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10 Jahre UA Ruhr / Teil 9

Mentoring hoch drei

von Beate Kostka | 04.07.2017 | Zur Person|UA Ruhr

Das ScienceCareer Net Ruhr unterstützt den wissenschaftlichen Nachwuchs der Universitätsallianz Ruhr auf verschiedenen Ebenen. So stärkt zum Beispiel das bereits 2005 gestartete Mentoring hoch drei-Programm die Potenziale und Kompetenzen von Akademikerinnen ab der Promotion. Dank der zweijährigen Begleitung können sie ihre Karriere aktiv planen und sind auf Führungsaufgaben vorbereitet. Dr. Renate Petersen gehört zum dreiköpfigen Koordinationsteam.

Wie viele Teilnehmerinnen haben das mentoring hoch drei-Programm bereits durchlaufen, und woran zeigt sich der Erfolg?

Insgesamt haben schon 531 Nachwuchswissenschaftlerinnen in den drei Fachschwerpunkten teilgenommen. Es half ihnen zu klären, mit welchen Schritten sie ihr Ziel erreichen wollen. Sie konnten danach ihre Kompetenzen und Fähigkeiten besser einschätzen und weiterentwickeln. Sie bekamen auch zusätzliche Einblicke in die Spielregeln des Wissenschaftssystems und wurden zu Networkerinnen. Ob mentoring hoch drei allerdings ausschlaggebend dafür war, dass viele von ihnen jetzt Professorinnen sind, lässt sich leider nicht genau bestimmen. Sicher ist aber, dass sie nun ihrerseits gerne die Mentorinnenrolle in unserem Programm übernehmen.

Wie hängen die verschiedenen Bausteine des Science Career Net Ruhr zusammen?

Sie bauen aufeinander auf, und – ganz wesentlich – es wird der jeweilige Karrierestand berücksichtigt. Die Frühjahrsakademie für Promotionsinteressierte beginnt schon zum Beispiel schon kurz vor dem Studienabschluss. Ihr Herbst-Pendent bietet vor allem Themen für das Promotionsende. Mentoring³ richtet sich exklusiv an (Post-)Doktorandinnen. Im Karriereforum werden zweimal jährlich einen Tag lang wesentliche Fragen der Postdoc-Karrierephase beantwortet. Das CoachingPLUS-Programm richtet sich ebenfalls an diese Zielgruppe in einer kombinierten Workshop- und Einzelberatung. Es vermittelt forschungsstrategisches Know How und bereitet auf komplexe wissenschaftliche Führungsaufgaben vor.

Welche Möglichkeiten ergeben sich durch die uni-übergreifende Zusammenarbeit?

Ganz einfach: Bessere Leistung mit überschaubaren Ressourcen. Durch die Kräftebündelung spreizt sich das Angebotsspektrum für den wissenschaftlichen Nachwuchs. So ist es zum Beispiel möglich, spezifische Programme sowohl für unterschiedliche Fächergruppen als auch für verschiedene Statuspassagen und Stationen der wissenschaftlichen Karriere bereitzuhalten. Außerdem die Auswahl an passenden Mentor/innen im Universitätsverbund deutlich größer. Unsere Erfahrung zeigt auch, dass sich schneller ein Vertrauensverhältnis bildet, wenn man nicht aus derselben Institution stammt. Oft lassen sich so auch vielfältigere Austausch- und Kooperationsoptionen aufzeigen sowie Karriereperspektiven erweitern. Die räumliche Nähe bei gleichzeitiger Distanz zum eigenen Arbeitsumfeld im Mentee-Netzwerk kann auch über das definierte Programmende hinaus zu interdisziplinärer Zusammenarbeit führen. Auch die Mentor/innen profitieren: Sie erhalten neue Impulse und Eindrücke vom anderen Hochschulstandort und können dies in ihre Arbeit einbeziehen.

Weitere Informationen:
http://www.scn-ruhr.de/mentoring/index.html

Zehn Jahre UA Ruhr – alle Folgen unserer Interviewserie:

Folge 1 – Drei Fragen an Hans Stallmann, Koordinator der UA Ruhr
Folge 2 – Drei Fragen an Prof. Martina Havenith-Newen, Sprecherin des Exzellenzclusters Resolv
Folge 3 – Drei Fragen an Peter Rosenbaum, Leiter des Verbindungsbüros in New York
Folge 4 – Drei Fragen an Prof. Jörg Schröder, Koordinator des Profilschwerpunkts Materials Chain
Folge 5 – Drei Fragen an Studierende des Masterstudiengangs Biodiversität
Folge 6 – Drei Fragen an Prof. Stefan Husmann zur Zukunftswerkstatt Inklusion
Folge 7 – Drei Fragen an Prof. Dr. Julia Tjus, Sprecherin des RAPP-Zentrums
Folge 8 Drei Fragen an Bernd Tönjes, Moderator des Inititiativkreises Ruhr
Folge 9 – Drei Fragen an Renate Petersen vom Karriereprogramm mentoring hoch drei
Folge 10 – Drei Fragen an Prof. Winfried Schulze, Gründungsdirektor von MERCUR

Redaktion: Beate Kostka, 0203/379-2430

Am 13. Juli 2017 feiert die Universitätsallianz Ruhr ihr zehnjähriges Bestehen mit einem Festakt in der Jahrhunderthalle in Bochum. Aus diesem Anlass blicken die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen gemeinsam zurück auf die erfolgreiche Entwicklung ihrer Zusammenarbeit. In einer Art Countdown beantwortet wöchentlich ein Mitglied aus dem Verbund drei Fragen zu einem Meilenstein oder einem Schwerpunkt der Kooperation.