Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Verwendung der Studienbeiträge 2009

Mehr Personal, Technik und Service

[14.07.2010] Die Studienbeiträge werden abgeschafft, doch die Hochschulen bekommen die dann fehlenden Einnahmen aus Landesmitteln in gleicher Höhe zur Verfügung gestellt, verspricht die rot-grüne Landesregierung. Denn bei aller berechtigten Diskussion um die Sozialverträglichkeit haben die 480 Euro pro Studierendem und Semester an der UDE doch erheblich dazu beigetragen, die Studienbedingungen und Lehre merklich zu verbessern. So kann sie seit 2007 jährlich etwa 20 Millionen Euro hierfür verwenden.

Für 2009 sehen die Einnahmen und Ausgaben so aus: 22,74 Mio. Euro hat die UDE aus Studienbeiträgen eingenommen. 14 Prozent, nämlich 3,18 Mio. Euro, gingen als Pflichtbeitrag an den Ausfallfonds bei der NRW Bank. Die verbliebenen 19,56 Mio. Euro wurden nach einem festen Schlüssel verteilt: 5 Prozent bekam die Duisburg-Essener Universitätsstiftung, die unter anderem Stipendien an bedürftige Studierende vergibt. 30 Prozent wurden auf zentraler Uni-Ebene verplant und ausgegeben, um die Lehre zu verbessern, 65 Prozent erhielten die Fakultäten für entsprechende Maßnahmen.

Da einige Projekte aus 2008 in jenem Jahr nicht vollständig umgesetzt werden konnten, hat die UDE 2009 insgesamt sogar 21,34 Mio. Euro an Studienbeitragsmitteln ausgegeben. Mehr als die Hälfte, nämlich 13,3 Mio. Euro, investierte sie in zusätzliches Personal, sei es für Dozenten, wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte, für Tutoren, Mentoren oder (Service-) Mitarbeiter, so etwa an der UDE-Infoline oder bei der Betreuung ausländischer Studierender.

Knapp 6 Mio. Euro wurden 2009 in so genannte „Sachmittel“ gesteckt, darunter fallen moderne Seminarraumausstattungen und Sanierungen, zusätzliche studentische Arbeitsplätze, neue Computer- und Medientechnik wie Notebooks oder modernisierte PC-Pools, außerdem zusätzliche Lehrbücher oder andere Studienliteratur, weitere elektronische Semesterapparate, aber auch niedrigere Fernleihgebühren und deutlich erweiterte Öffnungszeiten in der Uni-Bibliothek.

Die Fakultäten verwenden die ihnen zugewiesenen Gelder überwiegend für zusätzliche Stellen, um die Betreuungssituationen zu verbessern. Aber auch anderswo machen sich die Studienbeiträge positiv bemerkbar: Exkursionen, die früher die Studierenden bezahlen mussten, werden ganz oder teilfinanziert, viele Skripte sind unentgeltlich, in der Chemie fallen außerdem bei den Praktika keine Chemikaliengebühren mehr an, ebenso gibt es – auf Wunsch der Studierenden – ein Chemie-Software-Paket. In den Ingenieurwissenschaften können Studierenden ihre theoretischen Kenntnisse in neuen Praktikumseinrichtungen anwenden, während die Wirtschaftswissenschaften unter anderem das IT-Projekt „Cloud Computing“ realisiert haben. Der virtuelle PC-Pool erlaubt es, unabhängig von Ort, Uhrzeit und eigener technischer Ausstattung zu lernen. Die Entscheidungen, was wofür ausgegeben wird, fällen die Fakultäten in ihren Studienbeitragskommissionen übrigens gemeinsam mit Studierenden.

Und auch das ist erwähnenswert: Nahezu jeder Fünfte muss gar keine oder geringere Studienbeiträge bezahlen. Im Wintersemester 2009/2010 waren von 31.826 Immatrikulierten 5.817 aus sozialen und anderen Gründen, etwa der Geschwisterregelung, Elternschaft oder Mitarbeit in Uni-Gremien, ganz oder teilweise befreit.


Weitere Informationen:
http://www.uni-due.de/de/studienbeitraege/zentrale_mittel.shtml
http://www.uni-due.de/de/studienbeitraege/index.shtml

Dr. Ingrid Lotz-Ahrens, Prorektorin für Ressourcenplanung,
Tel. 0203/379-2455, lotz-ahrens.prorektorin@uni-due.de

Redaktion: Ulrike Bohnsack, Tel.: 0203/379-2429