Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Humboldtstipendiat aus dem Iran zu Gast

Exotische Elektronenzustände

[23.05.2014] Ein junger Physikprofessor aus dem Iran forscht derzeit an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Dr. Seyed Akbar Jafari untersucht in der Theoretischen Physik die exotischen Eigenschaften sogenannter Dirac-Materie, in der sich Elektronen ungewöhnlich verhalten. Der 36-jährige Jafari ist mit einem Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung in die Arbeitsgruppe des Theoretischen Physikers Prof. Dr. Jürgen König an die UDE gekommen und wird insgesamt 18 Monate bleiben.

Mit der Dirac-Materie beschäftigt sich Jafari seit über zehn Jahren. Schon 2004 promovierte er darüber an der Sharif-Universität in Teheran. Anschließend forschte er an Hochschulen in Italien und Japan; 2006 nahm er einen Ruf an der Universität von Isfahan an, später dann an der Sharif-Universität. Zwei Physiklehrbücher hat Jafari ins Persische übersetzt und half damit, iranische Studierende an die internationale Physiker-Gemeinschaft heranzuführen.

Und darum geht es bei seinen Untersuchungen, die er in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jürgen König durchführt: Das exotische Verhalten von Elektronen kannte man bislang nur von Teilchen, die in Beschleunigern erzeugt wurden. In einem Festkörper wie z.B. Graphen lassen sie sich aber viel einfacher untersuchen, z.B. indem man den Stromtransport durch nanostrukturierte Bauteile analysiert.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Jürgen König, Tel. 0203/379-3329, koenig@thp.uni-due.de