Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Strömungsexperte Dieter Brillert übernimmt Professur

Enorme Antriebsleistung im Labor

[01.04.2014] Langjährige internationale Erfahrungen fließen in seine Lehre und Forschung ein: Prof. Dr. Dieter Brillert hat an der Universität Duisburg-Essen (UDE) die Stiftungsprofessur für Strömungsmaschinen der Siemens AG übernommen.

Die Ingenieurwissenschaften der Hochschule kennt der 43-Jährige gut, denn er hat von 1990 bis 1995 Maschinenbau in Duisburg studiert und anschließend am Lehrstuhl für Strömungsmaschinen seinen Doktortitel erworben. Ab 2000 arbeitete Brillert in der Entwicklungsabteilung von Siemens, zuerst drei Jahre in Mülheim an der Ruhr, danach drei Jahre in Orlando. Anschließend reiste er für den Vertrieb von Gas- und Dampfkraftwerken nach Vietnam, Taiwan und auf die Philippinen. Zwischen 2010 und 2013 war er auf diesem Gebiet Vertriebsleiter im Service, insbesondere für China und Korea.

Kompressoren, Dampf- und Gasturbinen beschäftigen den Maschinenbauer weiterhin. Jetzt erforscht er, wie sich ihre Effizienz weiter steigern lässt: Wurden bislang eher einphasige Fluide genutzt, gehört die Zukunft den Multiphasen- und Multikomponentenströmungen. „Heute schon werden Turbinen und Kompressoren mit derartigen Fluiden eingesetzt. Ein detailliertes Verständnis der physikalischen Vorgänge fehlt allerdings – dabei könnten so Produkte optimiert und neue Anwendungsfelder erschlossen werden“, stellt Brillert fest. „Für die Experimente brauchen wir aufwändige Prüfstände mit einer Antriebsleistung von tausend Kilowatt und mehr: Das entspricht in etwa der Motorleistung von drei Porsche GT.“ Deshalb will der Wissenschaftler das Strömungslabor für künftige Untersuchungen ausbauen.


Weitere Informationen:
Prof. Dr.-Ing. Dieter Brillert, Tel. 0203/379-1722, dieter.brillert@uni-due.de


Redaktion: Katrin Koster, Tel. 0203/379-1488


Bildhinweis:
Ein Foto zu dieser Pressemitteilung (Bildbeschreibung: Prof. Brillert steht hinter dem Turbinenteil einer vierstufigen Gas-Turbine, wie sie häufig in einem Gas- und Dampfkraftwerk zu finden ist. Foto: UDE/Frank Preuß ) können Sie herunterladen unter:
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