Infotreffen zu Tierschutzfragen am 7. März

Kein Leiden im Labor

[27.02.2012] So umstritten sie auch sind, so notwendig sind Tierversuche für die Wissenschaft, um Krankheiten besser behandeln zu können. Dass man über die bestmögliche Betreuung der Labortiere und die ethische Verantwortung gar nicht genug diskutieren kann, zeigt das Essener Informationstreffen zu Tierschutzfragen am Universitätsklinikum der Uni Duisburg-Essen (UDE). Bereits zum 19. Mal tauschen sich Tierschutzbeauftragte, Mitglieder aus Tierschutzkommissionen, Behördenvertreter, Tierschützer und Experimentatoren am 7. März im Großen Hörsaal in der Institutsgruppe I an der Virchowstraße aus.

Zwischen 9.30 Uhr und 17.15 Uhr wird bei dem eintägigen Treffen in zahlreichen Vorträgen zu unterschiedlichen Aspekten rund um den wissenschaftlichen Tierversuch und den Tierschutz diskutiert. Dabei werden aktuelle rechtliche Entwicklungen mit besonderem Augenmerk auf die neue EU-Tierschutzrichtlinie und den Tierhaltungsbau erörtert. Referenten aus ganz Deutschland beleuchten unter anderem, wie eine sichere Schmerzerkennung bei Maus und Ratte gewährleistet wird, welche Erkenntnisse gegenwärtige Forschung für die Neugeborenen-Heilkunde bringt, und welche Lehren aus dem Verhalten von Tauben gezogen werden können.

„Auf Versuchstiere können wir in der biomedizinischen Forschung nicht verzichten, denn nur so lassen sich Ursachen von Erkrankungen besser verstehen und erfolgreich behandeln“, erklärt der Leiter des Zentralen Tierlabors, Prof. Dr. Gero Hilken. „Unsere Arbeit ist mit hoher Verantwortung verbunden und daher müssen wir dafür sorgen, dass sich der Umgang mit Labortieren stetig verbessert.“ Veranstaltet wird das Treffen vom Zentralen Tierlaboratorium Essen gemeinsam mit dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW und der Gesellschaft für Versuchstierkunde.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Gero Hilken, Tel. 0201/723-4655, gero.hilken@uk-essen.de

Redaktion: Carmen Tomlik, Tel. 0203/379-1489