Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Zwei neue Publikationen

Von der Vielfalt der Germanistik

[21.07.2010] Der Teufel in der Literatur, das Ruhrgebiet im Krimi, Einsamkeit im Film und weiblicher Humor – diese und viele weitere Forschungsfelder werden an der Universität Duisburg-Essen (UDE) beleuchtet. Zwei Neuerscheinungen im Universitätsverlag Rhein-Ruhr zeigen, wie abwechslungsreich die Arbeit der UDE-Germanisten ist. So dokumentiert das Jahrbuch „andererseits“ die Themenvielfalt des Doktorandenaustauschs der Fakultät für Geisteswissenschaften mit der amerikanischen Spitzenuniversität Duke. Und die Schriftenreihe „ESS-KuLtur“ (Essener Schriften zur Sprach-, Kultur- und Literaturwissenschaft) bietet Raum für neue Sichtweisen.

Die Bandbreites des ersten Jahrbuchs ist inspirierend und manchmal außergewöhnlich: Es geht um Ruhrgebietskrimis, die Straßen der Kindheit und Schriftsteller-Images. In 21 Beiträgen präsentieren Autoren ganz unterschiedlicher wissenschaftlicher und kultureller Herkunft ihren eigenen literarischen Blick.

Seit fünf Jahren besteht eine enge fachliche Kooperation zwischen der UDE und der Duke University in North Carolina, die zu den zehn besten Universitäten der USA gehört. Graduierte und Lehrende nutzen den Austausch, betreuen zusammen Promotionen und Projekte. Die erste gemeinsame Publikation „andererseits. Yearbook of Transatlantic German Studies“, herausgegeben von William C. Donahue und Jochen Vogt, versammelt Texte, die aus einem interkulturellen Symposium entstanden sind.

Kulinarisches für den Geist

Verschiedene wissenschaftliche Hintergründe haben auch die vier Professoren, die die neue Schriftenreihe „ESS-KuLtur“ herausgeben. Der Niederlandist Heinz Eickmans, der Literaturwissenschaftler Werner Jung, die Mittelalterkundlerin Nine Miedema und der Sprachwissenschaftler Ulrich Schmitz wünschen sich diese Interdisziplinarität.

Die ersten Studien sind bereits erschienen: „Den Bösen sind sie los, die Bösen sind geblieben“ von Jost Keller erforscht die Verweltlichung des Teufels in der Literatur um 1800. In „Unversöhnbarkeit“ setzt sich Niklas Hebing mit Hegels Ästhetik und Lukács’ Theorie des Romans auseinander. „Sprechen, um zu schreiben“ von Patrick Voßkamp ist eine sprachwissenschaftliche Untersuchung zur Kommunikation im Lokaljournalismus. Band 4 „Frauen lachen über sich, Männer über andere?!“ von Sandra Sistenich wird derzeit vorbereitet.

Weitere Informationen: Carolin John, Tel. 0201/183-4323, carolin.john@uni-due.de; Prof. Dr. Werner Jung, Tel.0201/183-4990, werner.jung@uni-duisburg-essen.de

Redaktion: Katrin Braun, Tel. 0203/379-1488