derzeit nicht verlassen dürfen, wird es sich dann vor allem um Frauen handeln oder Ukrainer, die bereits vor dem Ausreiseverbot geflohen sind. Aus den Fakultäten erreichen uns auch Anfragen zur Aufnahme von Forschenden.

Beratung des Akademischen Auslandsamtes:

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Welche Auswirkungen hat der Krieg auf wissenschaftliche Kooperationen mit Russland und der Ukraine?

Die Kooperationen mit Russland sind an der UDE zur Zeit ausgesetzt. Wir orientieren uns hier an den Vorgaben und Richtlinien der unterschiedlichen Wissenschaftsorganisationen und -ministerien und sind damit auf einer Linie mit dem DAAD. Die UDE hat in ihrer Stellungnahme klar Position bezogen und ihre Solidarität mit der Ukraine erklärt. Im April erwarten wir Stipendiat:innen aus der Ukraine über ein gemeinsames ERASMUS+-Programm in der Medizin. Wir sind hier im ständigen Austausch mit den Studierenden und Kooperationspartnern in der Ukraine und unterstützen diese nach Kräften. Im Verbund unserer europäischen Aurora University Alliance bemühen wir uns zudem um bestmögliche Unterstützung für unsere Kooperationspartner:innen an der Karazin Kharkiv National University.

Gibt es zentrale Hilfsangebote der UDE, an die sich Betroffene oder Helfer:innen wenden können?

Betroffene oder Helfer:innnen können sich über die Homepage für Geflüchtete über Hilfsangebote informieren. Helfer:innen können das Akademische Auslandsamt auch gerne auf ihre Angebote aufmerksam machen, damit wir diese dann verlinken oder Interessierte an sie weiterverweisen können.